Test 20/2020 - Michelin Road 5 Trail auf R 1250 GS Adventure

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OSM62

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Ich sage ja immer ich muss die Reifen auf eigener Maschine auf eigener Teststrecke fahren.
Und wieder wurde im Test 20/2020 diese Aussage bestätigt. Ich hatte dem Michelin Road 5 Trail zwar bei einer Vorstellung von Michelin rund um die deutsche Niederlassung in Karlsruhe fahren können, und da hat er seine Performance auf einer GS zeigen können, aber einige für mich wichtige Eigenschaften kann ich nur hier testen um auch einen Vergleich zu haben. Nach zuletzt dem Pirelli Angel GT 2, dem Bridgestone T31 und dem Mitas Touring Force war jetzt der Michelin Road 5 Trail zum Felgen "schonen" aufgezogen.





Viele GS-Fahrer halten den den Michelin Road 5 Trail ja für den besten Reifen und die Sportlichkeit wird dabei extra betont, da stelle ich dann schon ein paar Anforderungen. Das Wetter ist ja im Moment Top, morgens wenn ich los fahre knapp über 10 Grad und nach der Arbeit dann so um die 28 Grad. Also besser geht es nicht. 5 mal muss die Kombination R 1250 GSA und Road 5 Trail auf meinen schnellen Kurven zeigen was Sie können. Beim ersten Durchgang bremste mich noch beginnender Nieselregen auf 180 km/h ein aber die restlichen Durchgänge boten dann alles um die Kriterien für einen Reifentest beurteilen zu können.
Auflaufen in voller Schräglage auf sich überholende PKW mit einhergehender Verzögerung um ca. 100 km/h bestätigen absolut Null Aufstellneigung egal bei welcher Schräglage. Allerdings wünsche ich mir beim harten Gerdaus-Ankern ein wenig mehr Stabilität, andere Reifen bieten da mehr.
Schon auf den ersten Kilometern entwickelt der Road 5 Trail sofort das bekannte Vertrauen was einen schnell und frech fahren lässt. Komfort ist sehr gut, das Handling auf dem Niveau ich denke, schon lenkt die R 1250 GSA mit dem Road 5 Trail ein. Der Geradeauslauf ist natürlich auch bei V/max tadellos.
Und jetzt nochmal zu dem Grund warum ich so oft die "schnellen Kurven" gefahren bin. Erstens natürlich weil es Spaß macht, aber 2. zum Nachprüfen der Traktionskontrolle. Und da kommt jetzt ein aber. Die greift beliebig reproduzierbar im Bereich um 200 km/h in starker Schräglage ein, und nicht nur ein blinken, nach dem Motto ich bin noch da und passe auf (einmal kurz beim Angel GT 2 gehabt), sondern richtig Leistung weg nehmend. Und da meine schnellen Kurven eine Berg un Talbahn ist stört das schon wenn bergauf vorhandene, bei anderen Reifen auch freigegebene Leistung weg geregelt wird. Ich komme zwar dann Berg runter bis auf 10 km/h an die Referenzgeschwindigkeit ran die ich da mit der S 1000 R fahren kann, aber eben halt nur bergab.

Die Kontrolle des Ablaufbildes des Michelin Road 5 Trail zeigt folgendes:



Hinten zeigt der Reifen das Michelin die beim Road 5 Trail die "schmale" 4,5 Zoll Felge bei der Entwicklung mit im "Auge" gehabt hat und die Lauffläche auch genutzt werden kann. Vorne bleibt dagegen ein relativ breiter "Angststreifen". Aber das ist immer nur eine Info die ich mir merke, da sind die Reifen ja sehr Unterschiedlich.
Der Road 5 Trail kommt mit mir als Ballast mit dem Gewicht zurecht, das offene Profil verzahnt sich so ohne sich gross zu verbiegen und so an den Profilblöckenkanten anzufressen.
Der Michelin Road 5 Trail bestätigt wieder das Tourensportreifen auf der R 1250 GS Adventure die angenehmsten. geräuschärmsten und sportlichsten Reifen sind. Nur ist mir der Road 5 Trail schon fast zu "offen und grob" was die Profil Gestaltung angeht und wie ich einen Tourensportreifen ideal finden würde. Hier wünsche ich mir von Michelin das sie den Power 5 für die R 1250 GS und dessen Reifengrößen "passend" machen. Dunlop hat da durch den Sportsmart TT eine neue Referenz in Bezug auf Sportlichkeit im Markt platziert und Pirelli hat für mich für die GS-Größen mit dem Angel GT 2 die beste Kombination aus allen Eigenschaften (auch Haltbarkeit) hin bekommen. Und auch der Bridgestone T31 und Mitas Touring Force harmonieren ähnlich gut wie der Angel GT 2 nur das dieser minimale Vorteile bei der Handlichkeit hat.
Nach Schulnoten würde ich dem Michelin Road 5 Trail immer noch eine 1(-) geben. Durch die stärker gewordenen Marktteilnehmer ist das Niveau der gebotenen Eigenschaften nun so hoch geworden, das diese teilweise besser performen.

