Ausgleichsgewichte Felgeninnenseite verkleben (RDC Sensor)

Diskutiere Ausgleichsgewichte Felgeninnenseite verkleben (RDC Sensor) im Technik & Bastel-Ecke Forum im Bereich Modellunabhängige Foren; Nachdem ich neue Reifen aufgezogen bekam und wieder die Batterie an Wuchtgewichten auf der gegenüberliegenden Seite des Sensors mißmutig...
ZTino

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Nachdem ich neue Reifen aufgezogen bekam und wieder die Batterie an Wuchtgewichten auf der gegenüberliegenden Seite des Sensors mißmutig betrachtete hatte ich den Gedanken ob es möglich ist die Felge ohne Reifen zu wuchten und die benötigten Wuchtgewichte für den Ausgleich der Sensoren in das Felgeninnere zu verbannen? Hat das schonmal jemand versucht? Halten fliehkrafttechnisch die Gewichte oder kullern sie irgendwann zwischen Reifen und Felgenring rum? Ggfs nen richtig guten Kleber verwenden? Bin gespannt auf Antworten.
 
Hansemann

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Überleg mal in welche Richtung die Gewichte durch die Raddrehung gezogen werden.

Beim Hammerwerfer wird das deutlich, der hat ne ganz doll feste Schnur am Gewicht, damit es bei der Drehung nicht gleich wegfliegt.

Wuchtgewichte im Innern der Felge zu befestigen wäre wohl aufwändiger als sie einfach außen aufzukleben.
 
ZTino

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Überleg mal in welche Richtung die Gewichte durch die Raddrehung gezogen werden.

Beim Hammerwerfer wird das deutlich, der hat ne ganz doll feste Schnur am Gewicht, damit es bei der Drehung nicht gleich wegfliegt.

Wuchtgewichte im Innern der Felge zu befestigen wäre wohl aufwändiger als sie einfach außen aufzukleben.
Ist nicht aufwändiger...wenn die Felge schon gewuchtet ist gehts Reifen wuchten besser. Die Frage war allerdings obs schon mal jemand gemacht hat, Bedenken habe ich selbst sonst würde ich hier nicht fragen...
 
abdiepost

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Habe ich nicht. Aber: Sowohl beim Kälbchen als auch der 11er 'matche' ich Reifen und Felgen. Da sind dann immer max. 20gr. (i.d.R. weniger) an Gewichten geklebt. Als ich noch beim Reifenhändler montieren ließ, waren auch durchaus 80gr. verklebt.
Bei der 12er habe ich noch nicht selbst montiert, kann also dazu keinen Erfahrungswert zu einen RDC- Motorrad liefern.
 
G

gstommy68

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Hallo
erstmal es wird nicht die Felge gewuchtet sondern das komplette Rad, bestehend aus Felge Nabe und Speichen, meistens ist noch eine oder zwei Bremsscheiben dran, und auch RDC.
Wnn du dieses Rad auf Null Grammwuchtest und erst dann den Reifen aufziest dann hast du eine neue Unwucht vom Reifen her drauf, dann müsstest du nochmal wuchten um die Lage und Größe der Unwucht mit Reifen festzustellen.

gruß
gstommy68
 
Hansemann

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Ich verstehe ZTino schon und was er beabsichtigt.

Felge einmal innenbefestigt auf 0 auswuchten, dann kommt außen nur noch das Gewicht von der Unwucht des Reifens (und damit weniger) drauf .

Ich sehe aber das Hauptproblem am Befestigen der Gewicht im Innern des Reifens. Gewichte außen werden durch die Fliehkraft gegen die Felge gedrückt. Innen von der Felge weg. Die müsste man ähnlich den Reifendrucksensoren festgeschraubt werden. Für die sind Bohrungen vorhanden.

Je nach Ort der Unwucht neue Bohrungen und Gewinde in die Felge schneiden ?

Ich würde es nicht machen.

Ich montiere auch selbst, die Motorradreifen wuchte ich auf einem mechanischen Wuchtbock.
Wenn es mir zuviel Gewicht ist, löse ich den Reifen noch mal aus dem Felgenbett und drehe auf der Felge und komme dann auch zu Ergebnissen wie GSTommy68.

