Sonntagslärmfahrverbote....

Diskutiere Sonntagslärmfahrverbote.... im Motorrad allgemein Forum im Bereich Community; schließt sich das nich eh aus? :rof3l:
Schlammzwerg

Schlammzwerg

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Ich kann schon differenzieren zwischen dem sinnvollen Vorschlag einer Lärmreduzierung und dem unsinnigen Ansinnen eines Fahrverbotes.
Fralind hat es so dargestellt, als gäbe es nur einige wenige, die sich trauen kritisch zu schreiben. Und die Wenigen sind natürlich weder von links, noch von grün vereinnahmt.
Das ist eben falsch. Er kann sich nur nicht vorstellen, dass man als Grüner oder Linker tatsächlich noch einen Verstand besitzen und auch gegen solche Maximalforderungen sein kann.
schließt sich das nich eh aus? :rof3l:
 
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der_brauni

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Wie sagte Anna am Sonntag, 1000 Mrd sollen es sein und Deutschland ist die größte Volkswirtschaft der Welt.
War das nicht die, die den Strom im Netz speichern wollte?
Und mit den Kobolden in den Batterien?
Gut, man kann ja nicht alles wissen, aber wer etwas Verstand hat, sollte, wenn er keine Ahnung hat, einfach mal die .......

Gruß Thomas
 
boxerneuling

boxerneuling

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'00 1150 GS
Hier dürfen sich Motorradfahrer, Anwohner und Polizei eine schöne Schlammschlacht bieten, dabei haben ganz klar die Hersteller und die Zulassungsbehörden versagt. Neue Motorräder müssen sich nur in wenigen Fahrzuständen an die Lärmemissionen halten, was von den Herstellern mittels Klappenanlage auf zwei und vier Rädern eingehalten wird. In allen anderen Fahrzuständen bollert dermaßen das Konzert los, dass man sich schon fragen muss an wen sich so ein Produkt richtet. Natürlich noch weiter ab Werk aufrüstbar.

Ich finde es unmöglich, dass Motorradfahrer scheinbar nicht bereit sind sich mit ihrer eigenen Zunft auseinander zu setzen und sich Argumente mal unvoreingenommen anhören. Immer wird maximal emotional und zunehmend auch mit Hass, Hetze und mit Steighilfer rechter Gruppierugen ("Rattenfänger") unreflektiert Partei ergriffen.

Ich halte eine Verschärfung der Führerscheinregelung für Sinnvoll - kein Direkteinstieg soll mehr für offene Maschinen möglich sein. Meiner Meinung nach muss in jedem Fall für mindestens zwei Jahre eine gedrosselte Maschine auf sich zugelassen haben ehe man offen fahren darf. Das dürfte das größte Problem an der ganzen Geschichte verringern (das eigene Ego und die schnelle Verfügbarkeit von 200-PS-Maschinen). Ebenso müssen umweltbelastende Hobbies stark verteuert werden, angefangen von leistungsstarken Kfz, Flugreisen oä. Rücksichtsloses Verhalten ist viel zu billig, kaum Sanktioniert und die Täter handeln mit Vorsatz.
 
sneaky_p

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Ich halte eine Verschärfung der Führerscheinregelung für Sinnvoll - kein Direkteinstieg soll mehr für offene Maschinen möglich sein. Meiner Meinung nach muss in jedem Fall für mindestens zwei Jahre eine gedrosselte Maschine auf sich zugelassen haben ehe man offen fahren darf. Das dürfte das größte Problem an der ganzen Geschichte verringern (das eigene Ego und die schnelle Verfügbarkeit von 200-PS-Maschinen).
Gibt‘s das nicht schon lange? So seit den Neunzigern?
 
boxerneuling

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Gibt‘s das nicht schon lange? So seit den Neunzigern?
Nicht ganz, ab 24 darf man direkt einsteigen und in anderen Fällen muss man nur zwei Jahre warten, aber nicht beweisen dass man auch nur einen Meter gedrosselt gefahren ist.
 
sneaky_p

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Bis 44KW. Das sind jetzt keine 200PS-Boliden...
Und man musste meines Wissens nach noch nie Fahrpraxis nachweisen.
 
sneaky_p

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Dein Vorschlag wäre welcher? Wieviel kw, wieviel km Fahrpraxis? Und wie erfolgt der Nachweis über die Fahrpraxis?
 
