Ist alles ein Rechenbeispiel.
Habe beides schon gemacht - An/Abreise mit Motorrad und auch Hänger.
Hat beides seine Vor- und Nachteile.
Vorteile eines Hängers:
- Wenn man ihn bereits besitzt - Genial, dann entstehen fast keine Kosten (die man nicht sowieso schon hat)
- In Summe ist man mit einem Hänger schneller unterwegs, besonders auf Autobahnen und wetterunabhängig - man kann sich auch beim Fahren abwechseln.
Außerdem darf man in Frankreich auf der Autobahn mit einem Hänger - Wenn also die Summe (Zugfahrzeug und Hänger) 3,5t nicht überschreitet, 130km/h!! fahren - Da geht was -
Natürlich auch an der Tankuhr
- Wenn mehrere Leute mitfahren kann man die Kosten Teilen.
- Keine Reisekosten bei den einzelnen Motorrädern (Maut, Verschleiß, Benzin) - In Frankreich ist der Hänger normalerweise in der Fahrzeugmaut mit drin (in der CH nicht)
- Wenn irgendwas mit einem Moped ist und oder Jemand verletzt ist, die Brocken auf den Hänger und mit nach Hause nehmen und die Person ins Auto.
Ja ich weiß, es gibt Schutzbriefe etc. Der Teufel steckt aber oft im Detail. Es kann gut - Aber auch recht beschissen laufen.
- Man kann ggf. mehr Klamotten mitnehmen die man zB nur während der Hängerfahrt nutzt.
Nachteile mit Hänger:
- Man fährt halt "keine Tour" auf der An- und Abreise
- Die Zugmaschine hat einen wesentlich höheren Spritverbrauch
- Wenn geliehen, dann kostet jeder Tag mehr, mehr Geld - Irgendwann rechnet sich das nicht mehr
- Wenn die Zugmaschine (länger) Ausfällt hat man ein riesen Problem das alles heimzubekommen und hier versagt der Schutzbrief meist denn
a) ist ein Motorradhänger meist nicht gecovert (Kleingedrucktes)
b) es nicht so einfach bis teilweise unmöglich sein kann innerhalb weniger Tage einen Leihwagen mit AHK aufzutreiben.
(woher ich das wohl weiss)
Vorteile 100% auf dem Moped unterwegs:
- Man kann die An- und Abreise als schöne Tour fahren, wenn man möchte
- Man hat keine laufenden Hängermietkosten und man muss ihn und das Fahrzeug auch nirgendwo "unbeaufsichtigt" abstellen.
- Man muss am Ende der tour nicht wieder zum Standort des Hängers zurück und kann flexibler reagieren.
- Man fühl sich ggf. "cooler" wenn man die ganze Tour auf dem Moped abgeritten hat.
Nachteile 100% auf dem Moped unterwegs:
- Meist sind die Entfernungen ja größer und somit ist oft die An/Abreise länger - besonders wenn man keine Autobahn fährt.
Mit Auto hält man fahrtechnisch meist länger durch und man kann sich abwechseln.
- ggf. höhere Kosten: (Sprit, Maut) und Verschleiß - besonders wenn man mit mehreren fährt die bei einer Hängerfahrt die Kosten anteilig zahlen würden.
- Wenn irgendwas unterwegs ist, kann man nur hoffen das man oder eine Werkstatt es alsbald repariert bekommt oder man einen passenden Schutzbrief hat.
Fazit:
Bleiben wir mal bei den Pyrenäen: Ganz grob würde ich schätzen, das in etwa bei 2 Wochen die Grenze liegt.
Unter zwei Wochen Zeit würde ich den Hänger nehmen - Man kann schneller durchziehen, spart evtl. Geld und hat mehr Zeit für Touren vor Ort.
Ab 2 Wochen ist es ein Rechenbeispiel: Der (gemietete) Hänger kostet jede Tag mehr. Ich habe evtl. mehr Zeit um auch eine schöne An- Abreise Abseits der Autobahn zu haben.
Thema (Abstell)Sicherheit:
Wen man sich jetzt für den Hänger entscheidet. Da würde ich wirklich den
Isabena Campingsplatz empfehlen. Konnte mich davon selbst letztes Jahr (mit Hänger) überzeugen.
Den Tip bekam ich selbst von einem Forenmitglied von hier - und war just zu der Zeit dort, als sich hier gerade das Forum zerlegte

Der Platz ist in der Motorradszene kein unbekannte und man trifft viele Mopedreisende dort. In Prinzip kann man dort sogar BMW Trainings machen a' la Hechlingen.
Es gibt vielfältige Möglichkeiten dort zu übernachten - Angefangen vom kompletten Selbstversorger mit Zelt bis zum eigenen Bungalow mit Frühstück und Abendessen.
Da der Platz ziemlich abgelegen ist, kann man dort sein Auto und Hänger alles sicher stehen lassen - Das machen viele und von dort dann entweder Sternfahrten starten eine komplette
Pyrenäenrundreise oder aber weitere Ziel so wie ich es zb letztes Jahr gemacht habe. Für manche vielleicht auch nicht ganz unwichtig: Auf dem Platz wird auch Deutsch gesprochen.
Da ich dort (in der Ecke) schon ein paar Mal war, sollte es diese Mal eine Westspanien Tour bis rüber nach Galizien sein, Picos natürlich wieder dabei und ein ein Stück Pyrenäen.
In Summe (mit Hänger) waren wir 3 Wochen unterwegs - Wobei jeweils 2 Tage für An/Abreise mit Zwischenübernachtung anfielen und Auto nebst Hänger sicher in der "Basis" in Isabena standen.
War sau geil.
Wer übrigens NUR die Pyrenäen fahren möchte, sollte dafür eine Woche einkalkulieren. Das sieht dann in etwa so aus:
Ich hoffe ich konnte bei der Entscheidungsfindung helfen -
Ach ja, wer unterwegs übernachten möchte, dem kann ich
folgende Örtlichkeit (lag für mich auf halber Strecke) um die Ecke von Clermont Ferrand empfehlen.
Da gibts einige Durchreisehotels und man kann da abends auch ganz gut Essen gehen - War ich jetzt schon 4x - Passt - Ansonsten ist in der Gegend nicht viel geboten.