Autonomes Fahren

Diskutiere Autonomes Fahren im Motorrad allgemein Forum im Bereich Community; Hallo Gemeinde ! Hier eine etwas verspätete Sonntagspredigt, die auf keinen Fall belehren, sondern zum Nachdenken anregen soll. Meiner einer war...
ZerberusGS

ZerberusGS

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Hallo Gemeinde !

Hier eine etwas verspätete Sonntagspredigt, die auf keinen Fall belehren, sondern zum Nachdenken anregen soll.

Meiner einer war erst vor einer Weile auf einem Fachidiotentreffen - Symposium - zum Thema Autonome Fahrzeuge / Autonomes fahren. Mein Fazit der nicht immer fesselnden Vorträge :

Autonomes Fahren ist, zumindest schon im Labor und auf den Teststrecken der Hersteller, schon ein ganzes Stück weiter als ich dachte.

So schön so gut. Aber wartet ...

Besonders ist mir der Vortrag in Erinnerung, um den es um den Ausblick in die gar nicht so ferne Zukunft des Autonomen Fahrens ging. Wo ich natürlich mal wieder unangenehm auffiel.

Die Vision die in dem Vortrag beschworen wurde, klang auf den ersten Blick verlockend.

Person X besteigt ein Fahrzeug und befiehlt diesem von A nach B zu fahren. Da es in dieser Vision nicht mehr vorgesehen ist, das der Fahrer in das Geschehen eingreift, erfüllt das Fz. dem Fahrer diesen Wunsch Autonom.
Voll vernetzt mit Zilliarden voll vernetzter Sensoren - sogar von der Einbeziehung der Fähigkeiten von Smartdust war schon die Rede - erledigt das Fz. den Fahrauftrag schnell, sicher und Energieeffizienz. Person X erreicht entspannt das Fahrziel und konnte unterwegs arbeiten oder sich in Social Networks tummeln - HOORAY !
Da Fahrzeuge und Environment voll vernetzt sind und ständig miteinander kommunizieren, ist das Unfallrisiko gleich null, Staus gehören der Vergangenheit an und es werden für den Fahrauftrag nur die absolut nötigen Ressourcen verbraucht.

Da saß ich nun, inmitten einer Menge wirklich kluger Leute mit einer Vision. Ihre Augen leuchteten und alle waren so ergriffen, das Sie den Vortrag im ersten Moment nicht mal mit dem verdienten Applaus honorierten. Ein Defätist, der ehe sehr nachdenklich dasaß, nutzte die günstigen Gelegenheit natürlich für einen Zwischenruf.
"Und was ist mit Motorrädern ?"

Genauso gut hätte ich bei einem päpstlichen Konzil rufen können : Wann gibt es endlich gratis Kondome für die noch in die Wege zu leitenden Orgien nach dem Konzil ?

In den Augen der ganzen klugen Leute mit der Vision, stand nichts als blankes Entsetzen, während sie ihre Köpfe drehten und ich meine 5 Sekunden (zweifelhaften) Ruhm bekam. Vom Podium, wo man sich erst mal von diesem Schock erholen musste, schallte es schließlich einigermaßen konsterniert :
" Motooorräder ? "
" Yup ! Motorräder ! "
Auf dem Podium sah man sich Verständnislos an und überlegte, wie man mit diesem ganz offensichtlich geistig schwer zurückgebliebenem Unikum aus dem Auditorium umgehen soll. Auf dem Podium wurde sich geräuspert, getuschelt und dann bekam ich meine Antwort :
" Motorräder im klassischen Sinn, haben in unserer Studie keine Rolle gespielt."
"Warum nicht ? " Ich konnte mir diese Frage einfach nicht verkneifen, weil ich furchtbar gerne Mopped fahre.
Auf dem Podium wurde wieder getuschelt, dann kam : "Wir haben Motorräder nicht mit in unsere Studie einbezogen, weil sie keinen Platz im vollautomatisierten Verkehr mehr haben."

Auf dem anschließenden Plausch an Stehtischen, wo ich gemieden wurden wie ein Leprakranker mit Ebola und einer roten Aids schleifen, gesellte sich dann doch eins der Mitglieder der Studiengruppe zu mir. Aus purem Mitleid wie ich vermute. Er zeigte mir auf seinem Tablett die Studie eine Fahrzeuges, das aussah wie ein Riesenjojo mit umlaufendem Reifen. Er versuchte mich damit zu trösten, das dieses kreiselstabilisierte Beförderungsmittel für eine Person, einem Motorrad ja immerhin irgendwie nahe kam - seiner Meinung nach.

