Wie funktioniert dieses System eigentlich? Woher weiß es, wann der Akku nur noch 50 % Kapazität hat? Durch einen Spannungsabfall? Die Messung erfolgt dan über die Fernbedienung, oder?
Diese Batterien sind eben KEINE Akkus. Bei den meisten Trockenbatterien fällt die Spannung während der Entladung langsam ab und daher kann man die Spannung als Maß für den Ladestand heranziehen. Siehe hier:
Alkali-Mangan-Zelle – Wikipedia
Natürlich ist das Ganze mit Ungenauigkeiten verbunden, was dann zu den Beobachtungen wie hier im Thread führt, nämlich dass Anzeigen wie „Nur noch 50 % Kapazität“ temperaturabhängig erscheinen.
Und natürlich muss die Spannung direkt an der Batterie gemessen werden und demzufolge das Messergebnis auf dem Funkweg an die Anzeige übertragen werden.
Aber Lithium-Ionen-Akkus halten hre Spannung lange bei 3 Volt und erst am Ende wirt die spannung sehr schnell abfallen.
Ungenau wird das Verfahren auch, wenn die Differenz der Spannungen für voll und leer sehr klein ist. Geräte wie Handys nutzen deshalb zusätzliche Methoden: Am Ende des Ladens steigt die Spannung stark an, dann sind die Akkus voll und das Handy registriert das als 100% oder so ähnlich. Während des schwachen Spannungsabfalls kann die Restladung wegen des geringen Abfalls nur sehr ungenau aus der Spannung ermittelt werden, weswegen das Handy den Strom misst und damit bei bekannter Kapazität den Ladestand über die entnommene Ladung schätzen kann, bis gegen Ende die Spannung so stark abfällt, dass das Handy das daran als leer erkennt. Ist die Kapazität nicht so genau bekannt oder weicht die Hochrechnung des Ladestands über Strommessung auf längere Zeit zu stark ab oder stimmt die Theorie bei niedriger Temperatur nicht mehr so gut mit der Realität überein, liegt die Ladestandsangabe daneben, was der Nutzer daran sieht, dass die Ladestandsangabe in % sich "plötzlich" unerwartet stark ändert, wenn die gemessene Spannung nicht mehr zur hochgerechteten Ladestand passt. Dabei wird die für den Akku gespeicherte Kapazität nachkalibriert, um künftige Anzeigen zu verbessern, was notwendig ist, weil die Akkus im Laufe ihres Lebens an Kapazität einbüßen.
Einfache Geräte machen es sich allerdings einfacher: So zeigt meine Digitalkamera über Hunderte von Bildern einen Ladestand von 100% (als Symbol - eine Zahl steht wohlweislich gar nicht dran), bis die Anzeige schließlich in vergleichsweise kurzer Zeit über wenige Bilder schrittweise auf 0 % abfällt. Nun sind Kameras allerdings auch Geräte mit Wechselakku, d. h. deren Ladestand und Kapazität kann durch den Austausch oder externes Laden "plötzlich" anders sein, was Hochrechnungen wie bei Handys mit festeingebautem oder ansonsten selten gewechselten Akku mindestens erschwert.