persönlicher Vergleich GSA LC und Multistrada Enduro

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Bitchone

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Auf vielfachen Wunsch möchte ich hiermit mal meinen persönlichen Vergleich zwischen der GS ADV und der Multi Enduro ziehen.
Wie bin ich überhaupt dahin gekommen? Ich bin bekennender Ducati und V2 Fan. Ich war meistens mit Ducatis und einer KTM 950 ADV S unterwegs.
Meine Pyrenäenmotorradtruppe ist ein wenig GS verseucht. Da ich nun auch sehr offroadaffin bin und es bis dato nix vergleichbares bei Ducati gab, bin ich 2014 von meiner MTS1200S auf eine GSA umgestiegen. Wenn schon GS, dann ne ADV. Zudem hat diese mehr Federweg und bereits Speichenräder, was mir im Gelände wichtig ist.
Ich habe die GSA dann im Winter erstmal ordentlich umgestylt und empfand sie doch als sehr gelungen und vorzeigbar. Zudem grenzte sie sich gut von der ganzen Standardware ab.
Generell bin ich kein GS Fan, da zum einen davon zu viele rumfahren und mich das Bike von der Stange optisch überhaupt nicht anspricht.
Die GSA wurde mir dann leider Ende Juni 2015 geklaut. Wenigstens konnte ich vorher eine größere Korsika-Sardinien-Tour machen, die mit der GSA doch recht spaßig war.
Die Versicherung hatte sich mit der Regulierung recht viel Zeit gelassen, sodass meine Saison 2015 an sich gelaufen war. Günstige ADVs gab es zu der Zeit nicht wirklich, zudem bekam ich den Hinweis, dass Ducati 2016 in der Richtung was rausbringen würde, was dann eben auch auf der Eicma vorgestellt wurde.
Da ich mir gern den ersten Wertverlust einer Nagelneuen spare, holte ich mir als Übergangslösung dann eine normale GS. Im letzten August musste ich dann doch schon bei einem super Angebot bei einer jungen gebrauchten Multi Enduro zuschlagen.
Mit dieser war ich nun im September auf Sardinien und kann daher einen guten Vergleich ziehen.

Generell fängt es bei mir schon beim Sound an. Ich mag den Klang eines V2s weit mehr, als den des Boxers. Wobei ein Boxer mit offenem Akra auch richtig gut klingt. Auch eine NineT brummt ab Werk schon richtig nett.
Vom Motor her oder bedingt durch den "Schalltunnel" an der GS, kommt aber auch mehr Gerassel am Fahrer an. Auch der Ducati Motor ist nicht wirklich leise, er klingt generell rauer aber nicht so rasselig. Rasselkupplung war einmal und offen damals trotzdem geil ;)
Eine GS kann man unten rum ruhiger, entspannter fahren. In der Stadt mit Schaltassi bap bap bap fahre ich angenehm etwa 75 auf ner 60er Strecke im Sechsten Gang. Die Multi hat leider keinen Schaltassi, ich habe den anfangs sehr vermisst. Auf der gleichen Strecke reicht es dann aber auch nur für den 5. Jedenfalls, wenn man dann noch halbwegs rausbeschleunigen will. Dafür hat die Ducati ja aber auch eine höhere Endgeschwindigkeit.
Auf der GS ist der SA ein must have. Damit kam bei mir erst wirklich Freude, ein sportliches Feeling auf.
Da die Kupplung, habe ich noch durch einen größeren KNZ verfeinert, und das Getriebe bei der Duc sehr gut funktioniert, konnte ich mich doch wieder entwöhnen. Zum Schalten lupfe ich ganz kurz die Kupplung und die Gänge rutschen sauber rein, wenn man nicht zu zaghaft schaltet. Sonst finde ich auch mal z.B. nen Leerlauf zw. 5 und 6.
Bei der GS bedarf es gerade mit SA doch auch mehr Kraftaufwand. Mit Sportstiefel hatte ich gar nach unserer Korsika-Sardinien-Tour nen blauen Schaltzeh. Mit dem Assi schaltet man auch mehr, weil es so schnell und sonst einfacher geht. Dies konnte ich gut bei meinen anderen Spezis ohne SA beobachten. Und es klingt in Verbindung mit nem Akra einfach geil.
Mittlerweile fahre ich Endurobedingt nun auch Endurostiefel in Form der Alpinestars Toucan, auch mit diesen Knobelbächern schaltet sich die Duc präzise.
Ich hatte 2015 mit der GSA auf Korsika und Sardinien viel Freude, ich finde es Klasse, wenn ich auch auf schlechten Straßen langballern kann. Den Meisten ist zu viel Bewegung im Fahrwerk nichts, auch meine Kumpels machen dann eher zu. Mit der GSA funktioniert das aber ganz gut, ich war da meist im Dynamik Normal Modus unterwegs. Die GSA ist für mich dabei nicht wirklich weniger handlicher als eine normale GS. Konnte ich auch an meinem GS Spez sehen, dem ich immer am A... klebte. Bietet aber mit dem mehr an Federweg auf schlechten Pisten auch mehr Reserven.
Im direkten Vergleich nun zur Multi gefällt mir das Fahrwerk der Duc noch besser. Man kann sagen was man will, es ist transparenter als das TL Fahrwerk. Auch spricht es für meinen Geschmack sensibler an und dämpft etwas angenehmer. Ich habe hier in der Nähe z.B. einen Feldweg mit paar Dellen drin, über den ich hin und wieder mal drüber donnere. Mit der GSA war das etwas poltriger, der Hauptständer klapperte da öfters als bei der Duc. Die normale GS ist da noch mehr ein Springbock.
Auch auf schlechten Asphaltpisten, wo ich die GSA dann oft auf Dynamik Soft stellte, wird es zwar komfortabler, aber auch irgendwie schwammiger. Wohingegen die Multi Enduro im Touringmodus zwar mehr Bewegung auf dem Motorrad zulässt aber dabei die Unebenheiten sauberer dämpft und ich bekomme eben noch Feedback von der Straße. Noch weicher würde es im Urban Modus, doch das ist mir dann zu schaukelig.
Ein riesen Pluspunkt für die Multi ist hier aber eben die Abstimmbarkeit von Motor und Fahrwerk. Ich kann jedes Setting von Sport, Touring, Urban und Enduro individuell abstimmen. Man kann z.B. auch das sportlichere Ansprechverhalten des Motors vom Sportmodus auf den Touringmodus übernehmen, oder umgekehrt. Bin ich generell etwas schwerer oder leichter, kann ich die Fahrwerkssettings generell straffer oder softer einstellen und kann dann immer noch zwischen 1 Mann, 1 Mann+Gepäck, 2 Mann und 2 Mann+Gepäck variieren.
Das mag am Anfang etwas Arbeit sein aber man hat überhaupt die Möglichkeit, was die GS bis dato nicht bietet. Z.B. habe ich auch im Enduromodus nun automatisch die Traktionskontrolle auf Off.
Bei der GS ist der Unterschied zw. Soft, Normal und Hart nicht wirklich groß und man kann ihn nicht feinjustieren. Auch nicht das ABS und die Traktionskontrolle.

