Reiseboardcomputer setzt sich nicht automatisch zurück

Diskutiere Reiseboardcomputer setzt sich nicht automatisch zurück im R 1300 GS Forum im Bereich Motorrad Modelle; Hallo zusammen, der Boardcomputer meiner 1300er GS verhält sich merkwürdig. Erst hatte ich das Problem, dass der Durchschnittsverbrauch bei...
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stephanw

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Hallo zusammen,

der Boardcomputer meiner 1300er GS verhält sich merkwürdig.

Erst hatte ich das Problem, dass der Durchschnittsverbrauch bei jedem „Zündung aus“ einen Reset durchgeführt hat und neu für die neue Fahrstrecke berechnet wurde, alle anderen Werte aber blieben Ich habe dann beide Boardcomputer komplett zurückgesetzt und nun macht es das nicht mehr. Jetzt habe ich noch das Problem, dass sich der Reiseboardcomputer sich nicht automatisch zurücksetzt, wenn ich diese Funktion aktiviert habe und die Bedingungen zum Zurücksetzen erfüllt sind.

Kennt einer von Euch diese Probleme mit dem Boardcomputer und wie kann man es beheben?

In der Bedienungsanleitung steht dazu folgendes und so war das auch bei meiner R1250GS:

„Ist Autom. zurücksetzen gewählt, wird der Reisebordcomputer automatisch zurückgesetzt, wenn nach Ausschalten der Zündung mindestens 6 Stunden vergangen sind und sich das Datum geändert hat.“

Viele Grüße

Stephan
 
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Joerg1952

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Ja, genau dieses Problem mit dem Reisebordcomputer hatte ich an meiner R 1250 RS auch. Ist allerdings schon 4 Jahre her. Geholfen hat letztlich nur eine Software-Update worauf ich Monate warten musste da BMW noch nicht soweit war.
Anscheinend hat BMW das Problem seit Jahren nicht endgültig gelöst.
 
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stephanw

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Vielen Dank für Deine Antwort Jörg! Dann mache ich erst einmal nichts und rege mich nicht weiter über die halbseidene Software von BMW auf. Den Vogel abgeschossen hat diese unsäglich unausgereifte BMW Software beim ASA beim Beschleunigen auf der Landstraße, als sie mir mit einer roten Meldung Getriebestörung den Antrieb abgeschaltet hat. Nach Ein- und Auschalten der Zündung konnte ich wieder einen Gang einlegen und seit 1.300 km fährt sie wieder störungsfrei. Wenn ich von meiner Norwegentour zurück bin, werde ich darauf drängen, dass BMW die Software noch einmal neu aufspielt!
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LP4zu6XE

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Moin Stephan,

hast Du das auch schon Deinem Händler kommuniziert? Würde mich mal interessieren, was der/die sagen. Ich hatte mit meiner Navi Aufnahme ähnliche Probleme, erst hielt man mich für.... eine Woche später, das Problem ist BMW bekannt, die Lösung auch schon da.

Grüße Oliver
 
TomasTR1

TomasTR1

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Ich habe dasselbe Problem. Konntest du es schon lösen? Im Servicecenter wurde die Software bereits viermal neu aufgespielt, aber das hat nichts gebracht. Außerdem werden die Einstellungen unter dem Hamburger-Menü nicht gespeichert. Am nächsten Tag ist ACC immer noch da.
 
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camalot

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Fahre nun seit vier Jahren eine BMW R 1250 GS und hatte in dieser Zeit folgende Probleme:

Der Luftdruck hinten wurde teilweise viel zu niedrig angezeigt, der Notruf fiel aus, der Durchschnittsverbrauch war völlig unplausibel und der Bordcomputer stellte sich nicht zurück. Diese Fehler treten nicht ständig auf, sondern schätzungsweise zwei Mal pro Jahr. Ich hatte dann immer die Hoffnung, dass es kurze Zeit später wieder funktioniert – und so war es bisher auch. Ärgerlich ist es trotzdem.

