Wobei auch die 1200er Speed gegenüber der Street in Tests (z. Bsp. von MOTORRAD) regelmäßig den Kürzeren zieht - teilweise zwischen den Zeilen zu lesen, teilweise aber auch explizit so benannt. So mir in Erinnerung:
1. Das Fahrwerk der neuen Speed sei nicht nur sehr straff, sondern schlicht bretthart - zu hart für den Einsatz auf der Landstraße. Was ich bestätigen kann.
2. Bei sehr tiefen Schräglagen neige das Fahrwerk zum Wackeln. Was ich ebenfalls bestätigen kann - es wird dann schwierig, die Linie zu halten und verdirbt den Fahrspaß.
3. Die Kurbelwelle wirke wie rollengelagert. Das kann ich für die erste Generation der Neuerscheinung (inzwischen gibt es ja eine überarbeitete zweite) auch bestätigen. Fand das allerdings noch irgendwie cool, mit diesem "mahlenden" Geräusch im dritten Gang durch Ortschaften.
4. Die Fahrleistungen der Speed seien bis ca. 130 km/h (oder waren’s 140?) nur um wenige Zehntel besser als die der Street. Und zwar auch und insbesondere beim Durchzug.
Was mir gestern auf der Nordschleife bei Temperaturen über 30 Grad bei diesen großen 1200ern wieder auffiel: Sie tönen mechanisch auch nicht gesünder als die rasselnden 1000er Vierzylinder von BMW - eher kranker als gesünder.
Da lobe ich mir die 765er (RS) Street: Sie wirkt von vorne bis hinten ausgereift und besitzt keine signifikanten Schwachstellen. Den Sitz könnte man bequemer machen, und - aber holla, doch eine signifikante Schwachstelle! - das Display lesbar gestalten. Die kleine Schrift wurde schon oft gerügt, aber dass sich Lenker mitsamt Böcken nervig drin spiegeln, müsste nun wirklich nicht sein!
Da die Speed auch noch bei ungefähr derselben Maximalgeschwindigkeit wie die Street abgeriegelt ist, spricht letztlich nur noch das höhere Prestige für das große Modell. Und das edlere Design.
Gruß
Serpel