Abschließend nur noch dieses. Beim Erstellen der Studie, befragten die Ausführenden zahlreiche politische Entscheidungsträger. So wie ich es verstanden habe, schwebt den meisten politischen Entscheidungsträgern volltautomatisierter Verkehr vor, der in seiner Endstufe, Eingriffe der Fahrer einfach nicht mehr vorsieht. Weswegen man, ohne schlechtes Gewissen von einer Transportvision sprechen kann. Menschen und Güter sollen unfallfrei, sicher, und ressourcenschonend transportiert werden. PUNKT !

Für alle die jetzt Müde lächeln : Der von der EU vorgesehene Zwang Neufahrzeuge Fahrzeug zu vernetzen, ist ein erster unerlässlicher Schritt in diese Richtung. Die Einführung von Unfalldatenspeichern und der Zwang das jeden Neuwagen mit einen Internetanschluss auszustatten, ist in den USA beschlossene Sache. In Japan sind GPS gesteuerte Eingriffe ins Motormanagement bereits Alltag. Der Streit wem die von neueren Fahrzeugen produzierten Daten gehören, Hersteller oder Besitzer, wird gerade zu Gunsten der Hersteller entschieden.

Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, aber ich sehe und höre. Ich denke Oldtimer und Motorräder, werden in absehbarer Zeit aus dem Straßenbild verschwinden. Vielleicht wird es noch Motorräder geben. Aber mal ehrlich, wie viel Spaß kann man auf einem Zweirad haben, das einem keine Eingriffe mehr ins Geschehen erlaubt ?

Und für alle die jetzt tönen, " Das wird nie so kommen !" nur so viel. Unter Fachleuten gibt es keine Diskussion mehr darüber, wer besser, schneller, rationeller und sicherer agiert und reagiert: Mensch oder Elektronik.

Meine einzige Hoffnung ist, das die Hersteller von Autos den Prozess verzögern. In noch weitergehenden Visionen, teilen sich einige wenige Monopolisten das aufkommende Transportvolumen mit ihren Flotten von autonomen On-Demand Transportmitteln.

Die Kutscher und Pferdebesitzer von anno dazumal, hatten wenigstens den Vorteil das die Zukunft laut knatternd auf sie zukam und sie auf die unübersehbaren Gefahren hinweisen konnten. Auf uns rollte die Zukunft lautlos zu und mit ihr geht das nicht zu toppende Totschlagargument nahezu unfehlbarer Sicherheit einher.

ABER ! Ich bin mir sicher das es einen Aufstand von uns geben wird !! Und wir uns mir aller Kraft dagegen stemmen werden - SPLAT ! - Summsummsumm ....

Ramen !

Deprimierten Sonntag noch ...

Euer Padre ZerberusGS
 
D

der niederrheiner

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Oha! War da nicht erst Letztens ein Bericht über ein "gehacktes" Auto? Da brauch ich ja keine Minute, um meine Verschwörungsneurose zu füttern. . .

Wird sicher lustig zu sehen wie die Vollautomatisierten Kisten auf ein nicht geplantes, zwischen den Reihen durchwischendes Motorrad reagieren. Der Spaß in meiner Rente ist gerettet.
 
M

moppede

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Bei unserer Infrastruktur hier auf dem Land wird das so schnell nicht kommen!!!!
Bei uns funktioniert nicht mal ein Handy (gleich welcher Anbieter)!!!
Die Straßen sind so schlecht das mittlerweile fast alle suvs bzw. Geländewagen fahren!! Ist Realität mitten in Deutschland!
Also von daher - hier kannst du noch mopedfahren;)

MFG.
 
tiggalot

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Ich weiss ja nicht auf was für komischen Veranstaltungen du dich herumtreibst, aber bis diese "Visionen" real werden, wird es noch eine Weile dauern.

Zunächst muss einmal die Haftungsfrage geklärt werden. Wer ist schuld, wenn ein autonomes Fahrzeug einen Unfall baut. Jetzt wird Google kommen und sagen das sie bisher nur passiv in Unfälle verwickelt wurden, aber Softwarefehler hat es immer schon gegeben und sie haben auch früher schon Menschenleben gekostet.