Die Tourentauglichkeit ist bei der GSA und der Multi Enduro ähnlich. Die GSA sitzt sich am Anfang noch angenehm straff, neigt aber eher zum Durchsitzen. Die Multi ist da generell härter und ich empfehle, solange man groß genug ist, hier auch die hohe Sitzbank, da diese nicht ganz so muldenartig ausgeprägt ist und eine größere gerade Sitzfläche bietet. Bei meinen Sitzbänken habe ich noch eine kleine Hohlkehle im Bereich des Steißbeines einarbeiten lassen, was für mich zusätzlich Komfort bietet.
Die Alukoffer der Multi, Zega Pro Reihe von Touratech, sind hochwertiger als die Aluboxen der GSA. Zudem bietet die Multi ein klein wenig mehr Stauraum, da auch der Auspuff weit schlanker gestaltet ist.
Ein großer Pluspunkt für die GSA ist hier das Aufbocken auf den Hauptständer. Mit beladenen Koffern bekommt man die Multi Enduro kaum noch aufgebockt, während dies bei der GSA dann trotzdem fast noch spielerisch funktioniert.

Tendenziell fährt sich die GSA wegen des TLs beladen etwas entspannter als die Multi Enduro. Bei der GS braucht man ja zum Ankern vor Kurven nur nen Zeigefinger und sie taucht dabei eben nicht ab. Mit der Multi kann man auch super Ankern, je nach Fahrmodi taucht die Gabel dann aber eben mehr oder weniger ein. Hier muss man eben dann auch eher zusätzlich mal die Fußbremse benutzen, was GS Fahrer doch gern mal verlernen. Ich bremse gern ordentlich rein, löse dann die Handbremse und lasse noch kurz die Fußbremse stehen und korrigiere höchstens nur mit letzter.
Ich war meistens später auf der Bremse als mein GS Spez vor mir, dann nicht langsamer in der Kurve und mit etwa gleichem Abstand dann aus dem Scheitelpunkt.
Er dabei auf einer abgespeckten GS mit Rallyesitzbank und ohne Gepäckträger und ich auf der Multi Enduro. Das können schon 20-30kg Unterschied sein.

GSA und Multi bieten einen sehr guten Wetterschutz. Im Beinbereich ist man bei beiden vom Tank abgedeckt. Oben ist es bei der GSA einen Tick Windgeschützter. Da mir aber das flattrige Originalwindschild auf der GSA nicht nur optisch nicht gefiel, hatte ich eine getönte Scheibe der GS drauf. Sah etwas sportlicher aus und war an sich immer optimal einstellbar.
Standardmäßig fuhr ich dieses knapp über unterste Stellung, sodass noch etwas Luft auf den Helm traf. Bei Regen und dann auch im Dunkeln mit offenem getöntem Visier war die Scheibe ganz oben optimal. Hatte kaum Zug an den Augen.
Bei der Multi habe ich ebenfalls aus optischen Gründen eine kleine Puig Sportscheibe montiert. Leider bietet sie in oberster Stellung nicht mehr den Windschutz, um im Dunkeln auch entspannt mit offenem Visier fahren zu können. Hier muss ich mich bis dato doch etwas kleiner machen und oder den Helm mit dem Helmschild mehr nach unten neigen.
Daher schnitze ich mir gerade eine Zwischengröße zw. Sport und Standard aus einer Puig Touring Scheibe. Sie wird etwa 4cm länger als die Sport und dabei eben noch 3-4cm kürzer als die Standardscheibe sein und somit in oberster Stellung auch guten Schutz bieten.

