Warum eigentlich selbst schrauben?

Diskutiere Warum eigentlich selbst schrauben? im Smalltalk und Offtopic Forum im Bereich Community; Ich schraube im Rahmen meiner Möglichkeiten auch gerne selbst. Man versteht dann mit der Zeit die Technik besser und traut sich auch an etwas...
manfred180161

manfred180161

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Ich schraube im Rahmen meiner Möglichkeiten auch gerne selbst.
Man versteht dann mit der Zeit die Technik besser und traut sich auch an etwas kompliziert Sachen.

Auch entfällt die nervige Bring- und Holerei aus der Werkstatt.

Und mein Schwabenherz lacht auch, wenn ich sehe, was man dabei an Geld sparen kann und gleichzeitig weiß, dass es ordentlich erledigt ist.

Hab zwei verschlossene TG-plätze. Notfalls bleibt mein Auto eben draussen, wenn was nicht fertig wurde.

Gruß
Der Manne aus Echterdingen
 
Gerlinde

Gerlinde

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Was wollte ich schon als kleiner Bub werden, Autoschlosser natürlich. Ende der 70ziger Jahre fing ich damit an.
Was ist das denn?
chic,
ich war ja ehrlich gesagt bisher der festen Überzeugung, daß Rekord B (und dann noch als Caravan), Kadett B und T1 Busse in Ende der 70 schon alle weggerostet waren.
 
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Randyacres

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Heute schraube ich immer noch an 5 Autos und 3 Moppeds,vor allem Öle,Filter,Kerzen,Bremsen Auspuff im Netz gekaufte Reifen aufziehen lassen etc.weil:Mehr Kohle kann man garnicht verdienen!
Und das ist ein wirklich entspannendes und erfüllendes Gefühl.
so isses. Habe gerade heute vormittag einen für meine Karre typischen Elektroschaden behoben, sonst würde ich nicht durch den TÜV kommen. Die Markenwerkstatt nimmt dafür 300 Euro, mich hats ein paar alte Strippen und etwas Lötzinn gekostet. Neulich beim Auto der Frau KV Markenwerkstatt 2.200 Euro, gelöst für einsfuffzich.

Das gesparte Geld ist das eine, die Freude daran, etwas auf die einfache Art repariert und am Leben gehalten zu haben, ist das andere und ich bin ein ganz großer Freund der ganz einfachen Lösungen.

Und schrauben tue ich auch schon ewig, teilweise bis es mir zu den Ohren rauskam. In der aktiven Rennzeit mussten wir Amateure natürlich nach jedem Training/Rennen selber ran und da kommt ganz schön Zeit zusammen. Die zum Ziehen benötigten Schrottkarren mussten auch am Leben gehalten werden, da ging auch ordentlich Zeit rein und wenn die Kumpels erst mal mitbekommen, dass man das kann, wirds echt eng. Aber es hat mir immer Spaß gemacht. Gut, jetzt, wo ich fast 60 bin, fand ich das heute morgen bei 4 Plusgraden und gebückter Haltung und über Kopf im Auto zu stecken nicht mehr so lustig, dafür hat mich die heisse Dusche danach umso mehr gefreut.

Ich mach das, so lange ich das kann
 
qpower

qpower

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Da ich ja im Maschinenbau arbeite,den Beruf erlernt habe und das nötige Werkzeug habe ist es für mich nicht einmal eine Frage der Kosten,nein eher die Gewissheit zu haben das die Arbeiten ordnungsgemäß erledigt sind...
Wenn ich sehe mit welchem Zeitdruck in den Werkstätten gearbeitet wird bekomme ich zudem ein mulmiges Gefühl.
Während der Garantiezeit lasse ich höchstens relevante Arbeiten erledigen,Kleinkram wie Bremsen Lufi,Kerzen usw mache ich selbst und sage das dem Meister vorm Service.
Das arbeiten an den Motorrädern lenkt auch vom stressigen Alltag in der Firma ab,man ist oft so konzentriert beim schrauben das überhaupt keine Möglichkeit besteht sich um was anderes Gedanken zu machen...
Nach der erledigten Arbeit aufs Moped setzen und zu sehen das man alles richtig gemacht,nebenbei noch Geld gespart hat ist auch noch ein schöner Nebeneffekt.
Da ich einen eigenen Raum,ca 18 Qm,im Haus zum abstellen der Mopeds und zum schrauben habe,brauche ich nicht mal vor die Tür oder in die Garage zum schrauben.
Manchmal kommen Kollegen vorbei,brauchen einen Rat oder ein Werkzeug,oder es werden deren Arbeiten gleich zusammen bei mir erledigt,ist auch ein gutes Gefühl wenn man helfen konnte.
Aufgrund der hohen Kilometerleistung im Jahr und das mit zwei Mopeds habe ich schon überlegt ein Reifenmontiergerät zu kaufen,Rad ein und Ausbau mache ich ja sowieso schon.
Ich kann nur jedem empfehlen,den Sachverstand und das passende Werkzeug vorausgesetzt,soviel wie möglich selbst am Moped zu machen,es ist einfach immer wieder ein gutes Gefühl den Lohn der Arbeit zu sehen oder zu "erfahren"...
In diesem Sinne : fröhliches schrauben !!!
 
