Vorsicht bei bestimmter Lion Batterie. motoVolt Lithium MTX14-BS / YTX14-BS

Diskutiere Vorsicht bei bestimmter Lion Batterie. motoVolt Lithium MTX14-BS / YTX14-BS im R 1250 GS und R 1250 GS Adventure Forum im Bereich Motorrad Modelle; Hallo, ich bin ein großer Fan von Lion Batterien, besonders wegen der Gewichtsersparnis. Seit Jahren verwende ich Lion in S1000RR, 1150GS, Urban...
motoqtreiber

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Hallo,

ich bin ein großer Fan von Lion Batterien, besonders wegen der Gewichtsersparnis. Seit Jahren verwende ich Lion in S1000RR, 1150GS, Urban G/S. Mußte nie eine Lion tausche. Außer bei der aktuellen 1250GS. Also habe ich die defekte Lion Batterie durch eine neue, andere Lion Batterie ersetzt. Ich hatte die Batterie motoVolt Lithium MTX14-BS / YTX14-BS, 12V|CCA:300A (150x86x147mm) gekauft, weil sie für meine BMW 1250GS tauglich eingestuft wurde und besonders viel AH = Kapazität hat.
Ergebnis:
BMW R1250GS meldet nach Winterpause und neu eingebauter Batterie während der Fahrt: Federbeinverstellung Defekt! ABS ausgefallen! Traktionskontrolle ausgefallen!

Das ganze in dem Moment, wo ich die GS auf den Hänger fahren wollte, um zur ACT Italy zu fahren :-(
Was braucht man mehr?

Also Fehlersuche im Internet und mit Copilot
1. Vermutung Unterspannung. Batterie geladen. Fehler bleibt.
2. Irgendwas Kalibrieren und
3. Fehler löschen, weil sie sich als Prinzessin an vergangene Schmach erinnert und beleidigt ist: Nix gebracht
4. Irgendwas neu anmelden: Nö, nicht nötig

In der Werkstatt wurde ÜBERSPANNUNG im ABS etc als Fehler protokoliert. Rätsel? Defekter Regler?
Zum Test normale Bleibatterie eingebaut. Fehler weg. Aber sie lief doch mit der alten Lion eine ganze Saison ... ???

  • Problem ist, dass die Batterie bzw. ihr BMS zu einer Überspannung von 15 Volt führt und ab 14,8 werden die oben genannten Systeme abgeschaltet um sie zu schützen.
  • Mit der normalen Bleibatterie wurden nur max 14,5 Volt erreicht, selbst bei 4000 U/min.

Letztes Jahr hatte ich auch eine andere Lion Batterie - ohne Probleme. Angeblich ist die Rallye doch sogar serienmäßig mit Lion ausgestattet?
Und die nächste wird wohl wieder eine Lion.
 
Hooner

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Eckart

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Auf den ersten Blick unterscheidet sich diese Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie nicht von von vergleichbaren Typen.
Problem ist, dass die Batterie bzw. ihr BMS zu einer Überspannung von 15 Volt führt und ab 14,8 werden die oben genannten Systeme abgeschaltet um sie zu schützen.
Die in diesem Zusammenhang interessante Frage ist, wie das BMS es schafft, eine Überspanung zu erzeugen bzw. eine Spannung oberhalb der Spannung des Ladereglers des Motorrads zu erzeugen.
In der Werkstatt wurde ÜBERSPANNUNG im ABS etc als Fehler protokoliert. Rätsel? Defekter Regler?
Zum Test normale Bleibatterie eingebaut. Fehler weg. Aber sie lief doch mit der alten Lion eine ganze Saison
Ist denn sicher, dass der Fehler vom Batterietyp bedingt ist und nicht durch ein einzelnes defektes Exemplar ?
Und kann eingegrenzt werden, wann und wie es zu besagtem Fehlereintrag gekommen ist, also durch Gebrauch der Batterie und nicht vielleicht erst später beim Hantieren mit einem Ladegerät ?
War die Batterie vom Bordnetz getrennt, als das Ladegerät angeschlossen wurde ?
Und:
Wenn Du eine unerwartet als defekt vermuete Batterie durch eine andere ersetzt und es zeigt sich erneut dein Defekt ... liegt es dann nicht nahe, nach einem Defekt im Motorrad zu suchen, der Batteriedefekte herrvorruft, zum Beispiel eine Überladung ?
Der Verweis, dass es eine Zeitlang funktionierte, heißt ja auch nichts. Bei allen Defekten ist es so, dass es keine Probleme gab, bevor der Defekt auftrat. Man liest ja in Foren öfter die Verwunderung, wie denn plötzlich etwas kaputt sein kann obwohl doch gestern noch alles lief.

