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concordia09
Themenstarter
- Dabei seit
- 05.10.2016
- Beiträge
- 34
Hallo,
mein Motorrad: R1200 GS, Baujahr 2017, 85000 km
Als ich den Motorschutzbügel abschrauben wollte, wurde die M10x45 Schraube im Motorblock mit jeder Umdrehung fester, bis irgendwann der Torx-Schlüssel (von Würth) nicht nur einmal übergerutscht ist, sondern mit einem Schlag Mehl aus dem Inneren der T50 Torx - Schraube gemacht hat. Dabei steckten nur noch ca. 10mm der Schraube im Motorblock. Um die noch relativ gute Ausgangslage nicht mit einer abgerissenen Schraube zu verderben, habe ich das Motorrad in eine freie Werkstatt gegeben.
Die haben die Schraube auch herausbekommen, wobei die unteren Gewindezüge (eben diese 10mm) mit Aluminium gefüllt sind. Sie haben das Gewinde nachgeschnitten und ich habe alle 6 Schrauben für den Bügel bei Leebmann neu bestellt. Obwohl der T50, bis auf kleine Spuren, noch gut aussieht, traue ich ihm nicht mehr und habe eine neue T50-Nuss von Hazett bestellt.
Das Gewinde hat natürlich gelitten, aber da hinter den 10mm noch 35 mm Gewinde sind, will ich nicht gleich aufgeben, denn alle Alternativen sind teuer und aufwändig und mein Motorrad hat 85.000 km! Die Bügel habe ich noch nicht wieder verschraubt und bin die paar Kilometer mit halb eingeschraubter M10x45 nach Hause gefahren.
Noch ein Hinweis: Auf den ersten Kilometern habe ich die GS fast im Stand, auf eben diese Seite, geschmissen. Bügel leicht verbogen, aber musste nicht gerichtet werden. Seither ist der Bügel mehrmals ab- und angeschraubt worden (mindestens alle 20.000 km). Von mir und der Werkstatt.
Ich habe folgende Fragen an Euch:
1. Wie kann das überhaupt passieren? Diese eine Schraube des Bügels wird gemäss Anleitung mit Lcotite verklebt, ich habe aber keine (blauen) Kleber-Spuren gefunden. Schräg angesetzt? Aber das merkt man doch bei 45mm Gewinde? Das mag zu Anfang noch gehen, aber irgendwann sagt doch der 55nm eingestellt Dremomentschlüssel Schraube fest und dabei steht noch etwas raus?
2. Fetten darf man diese Schraube sicher nicht, das wäre ein Widerspruch zum Loctite. Ich meine Reinigen und sauberbürsten der Schraube ist hier die Wahl.
3. Wie verhalten sich Stahlschrauben in Aluminiumgewinden nach längerer Zeit?
4. Diese Schraube hält mit einer zweiten M10x45 ein Rahmenrohr am Motorblock, direkt unten beim Seitenständer. Ich frage mich warum dort 2 solche Schrauben sind? Ich kann mir vorstellen, dass sich bei nur einer Schraube der Motorblock zum Rohrrahmen verwinden könnte, was bedeuten würde, dass diese Schraube vorsichtig angezogen (z.B. mit nur 40Nm statt der vorgeschriebenen 55Nm um das angeshlagene Gewinde zu schonen) auch ihren Zweck erfüllen würde.
Oder ist diese Schraube sogar nur für den Motorschutzbügel gedacht und die statische Funktion ist marginal? Dann würden auch 40Nm reichen.
5. Wäre es besser den Bügel künftig wegzulassen (ist ja bei diesem Modell eine Option) und die Schraube mit etwas mehr Loctite das letzte Mal zu verschrauben? Wenn der Motor nicht raus muss, dann wird diese Schaube nie mehr gelöst.
Grüsse und danke für Eure Antworten
Heige
mein Motorrad: R1200 GS, Baujahr 2017, 85000 km
Als ich den Motorschutzbügel abschrauben wollte, wurde die M10x45 Schraube im Motorblock mit jeder Umdrehung fester, bis irgendwann der Torx-Schlüssel (von Würth) nicht nur einmal übergerutscht ist, sondern mit einem Schlag Mehl aus dem Inneren der T50 Torx - Schraube gemacht hat. Dabei steckten nur noch ca. 10mm der Schraube im Motorblock. Um die noch relativ gute Ausgangslage nicht mit einer abgerissenen Schraube zu verderben, habe ich das Motorrad in eine freie Werkstatt gegeben.
Die haben die Schraube auch herausbekommen, wobei die unteren Gewindezüge (eben diese 10mm) mit Aluminium gefüllt sind. Sie haben das Gewinde nachgeschnitten und ich habe alle 6 Schrauben für den Bügel bei Leebmann neu bestellt. Obwohl der T50, bis auf kleine Spuren, noch gut aussieht, traue ich ihm nicht mehr und habe eine neue T50-Nuss von Hazett bestellt.
Das Gewinde hat natürlich gelitten, aber da hinter den 10mm noch 35 mm Gewinde sind, will ich nicht gleich aufgeben, denn alle Alternativen sind teuer und aufwändig und mein Motorrad hat 85.000 km! Die Bügel habe ich noch nicht wieder verschraubt und bin die paar Kilometer mit halb eingeschraubter M10x45 nach Hause gefahren.
Noch ein Hinweis: Auf den ersten Kilometern habe ich die GS fast im Stand, auf eben diese Seite, geschmissen. Bügel leicht verbogen, aber musste nicht gerichtet werden. Seither ist der Bügel mehrmals ab- und angeschraubt worden (mindestens alle 20.000 km). Von mir und der Werkstatt.
Ich habe folgende Fragen an Euch:
1. Wie kann das überhaupt passieren? Diese eine Schraube des Bügels wird gemäss Anleitung mit Lcotite verklebt, ich habe aber keine (blauen) Kleber-Spuren gefunden. Schräg angesetzt? Aber das merkt man doch bei 45mm Gewinde? Das mag zu Anfang noch gehen, aber irgendwann sagt doch der 55nm eingestellt Dremomentschlüssel Schraube fest und dabei steht noch etwas raus?
2. Fetten darf man diese Schraube sicher nicht, das wäre ein Widerspruch zum Loctite. Ich meine Reinigen und sauberbürsten der Schraube ist hier die Wahl.
3. Wie verhalten sich Stahlschrauben in Aluminiumgewinden nach längerer Zeit?
4. Diese Schraube hält mit einer zweiten M10x45 ein Rahmenrohr am Motorblock, direkt unten beim Seitenständer. Ich frage mich warum dort 2 solche Schrauben sind? Ich kann mir vorstellen, dass sich bei nur einer Schraube der Motorblock zum Rohrrahmen verwinden könnte, was bedeuten würde, dass diese Schraube vorsichtig angezogen (z.B. mit nur 40Nm statt der vorgeschriebenen 55Nm um das angeshlagene Gewinde zu schonen) auch ihren Zweck erfüllen würde.
Oder ist diese Schraube sogar nur für den Motorschutzbügel gedacht und die statische Funktion ist marginal? Dann würden auch 40Nm reichen.
5. Wäre es besser den Bügel künftig wegzulassen (ist ja bei diesem Modell eine Option) und die Schraube mit etwas mehr Loctite das letzte Mal zu verschrauben? Wenn der Motor nicht raus muss, dann wird diese Schaube nie mehr gelöst.
Grüsse und danke für Eure Antworten
Heige