Beim Freundlichen habe ich gar nicht erst nachgefragt, weil dort außer einem neuen Update ohnehin nichts gemacht wird. Dafür soll man dann auch noch bezahlen, und nach einiger Zeit taucht der Fehler wieder auf. Also nichts gewonnen – außer Geld ausgegeben.
 
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stephanw

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Ich habe dasselbe Problem. Konntest du es schon lösen? Im Servicecenter wurde die Software bereits viermal neu aufgespielt, aber das hat nichts gebracht. Außerdem werden die Einstellungen unter dem Hamburger-Menü nicht gespeichert. Am nächsten Tag ist ACC immer noch da.
Nein, leider ist bei meiner GS das Problem mit dem sich selbstständig rücksetzenden Boardcomputer immer noch nicht gelöst. Mein Händler sagte, er könne nichts machen und ich müsste bis zum nächsten Software Update, das im Januar verfügbar wäre, warten.

Da auch das Problem mit dem ASA, das meines Erachtens ein Konstruktionsfehler ist, auch nicht gelöst worden ist und das Fahrzeug mir auch ein weiteres Mal den Antrieb abschalten wird, habe ich es abgemeldet und einen Anwalt zur Rückabwicklung des Kaufs beauftragt, der jetzt die Klage vor dem Landgericht vorbereitet. Mit dem Problem mit dem Bordcomputer und dem ASA ist mein Fahrzeug im Moment unverkäuflich, da ich diese Mängel dem Käufer angeben muss. BMW verhält sich leider alles andere als kundenfreundlich. Ich rate Dir dringend, die Nachbesserungen zu dokumentieren, am besten von der Werkstatt bestätigen lassen und vor allem dich nicht auf ein neues Software Update, das vielleicht gar nicht das Problem löst, vertrösten zu lassen. Für mich ist nach 15 Jahren BMW mit fünf Neumotorrädeen endgültig Schluss. Für 30.000 Euro den Testfahrer zu spielen und dann noch mit Problemen im Regen stehen gelassen zu werden, mache ich nicht mehr mit.Wenn Du weitere Details zur Rückabwicklung benötigst, schreibe mir eine PN. Ich kann dir gerne dabei helfen. Viermal Aufspielen neuer Software um die Bordcomputer Problematik zu lösen, sind vier Nachbesserungen. Das ist mehr als genug, was du tolerieren musst.
 
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TomasTR1

TomasTR1

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Vielen Dank für die Information. Ich werde es am Mittwoch in die Werkstatt bringen. Nach unserem Gesetz muss das Problem innerhalb von 30 Tagen behoben werden, andernfalls werde ich vom Vertrag zurücktreten und eine Rückerstattung verlangen.
 
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stephanw

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Bei uns in Deutschland ist das leider in der Praxis nicht so, wie ich jetzt selbst erfahren musste. Recht haben und es bekommen sind zwei paar Schuhe. Deshalb empfehlen ich Dir alles gut zu dokumentieren und versuchen, das ganze irgendwie gütlich mit dem Händler zu regeln.

Nach dem zweiten erfolglosen Nachbessrungsversuch hat man auch in Deutschland das Recht vom Kaufvertrag zurückzutreten. Man muss aber die beiden erfolglosen Nachbesserungen gerichtsfest dokumentiert haben und dem Händler schriftlich mit einer Frist üblicherweise zwei Wochen mitteilen, dass man eine Rückabwicklung vom Kaufvertrag verlangt. Stimmt er zu und versucht eine gütliche Lösung zu finden, ist alles in Ordnung. Antwortet er nicht oder lehnt das ab, ist er im Annahmeverzug. Dann bleibt einem nur noch der Klageweg. Das ist bei dem Wert, den die GS hat, das Landgericht. Ohne Rechtschutzversicherung würde ich das nicht machen, weil die Prozesskosten schnell auf Größenordnungen von 7.000 bis 10.000 Euro steigen können. Der Mangel mit dem Bordcomputer kann vom Richter auch einmal als Komfortmangel gewertet werden. Das ist dann ein unerheblicher Mangel, der zwar beseitigt werden muss, aber kein Rückabwicklung des Kaufvertrages rechtfertigt. Selbst bei sicherheitskritischen Mängeln, wie der mit dem ASA ist nicht zu 100% sicher, dass man den Prozess gewinnt.