Als nächstes kommt die Logistik der Umstellung. Es wird keinen Umstieg von heute auf Morgen geben, weil das keiner bezahlen kann/will/wird. Also muss es eine Übergangsphase geben, in der ein gemischter Verkehr umgesetzt werden muss. Es müsste sichergestellt werden das der autonome Verkehr seine stärken voll und ganz ausspielen kann, das geht allerdings nur durch eine Trennung der Fahrspuren. Und jetzt ratet mal wie lange sich die RS6, Passats und sonstigen "Vertreterfahrzeuge" sich davon beeindrucken lassen werden das sie dort nicht fahren dürfen und mit dem Argument "ich habe einen Tempomaten mit Abstandsfunktion" das System durcheinanderbringen.

Dann kommt die Umrüstung bestehender Infrastruktur noch auf den Plan. Wer sich nur auf GPS verlässt ist noch nie durch den Gotthard gefahren. Es müssten also zusätzliche Signale/Sensoren auf den Strassen verbaut werden. Das ist allerdings nur für Hauptverkehrsachsen rentabel. Nebenstrecken würden ignoriert und dementsprechend für die autonomen Fahrzeuge irrelevant.

Als letzes noch das Thema Effizienz. Wenn die Strecken Effizient und Rohstoffsparend geplant werden sollen, dann bleiben solche schönen Strecken wie der Gotthard Pass den Motorradfahrern und nicht autonomen Fahrern vorbehalten...
Also JA! Seht zu das ihr die autonomen Fahrzeuge vorantreibt! Alles wird besser! Vor allem muss ich mich dann nicht mit Flachlandtirolern mehr herumstreiten, die meinen auf der Geraden alles zu geben um dann in der Spitzkehre stehen zu bleiben.
 
Sherlock

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Denke nicht, dass es um Landstraßen geht. Aber auf Mehrspurigen Straßen kommen wir auf Dauer nicht daran vorbei, fürchte ich.
 
maxquer

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Ich glaube auch nicht, dass diese Version weit hergeholt ist. Wenn mir einer vor 30 Jahren erzählt hätte, du wirst irgendwann immer und fast überall per Telefon zu einem finanzierbaren Preis erreichbar sein, dem hätte ich einen Vogel gezeigt. Ans Internet garnicht zu denken. Ich kann mir das in nicht all zu ferner Zukunft schon vorstellen. Ich schätze in 10-15 Jahren.

Gruß,
maxquer
 
Zörnie

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Was ineffizienteres als autonomes Fahren gibt es ja wohl kaum. Sollen sie lieber die Forschungsgelder in den Ausbau des ÖPNV stecken. Da kann ich heute auch schon ankommen ohne selbst zu fahren. Bei weitem nicht so luxuriös wie in dem mit einer Person besetzten Mittelklassewagen, aber dafür viiieeel preiswerter und ressourcenschonender. Niemand, außer natürlich der Industrie, braucht autonome Fahrzeuge. Aber wenn ich als Motorradfahrer da Sand im Getriebe sein kann, gern :D
 
ChiemgauQtreiber

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Nun, autonnomes Fahren wird sich wohl zuerst im Bereich der Transporte entwickeln - Stichwort auch "Platooning", d.h. LKWs fahren in geringen Abständen um die Luftwiderstände weiter zu reduzieren, diese Technik kann dann durchaus auch in PKW einzug halten, und genutzt werden, wenn ich/Man einfach von A nach B (ge)fahren (werden) will, man muß aber nicht.

daß das dann das Ende der Motorräder sein wird - ich glaube es nicht, denn genauso wie - nichtsystemintegrierte - Motorräder wird es auch weiterhin den Individiualverkehr bestehend aus Fußgängern, Radfahreren, Müttern mit Kinderwägen bzw. mit Kleinkindern mit Rädern geben - und diese beiden Verkehrsformen wird man nicht überall 100% voneinander Trennen können, d.h. die Systeme müssen dann auch damit umgehen können - also warum auch nicht mit Motorrädern...

aber ich glaube gern, daß diese Form des Individualverkehrs derzeit kein Bestandteil der Überlegungen und Visionen ist

Fairerweise sollte man aber auch an die Vorteile der Systeme denken, den Unfälle durch "Fehlfunktionen" des "System Mensch" dürften dann deutlich weniger werden,

ob das erstrebenswert ist und und wie weit man bereit ist, auf seine Individuelle Freiheit zugunsten der Sicherheit zu verzichten steht aber m.M.n. auf einem anderen Blatt
 
