LKL bei der 800er - komme langsam ins Grübeln

Diskutiere LKL bei der 800er - komme langsam ins Grübeln im F 650 GS, F 700 GS und F 800 GS Forum im Bereich Motorrad Modelle; Servus Leuts, langsam komme ich etwas ins Grübeln - meine Frage dabei: Was kann ein LKL alles kaputt machen? Zum Hintergrund: Das erste LKL (vom...
tuxbrother

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Servus Leuts,

langsam komme ich etwas ins Grübeln - meine Frage dabei: Was kann ein LKL alles kaputt machen?

Zum Hintergrund:
Das erste LKL (vom Kauf der Maschine) hat 60 Tkm gehalten (hierbei auch mein TT-Tankumbau bei ca. 25 Tkm).
Das zweite hingegen bereits "nur" 30 Tkm - hierfür hatte ich aber auch das Enduro-Training mit verantwortlich gemacht. Zeitgleich war auch die LiMa fällig.

Danach hatte ich mehrere LKLs, die keine 10 Tkm mit gemacht haben. Die ersten wurden dann sogar auf Kulanz vom :) gewechselt, bei dem das zweite LKL bei 90 Tkm gewechselt wurde.

Beim dritten LKL, dass keine 10 Tkm mit gemacht hatte, bin ich dann zu meiner freien Werkstatt (zum. im BMW-Partner-Programm) und habe dort das LKL wechseln lassen. Hierbei hat der Mechaniker (KFZ-Meister) Rost im LKL entdeckt (und das nach nicht mal zwei Monaten :confused: ). Er hat nach der Geschichte dann auch nicht ein original BMW-Lager eingebaut, sondern ein alternatives.

Nun ist bei der 140.000er Inspektion (also wieder nach ca. 20 Tkm) das LKL aufgefallen und ich frage mich, was das LKL nach so kurzer Zeit (etwas über ein halbes Jahr) kaputt machen kann.

Als Zusatz-Info: Ich fahre kaum im Gelände; Schotterwege u.ä. sind aber schon eher mal drin (wie es sich gerade ergibt - z.B. Baustellendurquerungen o.ä.).
Das Moped steht ganzjährig auf der Straße und wird auch im Winter gefahren.
Bereifung variiert entsprechend der Jahreszeit und Tourenplanung von Stolle (z.B. TKC80, Mitas E-10) üder Halbstolle (wie Scout oder Mitas E-07) bis zur Straßenbereifung (z.Z. TR91).

Hätte hier vielleicht jemand einen Tipp oder Idee damit das nächste LKL vielleicht doch wieder länger hält?
 
assindia

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.....

Hätte hier vielleicht jemand einen Tipp oder Idee damit das nächste LKL vielleicht doch wieder länger hält?
Ich denke, dass das Lager nicht richtig abgedichtet ist und so Schmutz und Wasser eindringen kann.

Ist ne Vermutung.

Übrigens Fett dichtet auch ab - mal ordentlich einfetten - aber nicht so ein dünnes Fett.
 
Larsi

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spekulatius:
der monteur hat keinen innenabzieher und treibt die lagerschalen mittels dorn und hammer heraus.
dabei wird die aufnahme im rahmenkopf unmerklich beschädigt (unrund) und die neue lagerschale ist damit auch minimal unrund.
so ein lager hält nicht lange ... und wenn dann noch korrosion dazu kommt ...

abhilfe (falls mein spekulatius zutrifft)
eine lagerschale mit verringertem aussendurchmesser verwenden.
so klein, dass sie locker in den rahmen einzuschieben ist.
und diese im lenkkopf einkleben.

soweit ich weiss arbeitet zb. emil schwarz auf diese weise.

ach ja:
seewassertaugliches fett ist bei ganzjahresnutzung evtl ein zusätzlicher schutz.
 
tuxbrother

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Ich denke, dass das Lager nicht richtig abgedichtet ist und so Schmutz und Wasser eindringen kann.

Ist ne Vermutung.

Übrigens Fett dichtet auch ab - mal ordentlich einfetten - aber nicht so ein dünnes Fett.
Die Überlegung wurde schon beim letzten mal angegangen, weswegen bereits alles (scheinbar immer noch nicht) ausreichendem Fett behandelt wurde.


der monteur hat keinen innenabzieher und treibt die lagerschalen mittels dorn und hammer heraus.
dabei wird die aufnahme im rahmenkopf unmerklich beschädigt (unrund) und die neue lagerschale ist damit auch minimal unrund.
so ein lager hält nicht lange ... und wenn dann noch korrosion dazu kommt ...
Das dürfte aber dann wohl schon beim Wechsel zu den dann immer nur max. 10 Tkm haltenden LKLs passiert sein (also schon vier LKLs her), oder?
Müsste ich dann mal mit meinem Mechaniker durchsprechen.


PS.: Selber hab ich ja keine Möglichkeiten zu schrauben - fehlendes Werkzeug und fehlende Räumlichkeiten, noch nicht mal 'nen Hof um in Ruhe was machen zu können; nur eine belebte Innenstadt-Straße. :(
 
M

Mullibulli

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spekulatius:
der monteur hat keinen innenabzieher und treibt die lagerschalen mittels dorn und hammer heraus.
dabei wird die aufnahme im rahmenkopf unmerklich beschädigt (unrund) und die neue lagerschale ist damit auch minimal unrund.
so ein lager hält nicht lange ... und wenn dann noch korrosion dazu kommt ...

abhilfe (falls mein spekulatius zutrifft)
eine lagerschale mit verringertem aussendurchmesser verwenden.
so klein, dass sie locker in den rahmen einzuschieben ist.
und diese im lenkkopf einkleben.

soweit ich weiss arbeitet zb. emil schwarz auf diese weise.

ach ja:
seewassertaugliches fett ist bei ganzjahresnutzung evtl ein zusätzlicher schutz.
Hab das LKL noch nie mit Innenauszieher gewechselt, wenn man das halbwegs sorgfältig rausklopft passiert nichts, wenn sich deswegen der Rahmenkopf verformen würde, wär er eh zu weich und zu wenig stabil, da durch Belastungen sicherlich viel höhere Kräfte auf den Lagersitz wirken.
Emil Schwarz Lager wären mal ein Versuch wert, aber ich denke auch dass die Defekte von einer mangelhaften Abdichtung herrühren, dazu noch zu wenig oder falsches Fett.