Das machen natürlich nur wenige Werkstätten, was ich auch verstehe, oder sie müssten den Montagepreis für die zweite, dritte und max. vierte Montage fordern.
 
Zuletzt bearbeitet:
gerd_

gerd_

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Hi
Ich verstehe die Grundlogik.
Das Rad ist vollkommen symmetrisch und damit ohne jegliche Unwucht (theoretisch).
Jetzt baut man einseitig einen relativ schweren Sensor in die Felge ein.
Da bin auch ich bereits auf den Gedanken verfallen einen Grundausgleich zu schaffen und genau gegenüber dem Sensor ein Gewicht in's Innere der Felge zu bauen.
Normal könnte man annehmen, dass es sinnlos ist weil der Reifen eine Unwucht hat und es sein könnte, dass dessen Unwucht die vom Sensor verursachte Unwucht ausgleicht.
Das war vor 35 Jahren im Bereich des Möglichen. Heute sind auch die Reifen "ganz gut" und so braucht man wenig Wuchtgewichte (wenn da nicht der Sensor wäre).
Leider ist es so, dass die aussen angeklebten Gewichte durch die Fliehkraft an die Felge gedrückt werden und der Kleber eigentlich nur verhindern muss, dass sie runterfallen falls das Rad ungünstig zum Stehen kommt :-), dierselbe Fliehkraft aber versucht ob sie innen angebrachte Gewichte nicht vielleicht lösen kann.
Gedankliche Probleme habe ich nicht wenn es darum geht ein solches Gewicht innen mit "Teufelskleber" (Sika...) anzukleben UND die Felge zu durchbohren um mit einer 4-er VA-Schraube zu sichern. Sika dichtet zuverlässig.
Mangels Sensor habe ich es nicht umsetzen müssen
gerd
 
JUG

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Ich kenne das so, dass auf den Reifen eine Markierung für die leichteste Stelle des Reifens aufgebracht ist. Diese Stelle des Reifens soll nahe des Ventils bzw. RDC-Sensors positioniert werden. Eine (Teil-)Kompensation der einzelnen Unwuchten wird (bzw. sollte) erfolgen. Die verbleibende Unwucht kann durch Verdrehen ( Reifen zu Felge) ggf. nochmals minimiert werden. Der Rest ist durch Gewichte auszugleichen.
Der Funktionsdauer der diskutierten Innengewichte gebe ich nur eine überschaubare Halbwertszeit.
 

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SardGS

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Wie wäre es dann die Gewichte mit der Farbe der Felgen zu lackieren anstelle Bastellösungen zu suchen die möglicherweise zu eine Unfall führen können???

Was passiert wenn die 80g bei 200 auf der Autobahn abfallen und verrutschen
oder das abgedichtete Bohrloch wegen dem Zug plötzlich undicht wird?

Abgesehen davon würde ich auch gerne wissen was die Versicherung nach einem Unfall macht wenn sie sowas entdeckt.

Aber eben, jedem Tierchen sein Pläsierchen....

Chris
 
JUG

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Wie wäre es dann die Gewichte mit der Farbe der Felgen zu lackieren anstelle Bastellösungen zu suchen die möglicherweise zu eine Unfall führen können???

Was passiert wenn die 80g bei 200 auf der Autobahn abfallen und verrutschen
oder das abgedichtete Bohrloch wegen dem Zug plötzlich undicht wird?

Abgesehen davon würde ich auch gerne wissen was die Versicherung nach einem Unfall macht wenn sie sowas entdeckt.

Aber eben, jedem Tierchen sein Pläsierchen....

Chris
Ich empfehle Nagellack. :facepalm:
 
Landbüttel

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Ich kenne das so, dass auf den Reifen eine Markierung für die leichteste Stelle des Reifens aufgebracht ist. Diese Stelle des Reifens soll nahe des Ventils bzw. RDC-Sensors positioniert werden.
Meine letzten fünf Sätze CRA 2 bzw. 3 hatten keine Markierungen. Ich glaube, Conti macht das nicht.
(edit: ich sehe gerade in dem angehängten pdf in #8, dass dem so ist)
Da kommt man nur weiter, wenn man die Reifen auf der Felge dreht, bis es passt.
Auch wenn das zusätzlicher Aufwand ist: es lohnt sich.
 