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Heidekutscher

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Erste Versuche mit Motorrädern gibt es aber doch schon!:)20150727_100646.jpg
 
ZerberusGS

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@der niederrheiner : "Störfaktoren" wie von Individuen gefahren Motorräder die " zwischen den Reihen durchwischen " müssen zur Verwirklichung der Visionen eliminiert werden. Es gibt zwar Überlegungen, z.b. von Individuen gefahrene Moppeds mit in die Vision einzubeziehen, aber du kannst dir sicher leicht vorstellen, das der hierfür nötige Gesamtaufwand dann doch etwas "Umfangreicher" wäre. Bezöge man von Individuen gesteuerte Motorräder oder schnell E-Fahrräder in die Vision ein, könnte dies nur zu Lasten des Verkehrsflusses geschehen.
Sicherheitsmargen eingerechnet, könnte - überzogen ausgedrückt - ein einzelnes von einem Individuum gesteuertes Motorrad, und hierdurch nur schwer "berechenbares" Objekt - dank des Schneeballeffekts - den Verkehr in einer ganzen Kleinstadt oder Stadtteil einer Großstadt soweit verlangsamen, das sich die Frage der Akzeptanz stellt. Sollen / müssen / wollen dutzende, hunderte oder gar tausende Personen in vollautonomen Fz. es hinnehmen, das ein Individuum den Verkehrsfluss hemmt und womöglich nicht energieeffiziente Geschwindigkeiten erzwingt ?
Die kosteneffizienteste Möglichkeit z.b das Problem eines "zwischen den Reihen durchwischenden Motorrades" zu lösen, wäre ein Eingriff in das Motormanagement. Sobald registriert wird, was du Schelm das tun willst, wird dir der Saft abgedreht. Du stehst dann zwischen den Streifen, während der Verkehr um dich herumfließt. Vermutlich wird dich deine gute alte R 1200 GS LC/Hybrid dann mit sanfter Frauenstimme Fragen : Lieber Niederrheiner, wirst du dich nun den Vorschriften Konform Verhalten oder willst du noch länger hier stehen ? Denn eigentlich ist, soweit mir bekannt, das "durchwischen" ja schon heute verboten. Oder nicht ?

Wer eine App seiner Versicherung benutzt, die den Fahrstill GPS gestützt kontrolliert, lässt sich entweder zwangsläufig korrigieren oder sieht zu, das er diese App schnell wieder los wird.

@tiggalot : Ich treibe mich auf Fachtagungen der Automotive Branche herum. Durch "Eintrittspreise" von mal schnell 1.700 Eu's oder mehr sind die für Otto Normalbiker nicht sehr attraktiv. s

Es ist nicht unbedingt geplant die Strecken effizient zu planen oder zu ändern ( das wäre ja viel zu TEUER ! ) sondern nur den Verkehr oder auf gut neu denglisch, die Mobility auf den vorhandenen Strecken neu zu ordnen.

Der Gotthard Pass ist ein schönes Beispiel :rolleyes: Die restriktive Vollkasko Mentalität der Eidgenossen in die Überlegungen mit einbezogen ( Stichwort Via sicura) wird sich das Problem erst gar nicht stellen. Du kannst und darfst den Gotthard ja weiterhin fahren - nur halt nicht mit einem Mopped das DU kontrollierst. Bis dahin dürften die Schweizer Via sicura so verschärft haben, das du dich vor einem Peleton wiederfindest, falls du es wagst mit einem alten, nicht vernetzten Fz. auf die Straße zu wagen.
"Chaben Sie noch einen letzten Wunsch, mein Herr, bevor ich ihnen die Augenbinde anlege ? " ;)

Abgesehen davon. Du denkst noch an Signale/Sensoren, die Leute die ich hörte sprachen von Smartdust. Aber es ginge auch archaisch, gleich Morgen früh und das relativ kosteneffizient. Die müssten nur mit Transpondern versehen Bolzen in die Straße knallen und z.b. dieser autonome Rennwagen von Audi, würde mit uns das Stilfser Joch hochknallen, das wir beide oben angekommen, mit vollem Übergeb-Tütchen in Händen aus dem Wagen purzeln und Gnade flehen. Echtzeit Reibwert Messungen des Asphalt und Radar der die Fahrbahn auf Unebenheiten/Hindernisse scannt, ist heute schon (Test)Alltag.

