Hi
Was ich bei allen E-Fahrzeugen nicht verstehe egal ob Vier- oder Zweirad ist die Preispolitik.
Verdammt noch mal da doch viel weniger Bauteile in einem E-Motor sind als wie in einem Verbrenner mĂŒssten doch diese E-Fahrzeuge generell gĂŒnstiger als Verbrenner sein.
Kalkulation ist nicht Deine StÀrke?
Nimm einfach mal an Du wĂŒrdest "herumsitzen" und ein Motorrad konstruieren. Du brauchst Zeit (fĂŒr die Du bezahlt werden möchtest) und Du wirst ein paar Konstruktionen bauen (lassen) und testen. Das gibt's auch nicht fĂŒr lau. Dazu musst Du Dir ĂŒberlegen ob Du gleich eine Grossserienfertigung aufbauen willst und teuere Zieh-, Guss- und Schmiedeteile anstrebst oder eine einfache Schweisskonstruktion aus Kantteilen (Nur so als Orientierung: Ein Tiefziehwerkzeug fĂŒr einen Golf-KotflĂŒgel kostet ca 300 . . 400 TEUR).
Dann brauchst Du noch Werbung weil sonst ja niemand Dein Produkt kennt.
100 TEUR sind also blitzschnell weg ohne dass Du 1 EUR eingenommen, geschweige denn verdient hast.
Jetzt rechnest Du vorsichtshalber mit einer Absatzgrösse von 20 StĂŒck die Dich zum Bauen je 1000 EUR kosten. Ăblich sind fĂŒr den Vertrieb, Gewinn, etc. 100% Aufschlag auf die reinen Baukosten. Also 2000 EUR.
Passt?
Naja, Deine Entwicklungskosten möchtest Du natĂŒrlich auch wieder haben. Die schlĂ€gst Du auf den Verkaufspreis auf und "tatata", schon kostet das Mopped 7000 EUR!
Ein etablierter Verbrennerhersteller hat auch diese 100 TEUR Entwicklungskosten fĂŒr ein neues Modell, stellt dann aber 50 000 dieser Dinger her und schlĂ€gt pro StĂŒck nur 2 EUR Entwicklung auf!
Die Zahlen kannst Du beliebig variieren, das Problem liegt an den hohen Entwicklungskosten fĂŒr eine kleine StĂŒckzahl.
gerd