Mir kommt es so vor, als wenn die Warnung möglicherweise voreilig ausgesprochen wurde, bevor der Fehler ausreichend analysiert wurde.

Angenommen, der Laderegler des Motorrads erzeugt eine Überspannung, wird die eine Bleibatterie eine Zeitlang "schlucken", vielleicht sogar so, dass die Spannung durch ihren Ladestrom soweit herunterzieht, dass sie unter der kritischen Schwelle bleibt, aber sie wird es mit einer verringerten Lebensdauer quittieren, während die Elektronik in einer LiFePO4-Batterie möglicherweise reagiert.

Falls die Werkstatt das nicht getan hat, würde ich an Deiner Stelle möglichst noch vor der großen Tour die Kontrolle vertiefen, bevor es unterwegs zu Problemen kommt.
 
Hooner

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Die in diesem Zusammenhang interessante Frage ist, wie das BMS es schafft, eine Überspanung zu erzeugen bzw. eine Spannung oberhalb der Spannung des Ladereglers des Motorrads zu erzeugen.
ich feier dein elegantes Florett gerade. 😊
 
Uli G.

Uli G.

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Die in diesem Zusammenhang interessante Frage ist, wie das BMS es schafft, eine Überspanung zu erzeugen bzw. eine Spannung oberhalb der Spannung des Ladereglers des Motorrads zu erzeugen.
Na, genauso wie eine Powerbank das macht, die ebenmal aus 12V 19V für den Schleppie macht (so'ne Ladungspumpe ist doch eine einfache Übung ;) ). Und das macht diese vermaledeite Bakterie dann so lange, bis ihr die Spannung zu Kopf gestiegen ist und sie sich selbst zerstört.
:smiley-laughing:

Uli
 
Eckart

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ich feier dein elegantes Florett gerade
Kann schon sein, dass ich mit meiner Argumentation wunde Stellen getroffen habe, aber die zitierten Beiträge klingen ja geradezu so, als sei es mein Ziel, Andere niederzumachen. Stattdessen will ich die Fragesteller bei der Problemlösung unterstützen, indem ich Vorgetragenes hinterfrage, wo sie aus Fakten, auf deren Richtigkeit sich die Leser verlassen müssen, vielleicht die falschen Schlüsse ziehen. Denn gerade im Zusammenwirken der Komponenten Lichtmaschine, Regler und Batterie ist es oft schwer, Ursache und Wirkung zu trennen.
 
MichaelBC

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Ich kann mich erinnern, dass ich in BU mal die Batterie als Punkt in einer Konfiguration gesehen habe. Kann es sein, dass man einem Steuergerät sagen muss, dass eine Li-Ion Batterie verbaut ist ?
 
Andi#87

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Bei der 1300er ja. Bei der 1250er nicht
 
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mkx

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Servus zusammen,

ich habe selbiges Problem mit einer 1200er GSA LC von 2014 (auch wenn das hier der 1250er Bereich ist, aber vom Fehlerbild passt es), allerdings mit der motoVolt Lithium MTZ14S / YTZ14S (welche vermutlich nur ein anderes Gehäuse hat). Gibt es hier Neuigkeiten, was letztlich die Ursache war?

@motoqtreiber: Hatten deine bisherigen Lithium-basierten Batterien auch ein BMS verbaut oder nicht?
 
No-GS

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Alle Lion/Lifepo haben das ( oder sollten es haben).
Ohne das gäbe es kein Zellbalancing und damit über kurz oder lang den Zelltod, da die Spannungslagen sich nur recht wenig ändern zum Ladezustand.
 
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mkx

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Okay, war nur eine Vermutung ob das vielleicht ein Unterschied zu den bisherigen Batterien vom TE wäre und das jetzt Probleme bereitet wenn das BMS bei Überspannung die Batterie trennt.

Es wurde ja bereits genannt, dass es am Spannungsregler liegen könnte. Wüsste jemand wie man den am besten als Einzelbauteil für sich testen kann um die ordnungsgemäße Funktion zu prüfen?
 