Die Haftungs- / Ethikfrage stellt sich nicht. Die entsprechende (und bereits vorhandene) Hard & Software vorausgesetzt, wird z.b ein Fußgänger schon vorsätzlich gegen ein bereits schon lange zum Stillstand gekommenes Fahrzeug springen müssen um sich zu verletzen. Wenn's pressiert, kann dir dein Transportmittel in Verbindung mit Smartdust, die Frequenz eines Balles nennen, den spielende Kinder an Straßenrand auftippen, dir ihre Schritte exakt zählen und ein Algorithmus wird prognostizieren, in welche Richtung jedes der Kinder in der nächsten Sekunde voraussichtlich rennen wird.

Lass mich dir ein Beispiel nennen : Entsprechende Parameter vorausgesetzt, schafft es ein Inschenör mit einem billigen Transponderarmband am Arm, ja schon heute nicht mehr eine Unfall mit einem autonomen Fz. zu provozieren. Du kannst es drehen und wenden wie du willst. Entsprechende Parameter Vorausgesetzt, macht Elektronik Unfälle so gut wie unmöglich.
Mit Softwarefehlern werden sie umgehen, wie heutzutage auch schon. In Zweifelsfall, bist du eben ein tragischer Einzelfall. Deine Angehörigen bekommen ein Entschädigung, man spendet eine Kranz und - so what ? Wen juckts ?

@moppede & sherlock : Je nach Aufwand bezüglich Soft & Hardware, ist autonomes Fahren jetzt schon überall möglich. Ganz moderne Autos der Oberklasse könnten das jetzt schon relativ problemlos. Verpasste man auch kleinen Straßen im Hinterland "zur Sicherheit" neue Randstreifen könnte es schon in ein paar Wochen losgehen. Auch in der tiefsten Provinz. Die Hersteller lassen ihre Versuchsträger ja jetzt schon autonom über abgesperrte Feldwege rumpeln. Und bei großen Trecker Herstellern, können sie euch jetzt schon riesige 9 Tonnen Trecker zeigen, die alleine zu einem Feld fahren, es autonom optimal Umpflügen und dann brav wieder zurückkommen.

@maxquer : Ich kenne Leute, die konnten bis vor kurzem nicht glauben das die selbstlernende Software für unser Prüfstände funktioniert, geschweige denn, das sie Frühschäden an Prüflingen erkennt. Da kriegt man das kribbeln, als ob einem rote Ameisen über den Rücken krabbeln

@chiemgauQtreiber : Das integrieren von Fußgänger wäre auch heute schon relativ problemlos. Wie viele Kids unter sechs Jahre die noch keine Smartphone haben / ganz dringend " wollen haben " kennst du ?

Du bist - und das ist jetzt wirklich nicht negativ gemeint, auch so ein "analoger" Nostalgiker wie ich. Denk Vernetzt ! Smartwatches, Smartphones, RFID Chips in der Kleidung. Press das alles zusammen und du bist so vernetzt, das du ein autonomes Fahrzeug auch schon heute durch ein proppevolle Einkaufszentrum fahren kassen kannst. Sicher, das Fz, wird nur langsam vorankommen. Aber es ist möglich !

Ich sah schon vor einer ganzen Weile einen X'er der Fa. XXX alleine in eine ganz normale Garage fahren und einparken. Und dachte mir hui ! Jetzt werben sie damit :-)

@alle : Bis vor kurzen war ich ähnlich naiv, gutgläubig und ahnungslos wie ihr. Inzwischen weiß ich, ich muss weiter denken. VIEL weiter. Viel viel weiter ! Man denkt : ÖHH ! Das kriegen die so schnell nicht hin ! Bis man es durchdenkt und erkennt, das es schon heute technisch problemlos möglich ist.

Bedenkt ! Wie bei allen umwälzenden Neuerungen der letzten Jahre, werden sie nicht das Umfeld uns anpassen, sondern uns dem Umfeld. Große Konzerne wie die Laberkom führen uns schon seit Jahre vor, wie man Kunden erzieht. Sie verbessern ihre Service nicht, sondern erziehen dich dahingehend, das du schlechten Service auf Knie rutschend, dankbar hinnimmst. Solange es kleine Konkurrenten gibt zu denen man ausweichen, ist das Problem nicht so drängend und zu auffällig. Aber seht euch die Tendenzen an. Sie gehen leider klar in Richtung Monopolisten. Und ein Monopolist kann de facto, nun machen was er will !