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pudl

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Ich habe mich zwar nicht von Anfang an durchgelesen; da ist jede Menge nicht zielführende Polemik, Emotion usw dabei und ich habe weder soviel Bier, noch Chips im Hause. Schließlich sind die Doofen ja immer nur die Anderen, die zwar eine eigene Meinung haben dürfen, wenn sie nur mit der eigenen deckungsgleich ist. Aber

#703
hier finde ich ein paar nette und sinnvolle Ansätze.
Verursacht haben den Spaß die Hersteller, weil sie verkaufen wollen. Und P(otenz)S sind geil. Das Ganze natürlich auf Druck der Verbraucher, ob jetzt auf 2 oder auf 4 Rädern, die die geilen PS nicht annähernd auf die Straße, aber an jeden staunenden Stammtisch bringen können. Das Ganze natürlich unter dem Schutzmäntelchen der entsprechenden Behörde. Irgendwie erinnert mich das an die war-das-Huhn-oder-das-Ei-zuerst-da- oder auch die Düngemittel-Diskussion Bauer-Verbraucher-Behörde; wer ist Schuld an zB. hohen Nitratwerten im Grundwasser.


Daraus ergibt sich der Wunsch nach etwas mehr Sorgfalt bei der Erstellung diverser Vorschriften; wenn diese schon gemacht werden sollen, dann aber bitte richtig, bis zum Ende ge- und durchdacht. Wobei wir nicht nur hier an behördliche Grenzen zu stoßen scheinen. Aber damit wäre der Lärm zumindest eingeschränkt.
Zudem eine Verschärfung der Ausbildung und Prüfung. Stufenführerschein! Aber wieso nur bei Motorrädern? Auch Autos werden durch Unerfahrenheit gefährlich. Zuviel Individualverkehr haben wir sowieso. Und einzudämmen wäre dieser durch erschwerten Zugang statt durch Schikane der bereits lizensierten Teilnehmer auch einfacher. Letztere zu regelmäßigen, lizenzverlängernden Überprüfungen und Fortbildungen zu zwingen, würde diejenigen altersunabhängig aussieben, die den andern das (Verkehrs-) Leben erschweren. Usw. Usw.

Schlussendlich hätten wir dann nicht nur leisere Fahrzeuge, sondern auch sich immer weiter reduzierenden, lärmverursachenden Individualverkehr.
Natürlich müssen, wie fast immer, ALLE Beteiligten den Besen auch mal vor der eigenen Tür schwingen. Man braucht keine PS-Monster auf der Straße; auch mit 100 PS kann man flott unterwegs sein und kann diese sogar ansatzweise voll nutzen, auf 4 Rädern wären vielleicht ein paar Pferde mehr chic. Dafür muss anerkannt werden, das sich Erholung oder Entspannung unterschiedlich definieren kann; der Eine sitzt im Garten, der Andere zB. auf dem Moped. Beide haben das gleiche Recht zu ihrem Tun, zu ihrer Entspannung. Und über dem Ganzen thront der Staat mit seinen Behörden, die alles richtig toll steuern (dieser Anspruch wird ja auch zu jeder möglichen/unmöglichen Angelegenheit erhoben) und auch konsequent überwachen, damit alle lächeln können.
Klar, kann auch mich treffen, aber das muss es mir wert sein! Solange darf ich aber immer und überall rücksichtsvoll (Achtung! Hier war das ZAUBERWORT versteckt!) mopedln.

So, und nun los mit dem Shitstorm (evtl auch bei Bier und Chips).
 
