Ich finde die DSR-X einen guten Schritt in die richtige Richtung.
ich wĂŒrde mal sagen das hier 90% damit parat kĂ€men. Bazinga, so er denn der absolute Outback Typ ist der in den Karpaten und im wilden Kurdistan unterwegs ist, mag fĂŒr diese Gruppe recht haben.
Andererseits deswegen wiederum nur fĂŒr Eisdiele tauglich zu sprechen, finde ich ebenso Bullshit. Mit der 21 kw/h Option sind schon ganz ordentliche Reichweiten machbar. Ich selbst bin das was man wohl MotorradWanderer nennen könnte.
Ich fahre eigentlich kein richtiges Offroad, ich fahre aber gerne kleine StraĂen x-ter Ordnung und zwar auch hĂ€ufig auf dem Weg zum Ziel. Wenn ich in die Vogesen fahre, zockel ich manchmal 2 Tage dahin, obwohl ich per AB auch in 5 Stunden da sein könnte. Da fahre ich auf kleinen StraĂen irgendwo meist zwischen 60 und 90 km/h, in seltenen FĂ€llen die erlaubten 100 km/h, einfach weil diese StraĂen das in der Regel gar nicht hergeben oder es erlaubt ist.
Ansonsten bin ich ĂŒberwiegend in âzivilisiertenâ Gegenden Europas und vor allem D, A, CH, IT und F unterwegs. Und da wird ĂŒberall gerade massiv die Ladeinfrastruktur ausgebaut. Wenn ich alleine die Situation jetzt mit von vor 2-3 Jahren vergleiche, da sprieĂen ĂŒberall diese Dinger.
Und ich kenne sehr viele die eben ein sehr Ă€hnliches Profil haben. Sieht man doch alleine daran dass die Hauptreisen hier meist in Zentraleuropa gemacht werden und dabei ĂŒberwiegend StraĂe und nicht Offroad. Dazu schleppen sogar nicht wenige Ihre Reisedampfer per HĂ€nger in das Zielgebiet. Da braucht man dann ĂŒber Autobahn-Reichweite eigentlich gar nicht mehr reden.
Wenn Zero da noch mal die nĂ€chsten 2-3 Jahre auf ca. 25 kw/h hochgeht und das Energiemanagement weiter verbessert, ist man dann auch bei realen 300+ km LandstraĂe. Und wenn die Tagesetappe lĂ€nger ist, da zieht man sich zwischendurch bestimmt mal noch ein Schnitzel rein und kann dann in der Zeit quasi wieder aufladen.
Wie gesagt, dass mag hier und da noch etwas hĂ€ngen, aber die Zero und die Energica sind auch eigentlich ĂŒberhaupt die ersten ausgewachsenen âAdventureâ oder âCrossoverâ Bikes in Elektro. Ich denke wenn bis Mitte der 2030 er das Aus des Vebrenners kommen könnte, dann steht bis dahin die dritte oder vierte Generation DSR-X vor der TĂŒre. Da stecken dann konservativ gerechnet hochgepackte 28 kw/h zur VerfĂŒgung, gut fĂŒr ca. 400 km und eine bis dahin wahrscheinlich stĂ€rker als Tankstellen fĂŒr Benzin ausgebaute Ladeinfrastruktur.
Ich sehe da sogar irgendwann eine bessere Versorgung selbst in der Walachei mit Strom denn mit Benzin. Tankstellen wurden immer mehr konzentriert und zu TanksupermÀrkten ausgebaut. Die kleinen Tankstellen sterben seit Jahrzehnten weg.
Eine oder mehrere LadesĂ€ulen kann man aber in jedes Dorf packen. Man braucht keine zig Umweltauflagen erfĂŒllen mĂŒssende Tanklagerstrukturen, die jede moderne Tankstelle haben muss, man braucht nur ein schlichtes Stromkabel, Peng aus.
Zur Not in der Walachei in der 1 Sterne Pension gefragt ob man ĂŒber Nacht am Haushaltsausschuss laden kann. Daher glaube ich dass sich die jetzige immer wieder hervorgehobene FlexibilitĂ€t des Benzins gegenĂŒber dem Strom eher umkehren wird. Und gerade in strukturell schwachen Regionen wo keiner mehr eine Tanke betreiben will und kann, aber eine Wallbox oder LadesĂ€ule eben schnell mal montiert ist.
Ich plane selbst lÀngst noch nicht auf ein E-Motorrad umzusteigen. Weil ich meine eben noch fahren will die nÀchsten Jahre. Die Chance steigt aber so langsam, dass meiner 1200 GS vielleicht doch kein Verbrenner mehr folgt, sondern dann ein E-Motorrad.
Schaun mer mal.
âŠgeht doch schon in die richtige Richtung
PS:
Fahrbericht Zero DSR/X neu fĂŒr 2023: Ăber den SpaĂ, mit 225 Nm nur 3 km/h zu fahren