Ok, dann noch mal im Detail:
Warum diese „Pseudo-Enduro-Reifen“ im Gelände versagen
Zu große Profilblöcke: Um auf der Autobahn bei 170 km/h stabil zu liegen und nicht wegzuknicken, müssen die Profilblöcke bei diesen Reifen sehr groß und steig sein. Im Gelände bedeutet das: Der Reifen hat kaum Kanten, die sich in den Boden graben können. Er „schwimmt“ quasi auf dem losen Untergrund auf, statt sich zu verzahnen.
Zu geringe Profiltiefe und Negativanteil: Echte Offroad-Reifen haben tiefe Stollen und große Abstände dazwischen, damit sich das Profil freisaugen oder Dreck auswerfen kann. Die STR/TKC-Klasse hat ein relativ geschlossenes Profilbild. Auf trockenem, harten Lehm oder feinem Staub wirkt das wie ein Slik – du hast null Seitenführung.
Die Karkasse ist zu steif: Straßenorientierte Reifen brauchen eine steife Karkasse für die Stabilität in Schräglage bei hohem Tempo. Im Gelände willst du aber eigentlich einen Reifen, der mit wenig Luftdruck gefahren werden kann, um sich um Steine und Unebenheiten herumzuwölben („Walken“), um die Auflagefläche zu vergrößern. Das kann ein STR kaum.
Vergiss irgendwelche Reifen Tests von 1000 PS, die Jungs machen kein Tests sondern labern nur (bzw erzählen den Inhalt der Prospekte nach, das ist reines Marketing)
Ich kann mich einen Reifentest (Top) von Mopedreifen erinnern, da hatte der Anakee Aventure im Sand die schlechteste Seitenführung - obwohl er optisch am meisten nach „Stolle“ aussieht. Die anderen Reifen waren auch Strassenreifen (Für mich ist der Begriff 90/10 Verarschung, das sind alles Strassenreifen.
Also mach dir keinen Kopf. Entweder einen richtig Stollenreifen oder einen Strassenreifen, wie den CTA3. Alles andere ist das schlechte aus beiden Welten
noch eine kleine Anmerkung: Du kannst auf trockenem festem Sand mit einem Slik einen Stoppie machen