In meinem Fall bleibt mir aber keine andere Wahl mehr, da mein Anwalt mir dringend dazu geraten hat, das Motorrad wegen des mir bekannten Mangels nicht mehr zu nutzen. Sollte ich durch das wiederholte Auftreten des ASA Fehlers einen Unfall erleiden, zahlt keine Versicherung, da das von mir grob fahrlässig gewesen ist, noch mit dem Motorrad zu fahren.
 
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BullPack_AT

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Eine Klage ist so eine Sache ... klar gibt es Regelungen und Gesetze - aber bei mir in Österreich würde ich einem Mandanten so eine Klage nicht empfehlen. Das Gericht wird in der Regel einen Sachverständigen beauftragen, das Motorrad zu untersuchen. Das ist Kosten- und Zeitintensiv.
Auch ich hatte schon mal echt die Nase voll (ASA - hakelige Schaltung) aber mit meiner Werkstatt im Rücken wurde auch das gelöst.
Einen Konstruktionsfehler bei ASA sehe ich nicht - denn dann wären hier die Foren voll von diesem Problem.
Was ich aber immer mache ist - kaum aus der Stadt raus - nur noch M Modus !!! ASA in D ist top in der Stadt. Aber auf Landstraßen - vor allem bergauf - kann ASA im D Modus echt ein Spaßkiller sein !
 
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stephanw

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Ja, in meinem Fall ist der gerichtsfeste Beweis eigentlich schon erbracht. Erstens sind drei nicht zielführende und dokumentierte Nachbesserungsversuche erbracht worden, die auch vom Händler bzw. BMW selbst dokumentiert wurden . Und zweitens hat BMW Motorrad mit Hilfe der in der BMW Cloud abgespeicherten Logfiles des letzten der zwei Vorfälle, bei dem mir der Antrieb abgeschaltet worden ist, analysiert und festgestellt, das unplausible Signale des hinteren ABS Sensors dazugeführt haben, dass die ASA Steuerung zum Komponentenschutz dann den Antrieb abgeschaltet hat. Sie haben das mir auch noch schriftlich in einer offiziellen Mail mitgeteilt. Hier wird also Bauteilschutz vor Personenschutz gestellt und das entspricht meines Erachtens nicht dem Stand der Technik, der in der ISO Norm zur funktionalen Sicherheit von Motorrädern ISO 26262-12 beschrieben ist. Das Problem ist meines Erachtens nicht durch ein Software Update zu lösen, da dem ASA beim Ausfall oder nicht korrekt arbeitenden hinteren ABS zum Beispiel zur Verhinderung des blockierens des Hinterrades, bei einem mechanischen Problem den Antrieb trennen muss. Lösen kann man dieses Problem nur, wenn man eine Redundanz einbaut, sodass diese extrem wichtige Regelgröße zweimal zur Verfügung steht. Das ist zum Beispiel bei jedem modernen Auto mit elektronischem Gaspedal zwingend vorgeschrieben, dass das Gaspedal zwei unabhängig arbeitende Potentiometer hat, um die Stellung des Gaspedals auch messen zu können, wenn eines davon ausfällt.

Es ist bei meinem Fall ziemlich klar, dass eine massive sandige Verschmutzung durch Regenfahrten auf nordskandinavischen Straßen zu diesem unplausiblen Sensor-Werten geführt hat. Nachdem ich bei meinem Motorrad in einer Waschbox nach den beiden Vorfällen, den sandigen Schmutz beseitigt habe, weil er mich persönlich gestört hat, ist das Motorrad fehlerfrei über 7.000 km gefahren.