Weiter zum Motor. Das viel gelobte dicke Drehmoment der GS schon aus unteren Drehzahlen macht im Vergleich zur Enduro keinen Unterschied. Auch die Duc drückt super aus dem Keller. Im Kurvengeläuf war ich erstaunlicherweise meist unterhalb von 5000-5500 U/min unterwegs und somit noch unterhalb des bekannten Drehmomentenlochs des Ducati DVT Motors. Dieser bricht ja zw. 5000 und 6000 ordentlich ein. Dies gilt aber vorzugsweise nur auf dem Papier und wenn, dann eher auch nur bei der normalen Multistrada und da am markantesten bei den ersten aus 2015.
Die Enduro ist ab Werk bereits kürzer übersetzt, des Weiteren hat sie die aktuelle Airbox verbaut und die neueste Software. Zudem verhalten sich eingefahrene DVTs weit unauffälliger als frische Vorführer.
Meine hat nun mittlerweile etwa 7000km auf der Uhr und ich kann so gut wie kein Drehmomentenloch wahrnehmen. Jedenfalls nicht so arg, dass es mich stören würde.
Im Kurvengeläuf bewege ich mich wie bereits gesagt noch unterhalb der kritischen Drehzahl aber wenn ich mal weiter ausdrehe, dann ist der Bereich trotzdem schnell überwunden und ab etwa 7000-7500 Touren brennt eh noch mal ein Feuerwerk ab, wovon die GS nur träumen kann.
Das ist z.B. auch ein Punkt, der mich am Boxer etwas gestört hat. Es fehlt irgendwie der letzte Kick. Der LC geht schon ganz gut und er legt ab einer bestimmten Drehzahl im Verhältnis zum letzten Luftgekühlten noch mal gut zu. Der 110PS Boxer fährt sich ja hier eher wie ne Straßenbahn ohne jegliche Leistung5explosion, eben sehr langweilig. Da passiert beim LC schon etwas mehr aber für meinen Geschmack eben noch zu wenig. Noch besser drückt der 1290er Motor der SuperADV von KTM, der ist wirklich Hammer. Diese Leistungsentfaltung hätte ich auch gern bei der Ducati. Der drückt wirklich immer. Generell wäre die KTM auch wegen des V2s etwas für mich. Bevor ich mir wieder eine GS kaufen würde, würde ich eher zu KTM wechseln.

Ja, was gibt es noch so. Für viele GS Fahrer ist ja das Kettenthema aufgrund des Kardans ja eben keines mehr und sie heben eben den Kardan eher als großen unverzichtbaren Vorteil hervor. Mir dagegen ist ein gepflegter Kettenantrieb weit lieber. Ist die Kette sauber eingestellt und wird sie z.B. durch einen CLS Kettenöler ausreichend geschmiert, besteht hier weniger Wartungsaufwand. Zudem neigt ein kettengetriebenes Bike weniger zu Lastwechselreaktionen. Hier verspürte ich doch schon mitunter mehr Spiel im Kardan.
Zudem empfinde ich den Kardan mindestens auf der normalen GS als sehr störend. Er erzeugt mitunter unangenehme Vibrationen, die man nicht nur hört, sondern auch spürt. Ich empfand dies auf einer Harz Tour auf der GS als sehr unangenehm, hier schlief mir doch glatt die rechte Hand ein und ich hatte starkes Kribbeln in den Füßen. Fuhr aber immer mit blanken GSA Fußrasten ohne Gummieinsatz.
Die GSA war da etwas unauffällige, jedenfalls schlief mir da nix ein. Wobei ich sagen muss, dass ich mit der GSA keine längere Autobahnetappe mit höherem Tempo gefahren bin.
Der bei der GSA bereits verbaute Torsionsdämpfer machte sich aber trotzdem positiv bemerkbar. Vibrationen sind trotzdem vorhanden und solche Reaktionen kennt man eben von einem Kettenantrieb nicht.
Wer hier nun auch Kettenpeitschen moniert, kann einfach nicht mit einem V2 umgehen. Wenn man versucht, in einem hohen Gang bei 2000 Touren ordentlich raus zu beschleunigen, dann kann das vielleicht vorkommen, macht man so aber eben auch nicht. Die GS kommt da vielleicht einen Tick eher aus dem Quark, vibriert dabei aber eben auch ordentlich. Kurz nen Gang runter und alles ist bestens.
Kettenschmierung ist mittels Kettenöler kein Thema. Hier ist der CLS Evo Tour ein sehr sparsamer und kompaktbauender Vertreter. Auch der Kardan muss gewartet werden und neigt mit zunehmender Laufleistung zu noch mehr Spiel zwischen den Zahnflanken.
Kardan ist für mich jedenfalls kein Kaufgrund.
Und wenn ich gerade bei der Wartung bin. Die Duc muss zwar nur alle 15.000 km zum Service, reißt dann aber alle 30.000 km doch mit über 1.000€ ein ordentliches Loch in die Börse. Müsste man nun mal gegenrechnen, wieviel Differenz am Ende bei einer GS mit alle 10.000 km übrig bleibt.

