Hallo Leute,
das wundert mich nicht, dass das Thema "Nachfolge" immer mehr zum Problem wird. Einen Nachfolger sucht man ja über einen längeren Zeitraum und nicht von heute auf morgen. Während dieser Zeit werden auch keine neuen Investitionen, etc. getätigt - wenn die Gefahr besteht keinen geeigneten Nachfolger zu haben/bekommen. Die Banken -sofern involviert - wollen den auch sehen und verhalten sich entsprechend. Folge: siehe oben.
Aus Sicht eines geeigneten Nachfolgers (den es erst mal geben muss) sieht die Sache ja in etwa so aus: Er muss den Betrieb kaufen/erben (sofern ein in Frage kommender Erbe vorhanden ist) und dann höchstwahrscheinlich noch investieren. Dieser Nachfolger braucht eine Perspektive von 20 - 30 Jahren; er wird das ja nicht nur 2 Jahre machen wollen. Und er und seine Familie müssen davon auch leben können - längerfristig. D. h. er braucht langfristig genügend Kunden, die bei ihm auch kaufen.
Wenn ich mir dann jetzt das aktuelle Umfeld anschaue (geplantes Verbrennerverbot, Verteufelung von allem was fährt -außer das Fahrrad und der hochgelobte ÖPNV, alternde - in ein paar Jahren aus Altersgründen stark reduzierte Kundschaft, wenig bis kein Nachwuchs auf der Kundenseite, Kosten- und Vorschriftenseite, etc) würde ich es mir auch dreimal überlegen in diese Branche zu investieren.
Ich kenne einige Unternehmer aus diesem Bereich, die ihren eigenen Kindern vom eigenen Job dringend abraten, obwohl sie diesen selber mit Herzblut ausüben.
Es wird interessant.
Viele Grüße vom
Johann