Mein Senf dazu:
Leicht und leicht ist leider nicht dasselbe.

Meine GSen konnte ich immer easy rangieren und wenn man mal in einer Biege nicht so richtig gezielt hatte...kein Problem-der tiefe Schwerpunkt der GS verzeiht da so manchen Schnitzer, ohne dass man Angstschweiß haben muß.
Anders dagegen meine beiden KTM 1290 SA:
Die hatten deutliche offroad-Gene mitbekommen: Leichte Front, hohe Bodenfreiheit und dazu einen Monster-Motor (im positiven Sinn), leider alles zusammen mit ziemlich hohem Schwerpunkt.
Folge: Die Käthe will genau gesagt bekommen, wo sie hin soll. Kräftiger Knieschluß ist Pflicht, ein hoch-das-Rädchen beim Überholen-normal.
Wie oft bin ich (190cm, 92kg) mit den östereichischen Raketen beim Rangieren beinahe umgekippt in der Garage...

Dabei ist die Käthe sogar etwas leichter als die GS (KTM SAS ca 238kg; K50 ca 250kg).
Doch dann bin ich die Duc Multi V4S gefahren-gekauft.
Anderthalb Jahre später die V4 Pikes Peak: Gefahren-gekauft.
Obwohl das Möbel ebenfalls 250kg (vollgetankt) aus die Straße bringt, fährt die sich unschlagbar handlich.
Der Vergleich hinkt etwas, ich weiß, denn die Pikes Peak ist genauenommen kein (semi)offroad Bike mehr.
Aber wieviele Feldweg bin ich mit einen 5-Zehntner-Klotz in 17 Jahren Adventure-Bike gefahren? Antwort: 1x die Assieta Strasse. Spass? Nicht wirklich, trotz 3x BMW Hechlingen Enduro-Training.
Meine Frau ist nach jahrelanger Suche bei der Triumph Tiger 900 onroad angekommen.
Sie wollte immer unbedingt ein Bike mit offraod-Optik, musste aber nach Jahren einsehen, dass das mit ihrer Körpergröße einfach nicht klappt. Tieferlegungen (bei KTM Adventure und der Tiger offroad) verhundsen das Fahrwerk. Da passt einfach keine Geometrie mehr und am Ende bleibt's ein Kompromiss.
Anders als beim Auto muss man leider ein Motorrad nach der Körpergröße kaufen.
Deshalb werde ich never ever einen Knieschleiffer à la S100RR besitzen - da drauf hab ich einfach keinen Platz für meine Haxen. Die MT-01 geht grad noch so.
Aber den Oldie fahr ich auch nur Sonntags

.