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BigJay

BigJay

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warum ich selber schraube? weil ich es will und es spaß macht, wenn man im
freundeskreis ähnlich gestrickte hat und sich dabei gegenseitig helfen kann.
nicht jeder kann alles oder traut sich an dinge heran, die ihm suspekt sind.

mit ein grund, warum ich hier angemeldet bin... :o

was soll man machen, wenn man z.b. eine andere gabel, große bremsscheiben
und vernünftige bremszangen am moped haben will? dazu noch einen gepäck-
träger, der zum stil des mopeds passt, wie auch n motogadget-tacho und ne
menge spielereien im motor? die bings durch dellos ersetzt, eine auspuffanlage
einer norton an die bmw basteln und abstimmen will?

kann man machen lassen... kostet dann aber auch viel viereckiges geld. das
ich aber lieber in andere dinge stecke, wie u.a. in meine große, dicke (1150er gs).

oder ins haus, in den urlaub, oder in meinen yougtimer-volvo, der gleich n neues
thermostatventil nebst temperaturfühler verpasst bekommt...

die wenigen werkstattbesuche (autos, speziell vw) waren im übrigen oft nicht
wirklich befriedigend, was das ergebnis angeht. dazu zeit- und nervenraubend.
ausnahme: die alteingessene hinterhofwerkstatt in meinem geburtsort. da schraubt
der chef noch selbst, den ich schon in der frühen jugend bewundert hab, weil er
seine viertaktende honda-50er so schnell gemacht hatte, dass er damit alles versägen
konnte... :cool:

frohes schrauben allerseits!
 
Klausmong

Klausmong

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Als ich meine 1150 gerade neu hatte, da war mal Bremsflüssigkeitswechsel dran. (IABS )

Weil alle sagen das geht nur be der Werkstatt hatte ich Respekt und das machen lassen. Und gleich Ölwechsel dazu.

Nachher war viel klappern, also nachgesehen.

Motorschutz war nicht festgezogen, 4 Schrauben locker.

Sturzbügel locker unten am Motorschutz, und der Tank nicht festgezogen, die Schraube rechts fehlte

Also war klar, in Zukunft mach ich auch das selber, und inzwischen schon erfolgreich erledigt.
Für Scheixxe Kohle ausgeben sehe ich nicht ein.

Und ursprünglich Mitte der 80er hab ich angefangen selber zu schrauben weil die Werkstätten damals schon viel Blödsinn geschraubt haben.
Aus der Not wurde dann Leidenschaft am Schrauben
 
elfer-schwob

elfer-schwob

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Jonni

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Mein Raumschiff Enterprise bringe ich zu Scotty in die BMW-Werkstatt. Grund: Gewährleistung. Da ich im Schnitt alle 3 Jahre die GS durch eine neue ersetzte, ist das Thema "Selbstschrauber" für mich also kein Thema.

Als ehemaliger Besitzer einer Kreidler helfe ich jedoch dem Patenkind meines Bruders. Der Junge hat eine Florett aus den 70ern gekauft, die leider ziemlich verbastelt war (Luftfilter von einem Rasenmäher etc.). Mit meinem Bruder zusammen haben wir die Florett im Frühjahr wieder ans Laufen gebracht, so dass der Junge nun richtig Spaß an seinem alten Zweitakter hat. Wir haben dann entschieden, die Florett gemeinsam am Laufen zu halten und haben gerade noch am Sonnabend den hinteren Schlauch ersetzt. Hat uns alten Säck** richtig Freude bereitet und der Junge hat wieder etwas gelernt.

CU
Jonni
 
voyager

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Hast hoffentlich ne Privathaftplicht und nen guten Rechtsschutz........
 
QVIENNA

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Sag ich doch, selbst schrauben ist Therapie und Ausgleich.
sicherlich für so manchen und auch ein gutes Argument. Für andere aus der Not geboren, weil sie mit den Leistungen der Werkstatt unzufrieden sind. Für mich zb ist es keine Option - weil ich mir das Talent und die Geduld fehlt, ich Freunde habe, die das wirklich können und weil ich noch einige andere Hobbys habe und nicht den Winter über auf die nächste Saison warte.
 