JUG

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Meine letzten fünf Sätze CRA 2 bzw. 3 hatten keine Markierungen. Ich glaube, Conti macht das nicht.
Da kommt man nur weiter, wenn man die Reifen auf der Felge dreht, bis es passt.
Auch wenn das zusätzlicher Aufwand ist: es lohnt sich.
Richtig, gem. dem oben beigefügten Dokument (PDF) markieren nicht alle Hersteller die Reifen.
 
Larsi

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Nachdem ich neue Reifen aufgezogen bekam und wieder die Batterie an Wuchtgewichten auf der gegenüberliegenden Seite des Sensors mißmutig betrachtete hatte ich den Gedanken ob es möglich ist die Felge ohne Reifen zu wuchten und die benötigten Wuchtgewichte für den Ausgleich der Sensoren in das Felgeninnere zu verbannen? Hat das schonmal jemand versucht? Halten fliehkrafttechnisch die Gewichte oder kullern sie irgendwann zwischen Reifen und Felgenring rum? Ggfs nen richtig guten Kleber verwenden? Bin gespannt auf Antworten.
Was der Kleber halten müsste, kann man ja ausrechnen.
F = m * v² / r

m schätze ich auf 50g also 0,05kg
r ist beim Vorderrad etwa 9,5" also 0,24m
v bei Topspeed am Reifen ist ca 220km/h, also gut 60m/s, an der Felge sinds etwa noch 45m/s

0,05 * 45² / 0,24 = 422N also ca 40kg, die der Kleber halten muss.
Mit Faktor 2 zur Sicherheit dann 80kg ... beim Klebegewicht ca 20kg/cm²

Hab ich mich verrechnet?
 
JUG

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Was der Kleber halten müsste, kann man ja ausrechnen.
F = m * v² / r

m schätze ich auf 50g also 0,05kg
r ist beim Vorderrad etwa 9,5" also 0,24m
v bei Topspeed am Reifen ist ca 220km/h, also gut 60m/s, an der Felge sinds etwa noch 45m/s

0,05 * 45² / 0,24 = 422N also ca 40kg, die der Kleber halten muss.
Mit Faktor 2 zur Sicherheit dann 80kg ... beim Klebegewicht ca 20kg/cm²

Hab ich mich verrechnet?
Egal, klingt aber erst mal gut.
Nun noch die Oberflächengüte sowie die Vorgaben für die Vorbereitung (Reinigung, etc.) der Klebestücke festlegen.
Der Kleber muss auch noch eine dauerhafte Verträglichkeit für die Klebestücke aufweisen.
....
Was für ein Projekt!:eekek::wink:
 
ZTino

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Wie ich so lese hat es noch keiner gemacht und alle gehen von Annahmen wie auch ich aus. Markierter Reifen etc. ist ja alles bekannt, so ein Sensor wiegt nunmal ein paar Gramm ( ca 25gr??) Und das kann man mit Reifen verdrehen nicht ausgleichen. 20kg/cm2 ist ja machbar, da sollte es doch Kleber geben?
Hat jemand ein Sensor rumliegen zwecks dem genauen Gewicht?
 
Bajaman

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Mal laut gedacht … wie wäre es denn, wenn man die Gewichte auf der Felge mit einem Spannband sichert … könnte ein Gummiband, Felgenband mehrere verbundene Kabelbinder der usw. sein.
Ich meine es gab so etwas mal um nachträglich eingebaute Sensoren an einer PKW Felge zu befestigen. Irgendwas in der Art sollte doch möglich sein. Soll ja nur die Gewichte daran hindern der Fliehkraft zu folgen und an der Felge zu bleiben.
Der Kleber an den Gewichten ist schon sehr gut, dass hält mit ein bisschen Fixierung an der Felgeninnenseite.
 
Thema:

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