Weitere Punkte, die Anbindung des Navis ist bei der GS natürlich mit der Vorrüstung und mittels des Bedienrades besser gelöst, das finde ich sehr gut. Mein Navi sitzt bei der Enduro nun auf der Lenkerklemmung. Fand ich eigentlich immer doof, ich wollte mir aber den Windschildversteller oberhalb des Dashboards nicht verbauen.
Da ich schon dabei bin, das Dashboard der Duc spricht mich weit mehr an, als das Cockpit der GS. Sind für mich aber beide auch sehr gut ablesbar. Leider fehlt bei Ducati eine Reifendruckkontrolle, was ich sehr schade finde und in der Preisklasse Standard sein sollte.
Die GS hat nen Knopf mehr, sodass man noch etwas schneller während der Fahrt zwischen Soft, Normal und Hart umstellen kann. Bei der Ducati kann man ja nur zwischen den Fahrmodi Sport, Touring, Enduro und Urban umschalten. Da die Dämpfung für meinen Geschmack bei der Ducati etwas besser funktioniert, bin ich weniger geneigt, hier umschalten zu müssen. Im Sportmodus geht es mit der Enduro auch gut über schlechte Pisten, wo mir eine GS auf Dynamik Hart eher bockig vorkommt.
Das LED Licht ist bei beiden klasse und ich würde nicht drauf verzichten wollen, auch nicht auf die Zusatzscheinwerfer. Da kann man nachts ne dreispurige Autobahn schon gut mit ausleuchten.

Und zum Schluss noch was zur Optik. Über Geschmack kann man streiten, muss man manchmal auch. Wenn man beide Motorräder miteinander vergleicht, ist die Ducati eindeutig designtechnisch das weit hübschere und modernere Motorrad. Wenn man hier einige Details betrachtet, da wirkt die GS dagegen einfach altbackend und nur funktional. Schon ein Blick aufs Cockpit sagt mir da einiges. Bei der Ducati ist das voll digitale Dashboard freischwebend sauber in die Verkleidung eingepasst, wohingegen beim Blick aufs GS Cockpit es mir vorkommt, als hätten sie paar Verkleidungsteile vergessen, so zerklüftet und knochig es da aussieht. Aber zerklüftet und knochig, eher zusammengewürfelt wirkt die GS generell auf mich. Mitunter lieblos, wenn man z.B. silberne Soziusrasten an nen schwarzen Rahmen schraubt.
Motorradfahren ist doch eher Leidenschaft, da kann und sollte man nicht, erst recht nicht in der Preisklasse, die Kisten aus irgendwelchen Schubladen zusammenstecken und nur auf den maximalen Profit schauen. Das aktuelle Facelift ist da nicht besser geworden mit z.B. dem schwarzen Heckrahmen für alle. Jetzt passt die Soziusraste standardmäßig an gar keine GS mehr.
Italienische Motorräder sind einfach durchgestylter, selbst KTM hat hier eine saubere Linie.

Am Ende muss einem das Motorrad gefallen und beim Fahren Spaß bereiten. Bei mir tut das eindeutig die Multi Enduro, welche ich gerade auch noch etwas individualisiere.
Mir gefielen meine beiden GSn nach dem Umstyling auch richtig gut, zumal sie unter dem Haufen Standard GSn so auch etwas Besonderes waren. Am Ende sind es aber GSn geblieben, die ADV ist dabei die eindeutig bessere GS, jedenfalls auch für den, der oft zu zweit und mit Gepäck reist, und auch gern über schlechte Pisten donnert.
Die neue GS Rallye sieht auf den ersten Blick auch super aus aber am Ende wirkt sie nur aufgrund des schlanken Hecks mit der Rallyesitzbank so neckisch.
Muss man die sich erst soziatauglich zurechtschustern, bleibt am Ende nur ein bunter Vogel übrig.
Ich selbst bin mal auf die Enduro S mit nur 20L Tank gespannt, die wohl auf der nächsten Eicma vorgestellt werden soll. Ich könnte mir diese bereits jetzt schon mit Teilen der Multi 950 zusammenbauen.

Wer hier nun auch seine Meinung kundtun möchte, sollte dies vorzugsweise ebenfalls mit Erfahrungen auf beiden Bikes. Eine Stunde Probefahrt zählt für mich aber nicht darunter. :p

Rutscht gut rein und schon mal eine unfallfreie Saison 2017 gewünscht.

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Kardanfan

Kardanfan

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Etwas viel Text :rolleyes: ..... jetzt ist mein Kaffee kalt!

Ob ein Vergleich sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln - man muss sie beide fahren und dann entscheiden, oder sich von einem "unmoralischem" Angebot überreden lassen.
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Für mich ist das Geschüttel und Gerüttel der Armaturen einfach ein no go - die Drehzahlen sind mir zu hoch, die der Motor ständig fordert.

Allerdings hat die GSA Abmessungen, die schon gewaltig sind:
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Ich hatte das Glück, die Sache einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Aber am Ende entscheidet jeder selber - ich tendiere gerade eher zur KTM 1290 SA - nur, wenn ein "unmoralisches" Angebot im Raum stehen sollte, dann werden die Karten eben neu gemischt.

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Aber noch - mit 128.000 km, tut sie ihre Dienste - und zwar fast problemlos.