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Buchtip zu dem Thema: Matthew B. Crawford, Ich schraube, also bin ich (Ullstein, 2010)

Klappentext:

"Was ist befriedigender: einen 12-Stunden-Tag im Büro abzusitzen, inklusive Meetings, Telefonate und Spam-Mail, oder mit den eigenen, ölverschmierten Händen eine Harley wieder in Gang zu bringen? Für den promovierten Philosophen und ausgebildeten Mechaniker Matthew B. Crawford ist die Antwort eines Tages glasklar: Sein Weg aus der Sinnkrise führt ihn geradewegs in die eigene Motorradwerkstatt. Er tauscht den Anzug gegen den Blaumann, kündigt seinen Job bei einem Think Tank und findet endlich die Erfüllung, die ihm in Jahren der Schreibtisch-Arbeit gefehlt hat. Ich schraube, also bin ich ist ein erfrischendes Plädoyer für den Wert dessen, was man mit den eigenen Händen schaffen kann. »Erst in der Motorradwerkstatt habe ich das Denken gelernt!« Matthew B. Crawford"
 
Enduroopa

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Bei mir genau andersrum, Lehre und paar Gesellenjahre als Motorradmechaniker, Verdienst leider zum Sterben zuviel, zum Leben ......

Seit ca. 30 Jahren kaufmännische Seite, und schrauben als Hobby und am Ende des Monats noch Geld übrig [emoji1303]


Gesendet von iPhone mit Tapatalk Pro
 
sampleman

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Das ist so ein bisschen wie mit den Hobbygärtnern. Von denen messen ganz viele der Buddelei im Garten auch eine ganz große Wirkung auf ihr Leben zu ("kann abschalten, ist wie Therapie für mich"). Für mich ist das einfach nur Plackerei, von der ich finde, dass es ganz gut ist, dass der Hausmeister sie für mich erledigt;-)

Ich schraube an meinem Bock nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Es macht mir keinen besonderen Spaß, ich kann es auch nicht besonders gut. Natürlich ist es ein befriedigendes Gefühl, wenn man was schraubt und es mit dem gewünschten Resultat endet, aber ich hatte auch schon viele Fälle, bei denen es anders ausging...

Ich habe Hochachtung vor Schraubergöttern, ich selbst bin aber keiner.


Viele Grüße vom Sampleman
 
HarryS

HarryS

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Bis auf ein paar Kleinigkeiten schraube ich eher nicht an meiner GS.
Als Ausgleich habe ich ein paar Streuobstwiesen zu bewirtschaften. Mein Brennholz für den Winter wird ebenfalls in Eigenregie erledigt.

Da ich gerne mit Holz arbeite bin ich in meiner Freizeit eher in meiner Werkstatt und beschäftige mich dort. Aktuell mache ich mir einen Frästisch. Sobald dieser fertig ist bekommt mein Enkel ein Bett aus Massivholz.

Danach steht ein Schreibtisch für die Enkeltochter an.

Zeit zum Schrauben bleibt da keine mehr, habe jedoch diese Woche eine Glühbine getauscht. :)

HarryS
 
B

boxerturer

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Erstmal schraube ich gerne selber , bin halt ein alter Bastler . Auch fast alle Geräte zuhause werden repariert .

Zweitens habe ich noch keine Werkstatt gefunden die gut arbeitet .
z.b
An meiner Transalp hat die Vertragswerkstatt das hintere Radlager gewechselt , nach ca 2 Jahren war es wieder defekt .
Ist halt großer Mißt wenn man 30 km von Zuhause dasteht .
Dann habe ich das selber gewechselt und es hält nach 18 Jahren noch .
Denn ich mach das Hinterrad nicht mit dem Schweißbrenner so heiß , dass das Fett rausläuft sonder nehme eine kleine el Kochplatte und hau das lager nicht mit dem Hammer rein denn davon bekommen die Laufflächen vom Lager kleine Vertiefungen in die die Kugeln bei jeder Umdrehung rein donnern . Ich ziehe die Lager mit der Radachse mit Scheiben und Buchsen durch drehen der Radmutter ein .
Man kann natürlich auch nur auf den Aussenring und mit Hilfe einer Buchse hauen .
 
RunNRG

RunNRG

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Honda Innova ANF 125
Wenn man das Lager z B. per Gewindestange einzieht, dann KEINESFALLS über den Innenring.
Einfach vom alten Lager den Aussenring nehmen, am Schleifbock ggf. den Aussendurchmesser ein zwei Zehntel kleiner schleifen. Damit wird das neue Lager nur über den Aussenring eingezogen und bleibt intakt.
 
Thema:

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