wrosner
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Tag 15: Über Kroatien und Ungarn nach Graz
Am 17. hab' ich einen Abendtermin, da wär ich zumindest zuhause gern ausgeruht und frisch geduscht.
Alpen und dann Autobahn?
Da könnt ich jedenfalls die ganzen Strandtouristen mit der albanischen Patina auf einer voll gerödelten GSA beeindrucken. Brauch ich das?
Ich erinnere mich an eine Tour nach Wildalpen in der Steiermark, mit Abstecher nach Graz.
Von zuhause aus östlich am Böhmerwald vorbei.
Schön, aber flott. Und gut auf der Luftlinie.
Also Graz ins Navi.
Es will immer über Zagreb, ich aber nicht. Also geb' ich ihm noch einen Stützpunkt östlich davon.

11 Stunden Fahrt, fast 500 km.
Keine Zeit mehr zum fotografieren
- echt jetzt?
OK, auch keine echten fotogenen Highlights.
Zumindest hab' ich von der Strecke noch echte Tracklogs.
Zur Grenze und weiter nach Slavonski Brod ist halt nur flaches Becken der Save.
Dafür gibts da auch 74 km/h Schnitt. Inclusive 1 + 2 Minuten Grenzkontrolle.
Kroatien ist Schengen-Aussengrenze, da brauchts keinen Fahrzeugschein mehr.
Ich quere einen "Naturpark Papuk"
https://www.pp-papuk.hr/
Gibt leider keine Höhenstraße in Nord-Süd-Richtung.
Zumindest halten sich die Ortspassagen in Grenzen.
Der 50er Schnitt steht durchaus für Fahrgenuss


Das Tal der Drau ist nicht der Brüller.
Flur und flache Wälder, dazwischen immer wieder Ortschaften.
Auch hier nur 45er Schnitt. Aber zumindest halbwegs gestreckt - ich mache also Luftlinie.
Der Blick auf die Topologische Karte enthüllt den Grund für diese Streckenführung:
Das Bilogora-Gebirge im Südwesten der Drau kennt nur Querungen, keine Hochstraßen am Kamm entlang. Alles was da an "kurvig" drüber geht, geht im rechten Winkel zu meiner Zielrichtung.

Keine Ahnung was TomTom gegen Slowenien hat. Entweder über Maribor oder gar nicht.
Tomtom will nach Ungarn.
Und schickt mich gleich - entgegen der Einstellung - in Letenye auf eine Mautstrecke
.
7 km, die Hälfte davon Ortschaften
Die Vermeidung sieht auf der Karte kürzer und kurviger aus.
Schlappe 7,5 €, online nachgezahlt, für quasi rein gar nix.
Dafür entschädigt es mich dann mit 30 km wunderbaren Kurven über Bazakerettye durch lichte Wälder.
Nicht spektakulär - einfach nur schön
.

Über Csesztreg geht es im 75er Schnitt durch die Ebene, bevor dann bis zur Grenze bei Szentgotthard nochmal ein Nationalpark mit sanften Wäldern erfrischt.
Die Minuspunkte aus der Puszta vor knapp zwei Wochen sind wieder gut gemacht

Das oststeyrische Hügelland in Österreich wird rauher, zerklüfteter, kurvendichter.
Wegweiser nach Fürstenfeld, Sinabelkirchen locken ein Lied aus der Kehle.

In Gleisdorf schickt mich TomTom zum zweiten Mal heute in die Mautfalle.
Ich möge doch bitte rechts bleiben, um die Autobahn zu meiden.
Doch rechts zweigt auch noch eine Autobahn ab. Ich hätte wohl doch besser mittig fahren sollen.
Als ich das Mautzeichen auf den Wegweisern seh', ist es schon zu spät.
Ein gefahrloses Wenden auf der Autobahn ist nicht möglich - und wohl auch in Österreich nicht gern gesehen.
Kurz vor Graz komm' ich wieder runter von der Autobahn - zu spät, als daß mir eine Stadtbesichtigung erpart bliebe.
3-fach drauf gezahlt: Maut, langsamer, langweiliger.
Hoffentlich akzeptieren sie wenigstens die Nach-Lösung.
Abends um 8 erreiche ich den Fischerwirt in Gratwein.
Hotel Restaurant Fischerwirt
Steyrischer Barock allererster Güte.
Die Kampfpreise von booking.com gelten nicht für die Speisekarte. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Wir kommen langsam nach Hause. Und die Österreicher wollen ja auch leben.
Am 17. hab' ich einen Abendtermin, da wär ich zumindest zuhause gern ausgeruht und frisch geduscht.
Alpen und dann Autobahn?
Da könnt ich jedenfalls die ganzen Strandtouristen mit der albanischen Patina auf einer voll gerödelten GSA beeindrucken. Brauch ich das?
Ich erinnere mich an eine Tour nach Wildalpen in der Steiermark, mit Abstecher nach Graz.
Von zuhause aus östlich am Böhmerwald vorbei.
Schön, aber flott. Und gut auf der Luftlinie.
Also Graz ins Navi.
Es will immer über Zagreb, ich aber nicht. Also geb' ich ihm noch einen Stützpunkt östlich davon.