Was für LKL wurden denn eingebaut Kugellager oder Kegelrollen?
 
tuxbrother

tuxbrother

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Was für LKL wurden denn eingebaut Kugellager oder Kegelrollen?
Sind Kegelrollenlager bei der Twin - wenn ich das richtig im Kopf habe. Zumindest sehen die Rollen zylindrisch aus in den Lagern. (Durfte ich mir beim letzten Wechsel selber ansehen ... und dabei im alten auch den Rost.)

Zur Zeit bin ich so weit es beim nächsten Wechsel mal mit (wie weiter oben schon empfohlen) mit seewasserfestem Fett anzugehen (soweit es mit der Werkstatt vereinbar ist).

Dabei aber auch meine Überlegung, ob es vielleicht noch weitere / zusätzliche Möglichkeiten gibt das Lager von außen besser abzudichten (z.B. mit einer Schutzkappe o.ä.) um zu verhindern dass Wasser eintritt.
Wenn hierzu jemand einen Tipp hätte ...
 
tuxbrother

tuxbrother

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Doppelpost ... warum frägt mich die Applikation neuerdings beim Antworten ob ich die Seite verlassen will (mit der Bemerkung dass dabei alle eingegebenen Daten verloren gehen können)? :confused:
 
Wolfgang.A

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Laut RepRom ist da eigentlich eine Schutzkappe dabei.

Wurden die vielleicht nicht eingebaut?
 
K

kago

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http://www.gs-forum.eu/f-650-gs-und-f-800-gs-zweizylinder-117/lenkkopflager-spiel-einstellen-108107/

moin,
ich empfehle die Lektüre des obigen Threats - da ist eigentlich alles wichtige versammelt.
Bei zu kurzer Lebensdauer tippe ich auf nicht parallel sitzende Lagerschalen. evtl liegt eine der Schalen auf einem Grad oder Span o.ä.
Einfach mal zerlegen und in Ruhe anschauen...
Die Existenz des Staubdeckels vorausgesetzt!
Und nochmal der Hinweis das es verschiedene Hersteller und damit wohl auch Qualitäten gibt.
Die Auswahl ist groß, es passen alle Lager die auch in die 2V Boxer ab 1970 passen!
Gruß kai
 
tuxbrother

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Also langsam habe ich eine kleine Liste, die ich mal in meiner Werkstatt durchsprechen will.

Angefangen von entsprechenden Fetten (die mir diesbezüglich empfohlen wurden) und alternativen Lagern, dann die Sache mit den eventuell nicht richtig parallel sitzenden Lagerschalen und dann wohl auch noch die erwähnte Schutzkappe.

Muss die Tage bald eh wieder dort vorbei ... und dann mal sehen, wie (und wann) wir die Sache angehen.

Danke schon mal für die hier geposteten Infos.
 
K

kago

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morsche,

noch ein Nachtrag.... weil ein aktueller Fall gerade in meiner Garage steht.
F800GS eines Freundes, LKL von einer guten, freien Werkstatt gewechselt - aber viel zu fest eingestellt - und nach 8000km schon wieder Schrott.
Frage: Könnte es sein das manche mit der unkonventionellen Art der Lagerklemmung etwas überfordert sind?

Immerhin wird hier nicht, wie allgemein üblich, Grobschlossertechnisch mit Mutter und kontern gearbeitet, hier wird das Lager gegen die Gabelbrücke "gespannt".
Was perfekt funktioniert aber evtl manche Edelschrauber nicht so vor Augen haben. Man könnte mal drauf achten.

Und: zum Aus- bzw Einbau braucht es absolut kein Spezialwerkzeug.
In der unteren Brücke sind sogar Löcher zum austreiben der Schale. Zum eintreiben der Schalen habe ich, wie immer, die alten als "Dorn" benutzt. Völlig easy, Schrauberbasics, sozusagen :cool:

Gruß kai
 
tuxbrother

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War ja jetzt bei meiner Werkstatt und hab das mit meinem Mechaniker mal durch gesprochen.

Grobe Unregelmäßigkeiten (das die Lager nicht plan wären oder Schäden durch falsches Austreiben) sind ihm bei den letzten Wechseln nicht aufgefallen. Auch hat er selber LKL-Sätze eingebaut, bei denen Schutzkappen mit einer zusätzlichen Gummidichtung dabei sind.

Aber es wird beim nächsten Wechsel ein anderes Fett eingesetzt, dass wasserbeständiger seien soll. (Selber haben sie sich innerhalb der Werkstatt darüber Gedanken gemacht und hierfür ein entsprechendes Fett sich zugelegt: https://www.liqui-moly.de/liquimoly/produktdb.nsf/id/de_3553.html Dieses setzen sie jetzt generell für entsprechende Lager ein.) Die Hoffnung ist damit die Rost-Problematik in den Griff zu bekommen - denn das war bei den letzten Wechseln die Auffälligkeit.
 
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