Da das Problem nur sporadisch bei oder nach Regenfahrten auftritt, ist auch der Grund, warum nur sehr wenige Fahrer von dem Problem betroffen sind. Einige werden es, wie ich erst auch, als einmalige Elektronikstörung abtuen und unbekümmert weiter fahren. Und ich als Diplom Ingenieur bin da halt kritischer als der Normalbürger. Ich habe das jetzt auch dem KBA und dem ADAC gemeldet, weil das sehr gefährlich werden kann und das von unabhängigen Experten untersucht werden sollte, um auch die Fahrer zu schützen, die das ganze etwas laxer sehen. In der Kurve beim Hochfahren einer Bergstraße ist der Sturz vorprogrammiert und beim Überholen kann man mit dem Gegenverkehr kollidieren, wenn der Antrieb plötzlich nicht mehr da ist.

Wenn man das aber zweimal als Fahrer einer nagelneuen Maschine - Gott sei Dank ohne Unfall - erlebt hat, wird man nachdenklich und man fühlt sich unsicher mit dem Teil zu fahren. Potentiell bei oder nach jeder längeren Regenfahrt kann so eine Abschaltung des Antriebs wieder passieren. Selbst wenn man so wie ich, nur im M Modus fährt, kann man das technisch nicht ausschließen. Da ich das jetzt weiß, dass nur technisch ungeeignete Reparturmaßnahmen durchgeführt worden sind und ich selbst das zweimal erlebt habe, dass die Maschine mir plötzlich und unerwartet den Antrieb abschaltet hat, kann man mir bei einem dadurch entstandenen Unfall grobe Fahrlässigkeit vorwerfen. Außerdem habe ich einen hohen finanziellen Verlust, wenn ich die Maschine verkaufen würde. Der einzige Weg für mich ist leider jetzt der Klageweg, um aus diesem Dilemma überhaupt herauszukommen. Und das sieht mein Anwalt genauso.
 
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stephanw

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Ja, der Händler hat sogar mein Angebot abgelehnt, dass ich ihm übliche Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer zahle und bei ihm eine neue GS ohne ASA bestelle. Er ist wohl bereit mir die GS ganz normal in Zahlung zu nehmen, wenn ich bei ihm wieder eine neue Kaufe, aber das will ich nicht, da der Wertverlust nach fünf Monaten extrem hoch ist und ich persönlich das ja alles nicht zu verantworten habe. Ich habe das Gefühl das BMW hier keinen Präzedenzfall statuieren will.
 
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Uli G.

Uli G.

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Lösen kann man dieses Problem nur, wenn man eine Redundanz einbaut, sodass diese extrem wichtige Regelgröße zweimal zur Verfügung steht. Das ist zum Beispiel bei jedem modernen Auto mit elektronischem Gaspedal zwingend vorgeschrieben, dass das Gaspedal zwei unabhängig arbeitende Potentiometer hat, um die Stellung des Gaspedals auch messen zu können, wenn eines davon ausfällt.
Naja, egal ob Redundanz oder nicht, kommt es doch aber letztlich darauf an, was man aus der gewonnenen Information bzgl. der Plausibilität macht. Beim Gaspedal, oder Gasdrehgriff, ist eine Überwachung ganz sicher sinnvoll (nicht daß der unerschrockene Fahrer feststellen muss, daß das Vehikel, trotz nicht betätigten Gaspedales, oder komplett geschlossenem Gasdrehgriff wie blöde beschleunigt 😞). Harley nutzt dazu zwei gegenläufige, von der Stellung des Gasdrehgriffes abhängige, Spannungssignale. 0-5V, und 5-0V, und die müssen addiert immer 5V ergeben, innerhalb eines sehr kleinen Fensters. Weicht die so ermittelte Kontrollgröße zu weit von den 5V ab, geht die Motorsteurung in ein Notlaufprogramm, der Motor dreht nur noch zaghaft hoch, und die mögliche Endgeschwindigkeit liegt bei 45-50km/h. Ist beim Überholen auch nicht so prickelnd, verhindert andererseits wirksam, daß unkontrolliert beschleunigt wird.
Bei fehlendem, oder unplausiblen ABS-Signal verstehe ich nicht, warum man den Antrieb abschaltet. Warnmeldung an den Fahrer, ABS-Leuchte an, sollte doch wohl reichen. "ABS funktioniert nicht, Traktionskontrolle funktioniert nicht", sollte doch als Info für den Fahrer reichen, um nicht mehr wie blöde am Draht zu reißen (falls der Fahrer dann ein durchdrehendes Hi-Rad nicht bemerkt, sollte er besser Schmetterlinge züchten ;)), oder Bremsgriff, bzw. ~pedal bis zum Anschlag zu betätigen.
Wenn man, aus welchen Gründen auch immer, mechanische Probleme befürchtet, könnte man ja auch eine "Restfahrstrecke" zur Verfügung stellen, um von der Straße verschwinden zu können, bevor nichts mehr geht.