P1240965.JPG P1250173.JPG P1210587.JPG

In diesem Sinne wünsche ich jedem viel Spaß und km auf seinem Traumgerät.
 
GBAdventure

GBAdventure

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Vielen Dank für die Eindrücke.
Was die Dimensionen der ADV angeht: ist sie zu groß, bist du zu klein :-)

Nach der zweiten LC, sind ein paar Pferde mehr schon verlockend, von daher werde ich 2017 bei den Wettbewerbern mal eine Probefahrt anmelden.
Guten Rutsch und ein unfallfreies neues Jahr!
GB
 
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Harleyman2008

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Also da stimme ich zu...jeder nach seinem Empfinden....ehrlich? für mich sieht die Duc aus als wäre sie der Designabteilung von Citroen entsprungen, mein Augen entzünden sich an den "überstilten" rundgelutschten Formen...genauso wie am Hauptscheinwerfer einer KTM Superadventure....die Duc kann auch nie den Windschutz der GS AD bieten wie die Fotos vom Kardanfan (von oben) eindrucksvoll zeigen...wie bei meiner Vorstellung hier im Forum erwähnt habe ich in den letzten 2 Jahren so ziemlich alles im Reiseanduro Bereich Probe gefahren....gaaanz am Ende (August 2016 die AD...) nach Probefahrt:confused:= sofort unterschrieben! Diese Duc wollte ich aufgrund der Formen erst gar nicht fahren, das ist halt Geschmackssache....es gibt ja auch Citroen Liebhaber...warum nicht?
Klare eindeutige eckige einfach geile Linien....das ist eine Adventure GS....um es mit den Worten der Unschuld zu formulieren:rolleyes:
meine 73jährige Mutter/ keinen Dunst von Moppeds beim Ersten Betrachten meiner 16er ADV....eee Junge...eeehh warum issen dat alles so groß...???:D...Muttern!!!!!!!!! weil klein Schitte iss!!!!! UND GRO? EINFACH NUR GEIL!!!!!!!

Fernab aller gefühlten Werte= wer fährt alles ne GS? wie breit darf ein Mopped sein? an meiner Harley gibts auch keine Kette usw....mir ist schnurzegal wie viele Leute etwas fahren was ich auch habe....

Die Adventure ist im Reiseenduro Segment einfach eine Burg, alles was nur 2cm schmaler ist gefällt mir nicht, Kardan oder Zahnriemen ein muss, völlig ausreichend motorisiert aber nicht wie die KTM 1290 "übermotorisiert" die mich auf der Probefahrt irgendwie nervös machte....ich dachte...was denn nun? Reiseenduro? oder GSXR mit Superbikelenker??? , andererseits nicht Dickfällig wie eine Tenere, unten optisch durch den Boxer genauso fett wie oben! Ein Männermotorrad eben.....wie meine E Glide.
Auf einer Africa Twin sitzend würde jeder bei meinem Anblick sagen= ....guck mal---was ? da...was? na der Yeti aufem Fahrrad...es gibt ihn doch...

was schmaal sein darf und ist? meine Frau!

um eine Lanze für Ducati zu brechen= etwas können sie beim Design??? = Ducati 916 richtige bildschöne Sportdiva! Respekt!!!

Aber Reiseenduro? Neeee schon optisch "Danke"!
 
Bitchone

Bitchone

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@Kardanfan
Warum sollte ein Vergleich nicht sinnvoll sein? Ich kann eine KTM 1290 SA, eine R1200GS ADV und eine Multistrada Enduro sehr wohl vergleichen. Alle 3 gehören zur Kategorie übergewichtiger Reiseenduros. Alle haben die gleiche Rad-Reifen-Kombination, ähnlich viel Federweg und Hubraum, und ein dicken Bauch mit 30l Fassungsvermögen. Also wenn ich die nicht miteinander vergleichen kann, dann weiß ich aber auch nicht.
Keines der Bikes fordert ständig mehr Drehzahlen. Wie ich bereits geschrieben habe, knallt die Multi auch mit tieferen Drehzahlen aus den Kurven. Und das gummigelagerte Dashboard zittert sich nur mal eins ab, wenn man versucht GS typisch mit 2000 Touren plötzlich aus die Pötte zu kommen. Musst mal gucken, da zittert auch das GS Cockpit :p
Wie bereits gesagt, 100km Probefahrt reichen nicht, um ein objektives Urteil fällen zu können. Nur manchmal merkt man eben gleich, dass ein oder andere ist eher weniger was für mich.

@Harleyman
Bisschen enttäuscht bin ich schon von dir als Harleyfahrer, dachte immer, die wären auch eher was spezielles, wie die Ducatistis. Naja, wir werden alle älter.
Einerseits bezeichnest du die GSA als Männermotorrad und andereseits bist du von den 160PS, welche absolut kontrollierbar serviert werden, überfordert. :confused: Auch möchtest du lieber 2 Quadratmeter Windschild vor dir haben, als dir ein bisschen Wind um die Nase wehen zu lassen. Die KTM wäre doch sonst gar nicht so schlecht für dich, die hat auch Sitzheizung serienmäßig. Naja, mitunter kann man die im Sommer nicht abstellen ;)
 
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Bitchone

Bitchone

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Harleyman2008

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genau Andreas, ich verstehe Deinen Ansatz umfassend zu analysieren und zu vergleichen, man muss sich an sowas erstmal dransetzen...ich bin ehrlich...irgendwann will man nicht mehr lesen...da meldet sich eben der Motorradbauch und sagt=

he was? Lenkimpuls, Schwingung Board, ablesbar, silberne Fussrasten uuu. wat? ich Biker=

Geil? oder nicht Geil? das ist hier die Frage

Für Dich Geil! Kaufen

Für mich hesslich! nicht kaufen!