Oh mein Gott ! Jetzt klinge ich doch wie ein Verschwörungstheoretiker ! :p

... hey ! Wo kommt dieser schwarze Hubschrauber her ? ...
 
ZerberusGS

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Ich hol mir mal einen Morillon!

Der hat keine Sensoren, sondern bringt nur meine Sensorik in Verwirrung:)

Habe vor kurzen "Alte Marille" Obstler für mich entdeckt. Bin sonst wirklich kein Schnapsler. Aber zwei, drei Gläschen davon und ich bin so schön chillaxt :smoke:
 
Capricorn

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Bis es soweit ist bin ich hoffentlich six feet under.
 
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Bis es soweit ist bin ich hoffentlich six feet under.
ich hoffe dass das bei mir nicht so ist, sonst würde ich nicht wirklich alt werden

das - denke ich - wird schneller passieren - zumindest in Teilbereichen - als wir aktuell denken.

worauf auch ZerberusGS schon hingewiesen hat, vieles können die Autos von heute schon, und das nichtmal nur die die Vertreter der Oberklasse:
- Notbremsasystenten bei LKW Pflicht ab 1.11.2015
- Spurhalteassystenten beim LKW schon lange üblich, jetzt auch - in Grenzen - selbstlenkend bei PKW erhältlich z.B. auch VW Passat (Mittelklasse)
- Abstandstempomat
- Stauaussistent
- Einparkassisten
- Selbstfahrende Fahrzeuge (PKW und auch LKW) auf abgesperrten Strecken
usw.
 
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Da wird der Staat aber um seine Einnahmen bangen. Keine Speed- und Parktickets mehr aufgrund autonomen Fahrzeugen...
Wie sollen wir die 20 Mio. Flüchtlinge finanzieren?
Spritpreis rauf auf 10€/L? Dann muss das Auto autonom ins Geschäft fahren, ich sitze nämlich nicht mehr drin weil es sich finanziell nicht mehr lohnt arbeiten zu gehen.
Und überhaupt... wenn die Elektronik soooo toll allein funktioniert, warum muss ich meinen Arbeitgeber überhaupt noch mit meiner Anwesenheit belasten? Kann das nicht der schlaue PKW oder ein Roboter machen?
Pfeif auf autonomes Fahren, ich will autonome Arbeitssklaven für mich daheim und mein AG sicherlich auch für seine Firma.
Die Autobauer denken nicht weit genug!
 
ZerberusGS

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@vierventilboxer

Mach dich schlau zur 4. Industriellen Revolution und lies vielleiht mal was über die totale Vernetzung. A bissler Bange kann es eine da schon werden. Aber bedenk, als die Weber verhungerten, juckte es auch keinen.
 
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Mach dich schlau zur 4. Industriellen Revolution und lies vielleiht mal was über die totale Vernetzung. A bissler Bange kann es eine da schon werden. Aber bedenk, als die Weber verhungerten, juckte es auch keinen.
Muss ich nicht, die erlebe ich nämlich nicht mehr, respektive die Vorläufer werden meinen Alltag kaum bis gar nicht ernsthaft beeinflussen.
Es macht kaum einen Unterschied ob ich das Auto selbst lenke oder wie in einen Zug einsteige und gefahren werde. Das ist aus meiner Sicht auch keine echte Revolution, ebenso kein echter Gewinn.
 
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Schon die Vorstellung davon ist für mich absolut trostlos.
Fremddiktatur vom Staatsgeschehen übers Vorwärtskommen, am Schluss noch bis zum Scheissen. Nein, diese Zukunft will ich nicht. :nein:
 
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Habe vor kurzen "Alte Marille" Obstler für mich entdeckt. Bin sonst wirklich kein Schnapsler. Aber zwei, drei Gläschen davon und ich bin so schön chillaxt :smoke:
Ich hoffe deine Zeilen sind nicht unter Mithilfe von "Alter Marille" entstanden:o Das da in Bezug auf Assistenz Systemen noch einiges kommt ist klar. Allerdings votiert deine Version des Fahrzeuges klar zum Nutzgegenstand ohne Fun. Das wird der Verbraucher nicht honorieren. Das ist Freude am fahren nicht angesagt. Das Haftungsrisiko wird beim Fahrer bleiben, und deshalb wird er derjenige sein, der letztendlich die Kontrolle behält. Und nicht irgendein Programmierer
 
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