11 Stunden Fahrt, fast 500 km.
Keine Zeit mehr zum fotografieren
OK, auch keine echten fotogenen Highlights.
Zumindest hab' ich von der Strecke noch echte Tracklogs.
Zur Grenze und weiter nach Slavonski Brod ist halt nur flaches Becken der Save.
Dafür gibts da auch 74 km/h Schnitt. Inclusive 1 + 2 Minuten Grenzkontrolle.
Kroatien ist Schengen-Aussengrenze, da brauchts keinen Fahrzeugschein mehr.
Ich quere einen "Naturpark Papuk"
https://www.pp-papuk.hr/
Gibt leider keine Höhenstraße in Nord-Süd-Richtung.
Zumindest halten sich die Ortspassagen in Grenzen.
Der 50er Schnitt steht durchaus für Fahrgenuss

Das Tal der Drau ist nicht der Brüller.
Flur und flache Wälder, dazwischen immer wieder Ortschaften.
Auch hier nur 45er Schnitt. Aber zumindest halbwegs gestreckt - ich mache also Luftlinie.
Der Blick auf die Topologische Karte enthüllt den Grund für diese Streckenführung:
Das Bilogora-Gebirge im Südwesten der Drau kennt nur Querungen, keine Hochstraßen am Kamm entlang. Alles was da an "kurvig" drüber geht, geht im rechten Winkel zu meiner Zielrichtung.

Keine Ahnung was TomTom gegen Slowenien hat. Entweder über Maribor oder gar nicht.
Tomtom will nach Ungarn.
Und schickt mich gleich - entgegen der Einstellung - in Letenye auf eine Mautstrecke
7 km, die Hälfte davon Ortschaften
Die Vermeidung sieht auf der Karte kürzer und kurviger aus.
Schlappe 7,5 €, online nachgezahlt, für quasi rein gar nix.
Dafür entschädigt es mich dann mit 30 km wunderbaren Kurven über Bazakerettye durch lichte Wälder.
Nicht spektakulär - einfach nur schön

Über Csesztreg geht es im 75er Schnitt durch die Ebene, bevor dann bis zur Grenze bei Szentgotthard nochmal ein Nationalpark mit sanften Wäldern erfrischt.
Die Minuspunkte aus der Puszta vor knapp zwei Wochen sind wieder gut gemacht
Das oststeyrische Hügelland in Österreich wird rauher, zerklüfteter, kurvendichter.
Wegweiser nach Fürstenfeld, Sinabelkirchen locken ein Lied aus der Kehle.

In Gleisdorf schickt mich TomTom zum zweiten Mal heute in die Mautfalle.
I wüll wieda ham, fühl me da so allaan....
Ich möge doch bitte rechts bleiben, um die Autobahn zu meiden.
Doch rechts zweigt auch noch eine Autobahn ab. Ich hätte wohl doch besser mittig fahren sollen.
Als ich das Mautzeichen auf den Wegweisern seh', ist es schon zu spät.
Ein gefahrloses Wenden auf der Autobahn ist nicht möglich - und wohl auch in Österreich nicht gern gesehen.
Kurz vor Graz komm' ich wieder runter von der Autobahn - zu spät, als daß mir eine Stadtbesichtigung erpart bliebe.
3-fach drauf gezahlt: Maut, langsamer, langweiliger.
Hoffentlich akzeptieren sie wenigstens die Nach-Lösung.
Abends um 8 erreiche ich den Fischerwirt in Gratwein.
Hotel Restaurant Fischerwirt
Steyrischer Barock allererster Güte.
Die Kampfpreise von booking.com gelten nicht für die Speisekarte. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Wir kommen langsam nach Hause. Und die Österreicher wollen ja auch leben.