Uli
PS
ABS-Ausfall habe ich bei einem Fahrsicherheitstraining erlebt, bei dem eine Ducato-Fahrerin mit bereits leuchtender ABS-Leuchte ankam. Auf trockenem Grund kein Problem, da brachte sie die Räder praktisch nicht zum Blockieren (wegen zu geringen Gewichtes hätte sie sich wohl auf das Bremspedal stellen müssen, um das zu erreichen 😉), anders auf der nassen Platte. Da brachte sie die Räder zum Blockieren, und blieb auch tapfer auf dem Bremspedal stehen, bis das Gefährt "ausgerutscht" war 😞. In dem Fall hätte komplettes Abschalten des Vortriebs, nach kurzer Restfahrstrecke, allen anderen Verkehrsteilnehmern zu größerer Sicherheit verholfen 😀!
 
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stephanw

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Das Problem ist hier, dass beim BMW ASA Getriebe das Signal des ABS Sensor am Hinterrad für die Getriebesteuerung genutzt wird. ASA heißt Automatischer Schaltassistent und es gibt keine Kupplungshebel mehr. Kupplung und das Getriebe werden von sogenannten Aktuatoren, das sind kleine Elektromotoren, bedient. Für die Steurung bzw. Regelung des Getriebes wird das Kurbelwellensignal, Getriebeeingangswellensignal und das Signal des ABS Sensors am Hinterrad genutzt. Fällt der hintere ABS Sensor aus oder liefert er zum Beispiel durch Verschmutzung ein unplausibles Signal fehlt der Getriebesteuerung eine sehr wichtige Regelgröße. Die Getriebesteuerung kann den Schlupf des Hinterrades nicht mehr berechnen und weiß nicht mehr, ob es blockiert. Daher geht sie in den Störungsmodus und unterbricht schlagartig den Antrieb, in dem Zwangsweise der Leerlauf eingelegt wird. Der Fahrer kann das Motorrad nur noch ausrollen lassen. Dann ist zwar, der Bauteilschutz gewährleistet, nicht aber der Fahrerschutz. Ein sich plötzlich abschaltender Antrieb kann beim Motorrad zum Sturz führen. Das schlimme ist, dass hier offensichtlich gespart wurde. Das Getriebe hat einen Eingangswellensensor, aber keinen Ausgangswellensensor. Hierfür wird der ABS Sensor am Hinterrad genutzt. Und das ist das Problem. Bei dem letzten Vorfall gab es gleichzeitig auch eine ABS und DTC Störungsmeldung. Ein Ausfall dieser Systeme ist aber kein Problem, weil man ja noch normal bremsen kann, halt ohne Antiblockiersystem . Ein verschmutzter ABS Sensor kann bei der GS mit ASA einen plötzlichen und unvorhersehbaren Antriebsverlust auslösen, weil sein unplausibles Signal zur Abschaltung des Antriebs führt. Das darf bei einem modernen Motorrad einfach nicht passieren. Bei einem Überholvorgang auf der Landstraße kann das bei einer Kollision mit dem Gegenverkehr tödlich enden!
 
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2highlander

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Meines Wissens funktionieren ABS Sensoren nach dem Induktionsprinzip, will heissen sie arbeiten passiv und enthalten vom Aufbau her lediglich einen Magneten mit Drahtwicklung als Lieferant für eine bestimmte Anzahl von induzierten Impulsen pro Radumdrehung.