KrisderBiker

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Einfacher Test: Multimeter auf Gleichspannung 20V stellen und an die Batterie klemmen. Motorrad starten, Spannung sollte unter 14,8V bleiben auch bei höheren Drehzahlen (zB 4000U/min). Eine Ladespannung >15V schadet der LiFePo4.

Dass die LiFePO4 Starterbatterie für sich alleine die Überspannung produziert hat, ist unwahrscheinlich, da die LiFePO4 Zellen bei Leistungsabgabe nicht so eine hohe Spannung produzieren können.

Im Betrieb glättet die Batterie, die von der Lichtmaschine erzeugte, schwankende Spannung und verhindert Spannungsspitzen, ist aber iW als Verbraucher am Bordnetz.
 
Hooner

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Motorrad starten, Spannung sollte unter 14,8V bleiben auch bei höheren Drehzahlen (zB 4000U/min).
die LiMa liefert kontinuierliche max. ~14,4 V, was für die LFP problemlos ist (soll: 14,2 - 14,6 V).

Dass die Batterie/BMS eine Überspannung generiert halte ich ebenfalls für recht unwahrscheinlich.
 
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mkx

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Es ist echt merkwürdig. Der verbaute Shindengen FH020AA erzeugt am unbelasteten DC-Ausgang gut 15 V im Standgas und hält das auch wenn man die Drehzahl etwas erhöht. Mit neuer Bleibatterie bleibt die Spannung auch beim Fahren unter 14.4 V, nur wenn man die motoVolt Lithium-Batterie verwendet springt die Boardspannung auf über 15 V und man bekommt die oben beschriebenen "Überspannungsprobleme".
Es scheint hier also an einer Inkompatibilität zwischen dieser bestimmten Lithium-Batterie und dem Spannungsregler zu liegen, da laut TE bisher verwendete Lithium-Batterien keine Probleme gemacht hatten.
 
Eckart

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Der verbaute Shindengen FH020AA erzeugt am unbelasteten DC-Ausgang gut 15 V im Standgas und hält das auch wenn man die Drehzahl etwas erhöht. Mit neuer Bleibatterie bleibt die Spannung auch beim Fahren unter 14.4 V
Anders als im Startbeitrag, der etwas pauschal einen Fehler unterstellt, sehe ich hier wohlwollend den Versuch einer Analyse.
In einem anderen Forum hatte ich vor längerer Zeit mal den Versuch gemacht, das Zusammenspiel zwischen Lichtmaschine, Spannungsregler und Batterie zu erläutern:
Welche Aufgabe hat die Lichtmaschine und die Batterie Modell 2006 - nur durch fortgeschrittene Schrauber beantwortbar - F650 Forum
Man muss das vielleicht nicht alles lesen, aber wichtige, dort herausgearbeitete Punkte sind:
  • Der Spannungsregler benötigt ein Pufferelement, um richtig zu funktionieren
  • Die Spannung an der Batterie ist keine reine Gleichspannung, durch die Funktion des Reglers ist ihr eine Wechselspannung überlagert, bzw. je nachdem, wann der Regler wie schaltet, ist die Spannung mal ein bisschen höher oder niedriger als der Mittelwert, den man mit einem Multimeter misst.
Daraus erklärt sich, dass man am unbelasteten DC-Ausgang eigentlich gar nicht messen darf bzw. das was man misst, hat nur eine beschränkte Aussagekraft, solange kein Pufferelement vorhanden ist, normalerweise die Batterie, ein Kondensator geht aber auch.
Trotzdem: ein interessantes Ergebnis

Der Regler ist nach meinen Recherchen ein FH027AB, das ist ein MOSFET-Regler, der gleichwohl wie die sonst beim Motorrad üblichen Reglern mit Thyristoren ein Kurzschlussregler ist, d. h. die Wicklungen der Drehstromlichtmaschine werden (vor dem Gleichrichter) kurzgeschlossen, wenn die Ausgangsspannung den Sollwert erreicht. Das Timing eines MOSFET-Reglers könnte sich allerdings von dem eines mit Thyristoren aufgebauten Reglers unterscheiden.