GS Adventure?= für mich geil Kaufen Kaufen Kaufen!!! warum ? BAUCH!
der Eindruck verbessert sich nicht auf 100 oder 100 tsd. Km....was die E Glide kann oder nicht das ist heute noch das Gleiche wie auf Probefahrt, die Adventure (die richtige weil GS...Grins) hat es mir bewiesen....nicht weil ich sie schon 100000 gefahren hab wie meine E Glide sondern ja! auf den wenigen km....

Ich spreche Dir nicht die sachliche Analyse ab und respektiere wirklich Deine Mühe....sprich mir bitte nicht nach 35 Jahren 2rad Praxis die Fähigkeit ab, sei es auch nur auf einer Testfahrt ein Mopped beurteilen zu können....für mich und bitte nur für mich= Multistrada= hesslich....sorry...GS Adventure Geil

gut wenn es Leute gibt die sich wirklich so in Analysen knien....bei mir iss es eben Bauch....;)
 
Roadrider

Roadrider

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wie du ja im 3. Satz erwähnst (bekennender Ducati-Fan) war mir eigentlich von vornherein klar, wie das Endergebnis aussehen wird...

ist ja auch OK - aaaaber: für mich interessanter wäre ein Vergleich von jemand gewesen, der sich das Ende offen gelassen hätte.

BMW muss ja nicht für jeden das Beste sein. :schulterzucken:
 
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Harleyman2008

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R 1200 GS Adventure 2016, Harley Davidson Electra Glide Ultra Classic 2008/ Street Glide
jupp...hier iss einer....ich lehne jeglichen Extremismus ab...auch Markenfetischismus....was wir noch nicht erwähnt haben....die Grundlage kann und sollte nur eine sein=

WAS WILLST DU MIT DEM MOTORRAD MACHEN???

1. was anderes haben als andere?
2. samstag Eiskaffee ? mit oder ohne Frau???
3. Zum Hindukusch? Panam? Paris Dakar?
4. 210 Liter Stauraum statt wendeschlüpfer?
5. Tanken um von Ahnungslosen nach dem Preis deines Motorrades oder dem Verbrauch befragt zu werden?
6. mit nem dicken Schlappen Tussis und Kinderzimmerbewohner beeindrucken (danach mit 15 kmh um die Kurve zittern...)

Meine Kriterien=

Reichweite 500 weil ich mind. einmal bis zweimal im Jahr Europa durchquere
muss so richtig breit und fett sein weil fett iss geil
bequem fast wie ne E Glide, Motorpower wie ne V Road und besseres Fahrwerk mit Helferlein ohne Ende
klare Formen mit Enduro Scheinwerfern möglichst weit unten und vergittert (Paris Dakar...auch wenn ich nie hinkomme)
Kardan oder Zahnriemen
leicht fahrbar/ entspannend bewegbar
schlechte strassen machbar
hohe zuladung
traditionelles Motorgehabe (der Boxer klatscht mir rechts und links eine beim Anlassen)
Gefühl als würde man auf nem gepanzerten Hochsitz durch den Wald reiten
Power wenn man sie braucht aber man langweilt sich nicht wenn man mal langsam vor sich hin schaukelt

Perfekt! stimmt wirklich....BMW Freude am fahren...Grins....neee ich werd nicht bezahlt von denen!!! wirklich nicht...
im Gegenteil....ich hab bezahlt und nicht wenig...Lach!!!!

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lederkombi

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hohe zuladung
traditionelles Motorgehabe (der Boxer klatscht mir rechts und links eine beim Anlassen)
Gefühl als würde man auf nem gepanzerten Hochsitz durch den Wald reiten
Power wenn man sie braucht aber man langweilt sich nicht wenn man mal langsam vor sich hin schaukelt

Zur These
:help::super:
 