Dass so was allein wegen äusserer Verschmutzung ausfällt halte ich schlicht und ergreifend für unmöglich. Wenn Du aber mit Verschmutzung eindringende Feuchtigkeit und das damit verbundene zerstörerische Werk meinst bin ich schon eher bei Dir.
 
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stephanw

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Da habe ich schon etwas Recherche-Arbeit hereingesteckt:

Mir ist innerhalb von fünf Tagen in Nordnorwegen zweimal vom ASA der Antrieb durch eine plötzlich und unvorhersehbare Zwangseinlegung des Leerlaufs abgeschaltet worden, laut Analyse von BMW Motorrad selbst aufgrund von einem unplausiblen Sensorsignal des hinteren ABS Sensors. Drei Tage nach dem letzten Vorfall habe ich das Motorrad in einer Waschbox mit einem Hochdruckreiniger gewaschen und danach bin ich 5.000 km nach Hause gefahren und danach noch einmal 2.000 km und in Deutschland noch einmal 2.000 km. Dabei ist keine Störung mehr aufgetreten.

Dann habe ich mir die Frage gestellt, warum ist das mit diesen zwei Antriebsabschaltungen durch ein unplausibles Sensorsignal gerade in Nordnorwegen passiert:

Meine GS war durch tagelange Regenfahrten sehr stark mit einem ziemlich sandigen Belag verschmutzt. Ich habe dann recherchiert, ob eine Verschmutzung ABS Sensoren beeinträchtigen können und ich habe Informationen gefunden, die bestätigen, dass das gerade bei Reiseenduros, die auf nassen Schotterwegen bewegt werden, ein nicht gerade unbekanntes Phänomen sein soll. Ich bin aber meist über befestigte, aber ziemlich schmutzige Straßen gefahren. Das sah man auch an den Autos, die dort herumfuhren. Die sahen alle aus, als wären sie durch eine Kiesgrube gefahren. Und dann habe ich noch die Information bekommen, dass auf nordischen Straßen im Frühjahr oft ein Film aus feinem Granitabrieb, Streusand und Resten von Wintersalz ist. Dazu kommt Metallstaub von Spikereifen und Bremsbelägen. Der ABS-Sensor ist magnetisch. Genau diese eisenhaltigen Partikel bleiben an der Sensorfläche und in den Lücken des Geberrads hängen. Trocken stört das wenig. Nach längerem Regen wird daraus ein Schlamm, der den Luftspalt schließt oder Impulse verschluckt. Das Steuergerät sieht dann eine unplausible Raddrehzahl, schaltet ABS ab und bei der 1300er GS mit ASA eben auch zwangsweise in den Leerlauf.

Was mich hier stört, ist nicht dass das ABS kurzzeitig durch einen verschmutzten ABS Sensor ausfällt. Damit kann jeder Fahrer umgehen, er kann ja nach wie vor bremsen und kriegt die Störung des ABS angezeigt. Und dafür war der ABS Sensor von je her ausgelegt. Ein Ausfall dieses Sensors ist bei dieser Anwendung verkraftbar. Wenn dieser Sensor, aber für eine sicherheitskritischere Anwendung ohne jedwede Redundanz genutzt wird, wie für ein automatisiertes Schaltgetriebe der 1300er GS, was dem Fahrer einen zuverlässigen und immer beherrschbaren Antrieb zur Verfügung stellen muss, weil sonst Sturz und Unfallgefahr besteht, ist das ein gravierendes Sicherheitsproblem.
 
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TomasTR1

TomasTR1

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Vorgestern habe ich alle Einstellungen zurückgesetzt. Deshalb musste ich alles neu einstellen. Und gestern war alles so, wie es sein sollte! Die unter der Schnellwahl-Taste gespeicherten Einstellungen waren noch da! Auf dem Trip2 hatte ich 2 km zurückgelegt, und auch dieser Wert war auf Null zurückgesetzt worden! Muss man nach einem Software-Update vielleicht alles neu einstellen, damit die Einstellungen gespeichert werden?
 
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Reiseboardcomputer setzt sich nicht automatisch zurück

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