Naja, die Frage ist ja hier nach dem „Vorsatz“.
Wenn der Bauarbeiter nach getaner Arbeit den feinen Sand nich ordentlich aufkehrt, dann ist das schlimmstenfalls fahrlässig, aber er hatte ja keine niederen Beweggründe, wollte niemanden schädigen.
Bei Rapsöl, Olivenöl oder was auch immer handelt der „Täter“ vorsätzlich, es ist ihm ja nicht aus Versehen ausgelaufen. Er nimmt Körperverletzung evtl. mit Todesfolge zumindest billigend in Kauf. Auch wenn nicht alle Mordkriterien dabei nachweisbar sind, so ist es zumindest Totschlag.
Spielt aber alles keine Rolle, denn das eigentliche Problem ist, dass man den Täter idR. nicht ermitteln kann. Wenn er nicht völlig bescheuert ist, erzählt er niemandem davon und macht das Ganze bei Nacht und Nebel so, dass ihn definitiv keiner gesehen hat. Ich gehe davon aus, dass es sich wahrscheinlich um einen ortskundigen handelt, der in der unmittelbaren Nähe wohnt Und sich bestens auskennt.
Übrigens verhalten sich auch einige (nicht alle!) Landwirte wie die Sau: Häufig sehe ich kilometerlange feine Ölspuren auf der Landstraße, die dann urplötzlich rechts oder links in einen Feldweg münden. Durch die meist langsame Fahrt solcher landwirtschaftlicher Fahrzeuge wird relativ viel Öl verteilt und manchmal habe ich den Eindruck, das wird vom jeweiligen Verursacher auch billigend in Kauf genommen, bzw. Ist ihm egal. Viele landwirtschaftliche Geräte werden offenbar sehr schlampig gewartet. Vom Umweltgedanken mal abgesehen habe ich sowieso bei einigen Herrschaften dieses Berufsstandes den Eindruck, insbesondere wenn sie konventionell unterwegs sind, dass sie eher ein schizophrenes Verhältnis zur Natur haben. Das Totschlagargument „Wir ernähren die Bevölkerung!“ muss dann wieder mal herhalten.