Meine Bilder zum Test habe ich hier:
R 1250 GS ADV - R1250GS ADV - OSM62 - BMW-Motorrad-Bilder.de - Michael Bense - OSM62
 
Spark

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Hallo Michael, der Vorgänger war ja eine absolute Bank bei Nässe..bester Grip den ich bisher bei Nässe hatte....kannst du inzwischen etwas über deine Nässe-Erfahrungen berichten?
Danke vorab!
 
Andi#87

Andi#87

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Ich heiße zwar nicht Michael, aber ich fahre den MPR5T bei Nässe genau so wie im trockenen.

@ Michael: Da warst Du aber noch net so rihtig schräg...vorne 3-5mm Angstrand....dann verläst mich der Mut. Also: Noch Luft nach oben :giggle:

P.S.: Auf der GT hat der Angel GTII bei Nässe nicht wirklich einen guten Job gemacht. Von Kälte ganz zu schweigen :unsure:
 
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camalot

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Mein MPR5T hab ich gerade runtergeschmissen und bin wieder auf den Vorgänger MPR4T gewechselt. Der Grund war dass der 5 er in Kurven einfach immer nachkorrigiert werden musste, beim 4 er ist das nicht der Fall er läuft wesentlich ruhiger um die Kurve. Wie das bei anderen Fahrern so ist kann ich leider nicht beurteilen, zumindest habe ich es so empfunden.
Habs leider zu spät gesehen das Thema bezieht sich auf das Verhalten bei einer 1250 Adv. ich habe eine 1200 Rally ist da vielleicht wieder anderst.
 
Hansemann

Hansemann

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Nee, das Verhalten von Reifen auf der LC und der LCA ist nicht anders, jedenfalls nicht großartig.
Sicher gibt es Gewichtsunterschiede, aber da sind individuelle Muskelpakete und/oder Fettölsterchen möglicherweise ausgeprägter als die Gewichtsunterschiede der Modelle. Aufgrund des "höheren" Fahrwerks der ADV könnte man natürlich auch über Radstand und Vorlauf spekulieren und die Zehntelgrade des Lenkkopfwinkels machen natürlich was aus, schließlich soll die ADV nicht wesentlich träger sein als die Knabenversion.

Das Nachkorrigieren in Kurven erstaunt mich aber etwas, das hab ich so in der Form noch nicht gehört.
Ich bin den MPRT4 auch sehr gern gefahren, aber der MR5 Trail ist mMn derzeit der geilste Reifen für die GS.
Wenn Du Dich auf dem 4er wohler fühlst, solltest Du bei dem bleiben. Da würde ich mich auch von nichts und niemandem abbringen lassen.
 
G

gstrecker

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Hatte den 5er auf der Rally. Absolut top Reifen.
 
B

Berniii

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Ich habe den Road 5 Trail 6000km auf meiner 1250hp mit dem höheren Sportfahrwerk gefahren. Endgeil die Pelle. Extrem handlich, dabei aber top stabil in den Kurven und bei Top Speed ebenso. Habe jetzt auf den Conti Road Attack 3 gewechselt, den ich von meiner 1290er Superduke GT kenne und muß sagen, ich hätte lieber wieder den Road 5. Grip haben beide genug, kalt wie warm und nass auch, aber der Road 5 lief auf meiner 1250er einfach viel weicher und komfortabler, ohne dabei unpräzise zu sein. Zwei Nachteile hat er, zum Ersten die etwas magere Laufleistung, wobei es hier im norddeutschen Flachland noch geht, im kurvigem sind die Flanken sehr schnell platt und zum Zweiten, für dem es wichtig ist, er sieht am Hinterrad der GS schon bescheiden aus, extrem schmal, aber das gleiche ich wieder aus, bin extrem breit😁😁
VG Bernd
 
Andi#87

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Kann ich zu 100% bestätigen. Und er kommt im Winter definitiv auch wieder drauf. Hab aber jetzt (Aus reiner Neugierde) mal den CTA3 bestellt. mal schaun wieviel länger (in der V Version) der hält
 
Thema:

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