Nebenbei: Manche BMW-Motorräder haben eine geregelte Lichtmaschine - da läuft "alles" ganz anders.

wenn man die motoVolt Lithium-Batterie verwendet springt die Boardspannung auf über 15 V und man bekommt die oben beschriebenen "Überspannungsprobleme"
Eine richtige Auflösung habe ich zwar nicht, aber möglicherweise liegt die Erklärung in der in dieser Batterie verbauten Elektronik, etwas, dem man eigentlich näher nachgehen müsste, d. h. warum gibt es denn gerade damit diese Probleme, warum nicht mit anderen Batterien oder vielleicht auch: Warum hat nicht jeder diese Probleme mit der Batterie ? Und: Gibt es diese Probleme vielleicht noch mit anderen Batterien, ggf. welchen ?

Nebenbei bin ich aber auch auf folgenden Beitrag gestoßen, in dem auch so ein Problem behandelt wird:
Vielleicht klemmt aber auch der Starter, dann rückt er nach dem Start nicht wieder zurück und läuft dann mit. Dann hast du Überspannung und killst die Batterie.
Davon habe ich zwar noch nie gehört, aber es klingt logisch: Wenn der Anlasser nicht mechanisch getrennt wird (z. B. auch wenn der Freilauf versagt oder auch nur kurz klemmt), treibt der Motor den Anlasser an, der darauf als Generator wirkt und das Bordnetz speist, wenn er auf Touren kommt, was mit klassichen Batterien dank niedrigem Innenwiderstand vielleicht für einen Moment gut geht, aber wenn Schutzvorrichtungen die Batterie vom Netz trennen, hat man dort erhebliche Überspannnung.
 
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dawshill

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Anders als im Startbeitrag, der etwas pauschal einen Fehler unterstellt, sehe ich hier wohlwollend den Versuch einer Analyse.
In einem anderen Forum hatte ich vor längerer Zeit mal den Versuch gemacht, das Zusammenspiel zwischen Lichtmaschine, Spannungsregler und Batterie zu erläutern:
Welche Aufgabe hat die Lichtmaschine und die Batterie Modell 2006 - nur durch fortgeschrittene Schrauber beantwortbar - F650 Forum
Man muss das vielleicht nicht alles lesen, aber wichtige, dort herausgearbeitete Punkte sind:
  • Der Spannungsregler benötigt ein Pufferelement, um richtig zu funktionieren
  • Die Spannung an der Batterie ist keine reine Gleichspannung, durch die Funktion des Reglers ist ihr eine Wechselspannung überlagert, bzw. je nachdem, wann der Regler wie schaltet, ist die Spannung mal ein bisschen höher oder niedriger als der Mittelwert, den man mit einem Multimeter misst.
Daraus erklärt sich, dass man am unbelasteten DC-Ausgang eigentlich gar nicht messen darf bzw. das was man misst, hat nur eine beschränkte Aussagekraft, solange kein Pufferelement vorhanden ist, normalerweise die Batterie, ein Kondensator geht aber auch.
Trotzdem: ein interessantes Ergebnis

Der Regler ist nach meinen Recherchen ein FH027AB, das ist ein MOSFET-Regler, der gleichwohl wie die sonst beim Motorrad üblichen Reglern mit Thyristoren ein Kurzschlussregler ist, d. h. die Wicklungen der Drehstromlichtmaschine werden (vor dem Gleichrichter) kurzgeschlossen, wenn die Ausgangsspannung den Sollwert erreicht. Das Timing eines MOSFET-Reglers könnte sich allerdings von dem eines mit Thyristoren aufgebauten Reglers unterscheiden.

Nebenbei: Manche BMW-Motorräder haben eine geregelte Lichtmaschine - da läuft "alles" ganz anders.


Eine richtige Auflösung habe ich zwar nicht, aber möglicherweise liegt die Erklärung in der in dieser Batterie verbauten Elektronik, etwas, dem man eigentlich näher nachgehen müsste, d. h. warum gibt es denn gerade damit diese Probleme, warum nicht mit anderen Batterien oder vielleicht auch: Warum hat nicht jeder diese Probleme mit der Batterie ? Und: Gibt es diese Probleme vielleicht noch mit anderen Batterien, ggf. welchen ?