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hardlinerch

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In einer BMW Gruppe darf man prinzipiell nichts gegen BMW sagen ,das ist mir bewusst ,auch wenn es die Wahrheit wäre ,will man das oft nicht hören , im Samsung Forum was gutes über Apple sagen kommt auch nicht gut ,auch wenns die Wahrheit ist ,so ist das hier auch,ich halte mich ,was das Motorradfahrer anbelangt als Extrembeispiel, weil ich mich mit 40 angefangen habe mit dem Motorrad fahren ,vorher nicht fahren konnte und weil sie mir immer schon gefallen hat ,nee 1200 GS gekauft habe und wegen meiner Körpergröße auch nee Adventure,dann aber schnell gemerkt ,das Kurvenfahren , Schräglagen etc. für einen der noch nie Motorrad gefahren ist etwas höllisch schweres sein kann , 8er üben für die Prüfung oder der Slalom , hallo ich hab gedacht ich lern wieder Fahrrad fahren ,so dumm bin ich mir vorgekommen,also schnell verschiedene Fahrtrainings gebucht , inzwischen auch meine Freundin mit dem Motorrad Virus angesteckt, also suchen wir inzwischen auch für sie das passende Motorrad und auf dem ganzen Weg gibts ein ganz klares Statement, die BMW kann alles gut ,aber nichts am besten , beim Kauf fängts an ,gehört zu den teuersten und dennoch muß man ein haufen in verstellbare Schalthebel und vor allem Sitzbänke stecken das sie einem passt ,die windschild Diskussion kennt ihr alle, da gibts günstigere durchaus gut Motorräder das wissen wir alle , wenn ich (inzwischen kann ich fahren 😂) vollbeladen mit Sozius an einer passsteigung stehe zum Fotografieren und will anfahren ,eieiei da hätte ich gern die beschriebene Mehrleistung ,wenn sie dann die 80 erreicht hat,ist wieder gut und ich hab sie wieder lieb meine Adventure, beim Schräglagen training durften wir ausser das Flügelbike auch die private Kawasaki Versys 1000 testen,uiui gefühlt 5 Mal leichtfüssiger als die GS hab ich für mich festgestellt und das sich viele andere Fahrwerke in ihre GSen bauen ,das dürfte bei dem Preis eigentlich nicht sein ,aber ich liebe meine GS , fettes Teil , wenn ich mehr Geld hätte gäbe es für mich nur eine Entscheidung, allein fahren mit der GS , zu zweit mit Gepäck nur die große KTM da fehlt der GS einfach der bumms ,warum die GS so gut ist ? Ein bekannter von mir hat es ganz gut beschrieben ,die GS hat einen stabilen Traktor Motor , wenn man auf große Tour geht ,gibt das ein gutes Gefühl , wollte aber noch erwähnen und das ist meine persönliche Meinung,wenn man ein so unverschämt teures Motorrad Bj Ende 12 kauft das für die große Tour beworben wird und kein Tempomat erwerblich war ist das nee rechte schwache Sache ,das könnte auch der Grund sein das mein nächstes Motorrad meine BMW mehr ist ,weil ich eben nicht BMW verseucht bin und es mir ums Prinzip geht , etwas so teures muß innovativ sein und das ist die GS leider nicht
 
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Ein neuer Rekord...ein einziger Satz! :confused: (Abneigung gegen Satzzeichen?)

Ich finde beide Standpunkte vertretbar, wobei mir die Multi Enduro ab Werk auch nicht gefällt (die Riesen-Alublenden, ingesamt sieht das Moped so "behindert" aus) ,aber der Bitchone hat seine optisch richtig toll und stimmig hinbekommen, die ist nun richtig schick.

Fahrverhalten und Motor...muss jeder für sich wissen, mich hat selbst die Kati Super Adventure nicht ausreichend gereizt (trotz dieses Motors :p) und die Ducatis tun es nach wie vor auch nicht. (ich werde alt, die Mehrleistung oben wird mir offensichtlich zunehmend schnuppe). Das "Feuerwerk" oberhalb 6000 umin ist sicher schön, ich bin durch meine TÜ zu eingenfahren auf den Drehzalbereich um 3-4 K und da drückt die LC richtig richtig gut.
Falls mal was kommt, das dort schon noch 20-40 Nm drauflegt, vielleicht, vorher nicht (ist Topend-Leistung relevant in einer Reiseneduro?)
 
Praesimfh

Praesimfh

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Hallo Andreas,
danke für Deine persönliche und doch sachlich geschriebene Meinung.
Für mich ist hier fast nichts mehr hinzu zu fügen. Bei beiden Moppeds gibt es Licht und Schatten. Mitreden kann ich im Prinzip nicht, da ich weder die Duc, noch die Kati zur Probe gefahren bin. Klar ist die überlegene Leistung der beiden interressant, aber das ist für mich nicht alles. Ich wollte wieder einen Kardan, und einen Telelever, der das eintauchen beim harten Ankern auf schlechten Straßen deutlich minimiert. Was das Aussehen anbelangt kann nur der eigene Geschmack die Vorgaben machen. Und auch da finde ich die GSA für mich schöner. Der Schnabel der Duc hat mir zu viel Ähnlichkeit mit einem Vogel. Die Kati finde ich Grundsätzlich sehr schön, wäre da nicht die Scheinwerferform. So war die Entscheidung eine LC GSA nach meiner TÜ GSA zu kaufen, recht schnell gefallen. Aber ich freue mich, dass du ein für Dich passendes Gerät gefunden hast.
 
Bitchone

Bitchone

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wie du ja im 3. Satz erwähnst (bekennender Ducati-Fan) war mir eigentlich von vornherein klar, wie das Endergebnis aussehen wird...

ist ja auch OK - aaaaber: für mich interessanter wäre ein Vergleich von jemand gewesen, der sich das Ende offen gelassen hätte.