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der_brauni

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Ja Pudel,
damit hast du dir einen Scheißsturm verdient.
In deinem Vortrag steckt ja viel Wahres, beachtenswert aber ist die Sache mit dem Henne-Ei-Problem, was ich aber ganz anders sehe.
Für mich ist in erster Linie der Nutzer bzw. der Kunde die maßgebliche Einheit in diesem Problemfeld.
Dieser ist es schließlich, welcher entscheidet, ob er ein leises oder lautes bzw. ein starkes oder schwaches Motorrad fährt. Er entscheidet auch wo er fährt, wie oft er fährt und wann er fährt.
Mit dem rechten Drehgriff entscheidet er wie schnell er fährt und auch nicht unmaßgeblich wie laut er fährt.
Und er entscheidet auch ob und wie er den Zustand seines serienmäßig erworbenen Moppeds verändert
Ich bleibe bei meiner Grundthese, dass wir als Gemeinschaft und auch jeder Einzelne viel dazu beitragen kann, wie sich der motorosierte Zweiradspaß in Zukunft entwickelt.
Das heißt aber nicht, dass wir alles hinnehmen müssen, was andere Gruppen, die ja auch nigs Anderes machen als ihre "egoistischen" Interessen zu vertreten, an Einschränkungen für uns durchsetzen wollen.

Gruß Thomas
 
K82

K82

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Ironie: Gut, dann kaufe ich mir also ein Elektromoped für das Wochenende. Unter der Woche nehme ich mir dann die Kleine, hab ja Zeit. Es wird nicht ausbleiben, dass man auch durch Ortschaften fahren muss. Wenn man dann an einen Zebrastreifen kommt, den Oma Lüdenscheid gerade überqueren will, und beinahe einen Herzinfarkt erleidet weil sie mich nicht gehört hat, dann ist das schon mal eine Ansage. Also gut, dann bau ich mir halt ein Topcase ans Elektromoped mit eigener Batterie darin um ein Soundmodul anzuschließen, weil man mich ja nicht hört. Das nächste mal bekommt Oma Lüdenscheid dann wirklich einen Herzinfarkt weil mein Soundmodul auf Presslufthammer, oder noch besser auf Alarmstart eines LEO 2 eingestellt ist. Das wär dann wohl ok, denn ich hab ja mein Elektromoped wieder hörbar gemacht. Alternativ wäre dazu auch, einen richtig grobstolligen Reifen zu verwenden der schön laut singt, wie der LKW Reifen den man an der Autobahn hört bei Höchstgeschwindigkeit des LKWs. Aber LKW ist ja leise und der darf das und da wohnen ja auch keine Leute. OK, dann vielleicht doch einen profillosen Reifen aufgezogen, den hört man ja auch nicht und wir hätten sogar ein Problem weniger wenn es dann am Wochenende mal regnet.:cool: Ironieende

Ich will jetzt jenen die den Slogan "lout Pipes save Lives" nicht überdenken, vor allem die J&H Klappenfraktion, keine Vorlage geben. Bin eher auf der "laut ist out" Seite. In diesem Sinne, macht was draus und weiterhin viel Spaß beim fahren.
 
Morg

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Für mich ist in erster Linie der Nutzer bzw. der Kunde die maßgebliche Einheit in diesem Problemfeld.
Dieser ist es schließlich, welcher entscheidet, ob er ein leises oder lautes bzw. ein starkes oder schwaches Motorrad fährt. Er entscheidet auch wo er fährt, wie oft er fährt und wann er fährt.
Mit dem rechten Drehgriff entscheidet er wie schnell er fährt und auch nicht unmaßgeblich wie laut er fährt.
Und er entscheidet auch ob und wie er den Zustand seines serienmäßig erworbenen Moppeds verändert
Ich bleibe bei meiner Grundthese, dass wir als Gemeinschaft und auch jeder Einzelne viel dazu beitragen kann, wie sich der motorosierte Zweiradspaß in Zukunft entwickelt.
Da hast du völlig Recht; ich glaube, da sind sich hier (fast) alle einig.