Nebenbei bin ich aber auch auf folgenden Beitrag gestoßen, in dem auch so ein Problem behandelt wird:
Davon habe ich zwar noch nie gehört, aber es klingt logisch: Wenn der Anlasser nicht mechanisch getrennt wird (z. B. auch wenn der Freilauf versagt oder auch nur kurz klemmt), treibt der Motor den Anlasser an, der darauf als Generator wirkt und das Bordnetz speist, wenn er auf Touren kommt, was mit klassichen Batterien dank niedrigem Innenwiderstand vielleicht für einen Moment gut geht, aber wenn Schutzvorrichtungen die Batterie vom Netz trennen, hat man dort erhebliche Überspannnung.
Mal ehrlich:
waren die Zeiten nicht angenehmer, in denen man das alles gar nicht wissen und berücksichtigen musste?
In denen das Motorrad auf Knopfdruck zuverlässig ansprang, das Licht einfach nur ging? In denen der Bleiklumpen (zwar ohne Elektronik strohdumm) jahrelang in in seiner Halterung 'nur da' war? In denen die Außentemperatur in unseren Regionen wurscht war?
Und nur alle 5 bis 7 Jahre für'n Appel und ein Ei ausgewechselt werden musste?
 
Eckart

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waren die Zeiten nicht angenehmer, in denen man das alles gar nicht wissen und berücksichtigen musste?
Diese Zeiten sind immer noch: Du bringst Dein Motorrad zur Werkstatt und sagst: "Macht mal !". Später holst Du sie wieder ab, mit der goldenen Kreditkarte in der Hand natürlich.

Willst Du aber selbst Werkstatt spielen, musst Du Dich auf Veränderungen der Technik einstellen, die Fehler heute sind eben andere als früher und vielleicht gibt es auch mehr Fehlerquellen, wegen Funktionen, die man früher scheint's nicht brauchte wie sowas wie ESA und ... ... was aber nicht heißt, das es häufiger Fehler gibt, komplizierter mag es aber geworden sein.

Mit der Wahl des Motorrads hast Du ja die Möglichkeit, der Retro-Technik nachzuhängen (04.1995 passt dazu), ohne nachlernen zu müssen, "Macht mal" wird es aber dafür bald nicht mehr geben, weil die Könner der Oldtimerzeit in Rente oder sogar schon im Grab sind, abgesehen vom Problem der Teilebeschaffung.

In denen das Motorrad auf Knopfdruck zuverlässig ansprang, das Licht einfach nur ging?
Die gute alte Zeit !
Nein, das ist Verklärung, natürlich gab es auch früher das Problem nicht anspringender Motorräder und auch in der Bleizeit gab es eine Entwicklung, von der Nassbatterie hin zu den wartungsfreien.
 
dawshill

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Diese Zeiten sind immer noch: Du bringst Dein Motorrad zur Werkstatt und sagst: "Macht mal !". Später holst Du sie wieder ab, mit der goldenen Kreditkarte in der Hand natürlich.

Willst Du aber selbst Werkstatt spielen, musst Du Dich auf Veränderungen der Technik einstellen, die Fehler heute sind eben andere als früher und vielleicht gibt es auch mehr Fehlerquellen, wegen Funktionen, die man früher scheint's nicht brauchte wie sowas wie ESA und ... ... was aber nicht heißt, das es häufiger Fehler gibt, komplizierter mag es aber geworden sein.

Mit der Wahl des Motorrads hast Du ja die Möglichkeit, der Retro-Technik nachzuhängen (04.1995 passt dazu), ohne nachlernen zu müssen, "Macht mal" wird es aber dafür bald nicht mehr geben, weil die Könner der Oldtimerzeit in Rente oder sogar schon im Grab sind, abgesehen vom Problem der Teilebeschaffung.

Die gute alte Zeit !
Nein, das ist Verklärung, natürlich gab es auch früher das Problem nicht anspringender Motorräder und auch in der Bleizeit gab es eine Entwicklung, von der Nassbatterie hin zu den wartungsfreien.
Alles richtig.
Gut beschrieben 🙏
 
Hooner

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...natürlich gab es auch früher das Problem nicht anspringender Motorräder...
auf sowas wie abgebrannte Unterbrecherkontakte oder zugesetzte Vergaser oder rostende Tanks oder funzelige Bilux-Birnen kann ich gut verzichten... meine BMW LFP funkt (haha) im übrigen bestens, gerade 1x nachgeladen seit Anfang November.
 
Thema:

Vorsicht bei bestimmter Lion Batterie. motoVolt Lithium MTX14-BS / YTX14-BS

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