Das Problem ist offensichtlich, dass nicht alle in der Lage sind, diese Eigenverantwortung mit ausreichender Rücksicht auszuüben. Dass sich immer mal der eine oder andere aufregt, wenn andere zu laut sind - geschenkt. Solche gibts immer.

Aber wenn die Eigenverantwortung nicht mehr funktioniert - wie viele kaufen "ab Werk" (Akra) oder später lautere Auspuffe nach? Wie viele reißen am oder noch vor Ortsausgang das Gas auf? Wie viele fahren in Ortschaften erheblich lauter als nötig?

Ich will gar nicht Moralapostel spielen, das muss jeder selbst verantworten. Aber wenn das für eine so große Masse gefühlt nicht mehr im Lot ist (Anwohnerproteste, Gemeinde-/Kreisinitiativen, politisch geforderte Maßnahmen), dann müssen wir als Motorradfahrer entweder selbst dafür sorgen, dass alle Motorradfahrer "sich benehmen", oder es tut jemand anders. In diesem Fall will es der Bundesrat initiieren.

Von den Fahrverboten (nur für Motorräder) halte ich persönlich nix, von besseren (nicht unbedingt leiseren, aber justiziabel und vor Ort nachprüfbaren) Lärmgrenzwerten schon.
Und wenn es Fahrverbote - zu gewissen Zeiten auf gewissen Strecken mit Lärmgrenzwert für alle Kfz - gibt, wäre das okay, weil inhaltlich nachvollziehbar (Immissionsschutz, Gesundheitsschutz) und fair (betrifft alle, auch Autos, Lkw, Roller usw). Gefallen müsste mir das trotzdem nicht ;)
 
Lucky_Seven

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Grenzwert einhalten, Grenzwert festlegen, Grenzwert überprüfen, das ganze Prozedere sollte man sich doch mal auf der Zunge zergehen lassen. Nach der Argumentation einiger User hier, müßten die Hersteller, den maximal dämlichsten Fall annehmen und den als Grenzwert annehmen, sprich, wie unser Kanzler Merkel es immer macht, von hinten denken... 80db im maximal beklopptesten Fall, nicht im Standgas oder in normalen Fahrsituationen, sondern so, wie die Helden der Landstraße es machen. Wenn dir also mit 70 durch nen Ort im 2ten Gang orgeln, dann dürften 80db nicht überschritten werden. Das 95% aller Biker durch den gleichen Ort mit 50 oder 60 im 4ten oder 5ten oder gar im 6ten Gang durchrollen dürfte theoretisch bei der Festlegung keine Rolle spielen, sondern nur der Lärm, der bei extremster Fahrweise entstehen kann, auch wenn diese Fahrweise noch zu blöde ist. Macht man es nicht, passiert wieder, was aktuell überall passiert. :showoff:
 
juekl

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Pinky

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Wenn dir also mit 70 durch nen Ort im 2ten Gang orgeln, dann dürften 80db nicht überschritten werden.
In dieser Überlegung steckt ja schon der Fehler. Der Hersteller ist nicht dafür verantwortlich, wie laut du dein Motorrad bewegst. Du selbst hast unnötigen Lärm zu vermeiden. D.h. du darfst nicht, wie es ein anderer user hier mal sagte, hochtourig (laut) durch die Ortschaften fahren. Wer sowas macht muß schon mit einem Bußgeld rechnen, oder sagen wir besser "müßte", denn es wird nicht kontrolliert.
Der Hersteller sollte aber dafür sorgen, daß man ein Motorrad ganz locker möglichst leise bewegen kann. Also ohne ständig auf den Drehzahlmesser zu achten. Das sehe ich bei den Optionen eben nicht. Akrapovic geht in die andere Richtung, lauter. Hier wird ein falscher Weg eingeschlagen.
 
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