BMW muss ja nicht für jeden das Beste sein. :schulterzucken:

Nur mit dem feinen Unterschied, dass ich bereits 2 GSn mein Eigen nennen und diese über mehrere Tausend km erfahren konnte. Mir reicht eben nicht das Endergebnis in der Motorrad. Eben auch nicht eine Stunde Probefahrt, dann hätte ich mir nämlich erst gar keine GS gekauft, da mich diese da noch nicht überzeugen konnte. Schon das Gebläke aus der Blechdose war schwer zu ertragen. Auch habe ich mich da schon über die Laufkultur des Kardans sehr gewundert und konnte da schon nicht den Hype drüber verstehen.
Man muss sich mitunter erstmal auf ein Fahrzeug einstellen, wenn die Konzepte doch eher voneinander abweichen. Ein Fronttriebler fährt sich ja auch anders als ein Hecktriebler, trotzdem haben beide Vor- und Nachteile.
Einer der z.B. nur TL gefahren ist, kommt mit einer Telegabel nicht mehr klar.
Ich habe dem hässlichen Entlein eine Chance gegeben, versucht aus ihm vielleicht doch noch nen Schwan zu machen. Konnte für mich nach einigen Tausend km die für mich wichtigen Vor- und Nachteile hervorheben und habe mich am Ende für ein Fahrzeug ohne Abschlussnote entschieden.
 
cruisifix

cruisifix

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Danke für den aufschlussreichen Vergleich, Bitchone. Ist doch klasse, dass es eine immer größere Palette von Motorrad-Modellen gibt und so jeder sein passendes findet. Ich lese mir gerne durch, wie jemand seine Auswahl begründet - und du hast deine anschaulich beschrieben :goodjob:
 
gstouri_

gstouri_

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Hallo Bitchone, danke für die ausführliche Auflistung deiner Kriterien und Wertung dieser.
Ich fahre jetzt auch schon über 30 Jahre Motorrad. So mit ca 22 Jahren hatte ich mir damals eine FJ1200 (16 Zoll) gekauft. Sie wurde viel gelobt und ich fand sie einfach schrecklich. Also nach einem Sommer gegen eine K100RS mit 90 PS getauscht. Diese habe ich dann über 100.000km gefahren. Sie hat mich einfach angesprochen. Damals für mich der perfekte Tourer. Später hatte ich dann als Zweitmopped eine Duc 900SS dabei. Sie war ein toller Landstrassensportler (78PS). Aber Spass hat sich nur gemacht wenn sie rennen darf.
Diese beiden hat dann meine erste 1100GS abgelöst. Sie war der perfekte Kompromiss. Nicht konnte sie perfekt aber alles ziemlich gut. Schnell wenn es sein muss und perfekt auf großer Tour.
Und genau aus diesem Grund ist es aktuell die 90 Jahre TÜ.
Habe aktuell über die LC nachgedacht. Eher würde es aber wieder eine R100GS PD als eine LC.
Warum? Nun ich fahre schon immer auch große Touren. Nicht mehr so oft, aber doch regelmäßig. Und nichts nervt mehr, wie wenn mich das Mopped ständig zum Heizen animiert.
Die Multi habe ich auch schon gefahren, und es war wie immer bei DUC. Geiler Motor und geiles Mopped. Und es schreit ständig fahr schneller. Zumindest ist das bei mir so. Und ich brauche kein Mopped mit dem ich ständig jenseits der 150 auf der Landstrasse unterwegs bin, damit es richtig Spaß macht.
Aber das ist bei jedem anders.
Viele Spaß mit der Duc.
 
A

ABRAKADABRA

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Einer der z.B. nur TL gefahren ist, kommt mit einer Telegabel nicht mehr klar.
Ist das war? Also prinzipiell, schon klar.

Hatte mal ne K1300GT und auch schon mal ne 800er (Kettenspray steht noch in der Garage) und bin auch mit gefahren (6.Platz bei der BMW Challenge). Hatten die auch TL?
 
lederkombi

lederkombi

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Also es ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, so Wechsel von Telelever zu Federgabel, aber es geht schon. Man merkt dann aber schön, wieviel mehr Sicherheit so eine Telelever vermittelt.
 
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Harleyman2008

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gstouri!!! Herzlichen Dank!!!!!!! GENAU DAS IST ES=

Und ich brauche kein Mopped mit dem ich ständig jenseits der 150 auf der Landstrasse unterwegs bin, damit es richtig Spaß macht.
Aber das ist bei jedem anders.

mein Fazit zur KTM Super Adventure....ein wirklich gutes Motorrad...definitiv wie die Duc auch...das spricht beiden keiner ab...aber meine Tour auf der KTM war auch so....so...getrieben....Gaaaas...los los....dann die GSA....rum um die 2 Autos....davor setzen...und der Boxer sprach zu mir= he...alles jut...entspann Dich...die Sonne scheint....OK= 120...reicht...Kurven swingen herrlich!

Mein Fazit= Ist doch klar, Vorlieben und eigene Erfahrungen entscheiden über Deinen Kauf, wenn einer wie ich von einem 430kg Motorrad mit 86 PS auf die GSA / 125 PS steigt...wer glaubt da das mir die servierte Leistung nicht genügen würde??? Ist mir doch selber auch klar....wir werden sehen wie es in 3 Jahren aussieht...ich fahre 35 Jahre Motorrad...ein Rennfahrer werde ich nicht mehr...das liegt weit zurück....ich verstehe gstouri wirklich zu 100% und jeden Ducati oder KTM Liebhaber auch!
 
RunNRG

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Also es ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, so Wechsel von Telelever zu Federgabel, aber es geht schon. Man merkt dann aber schön, wieviel mehr Sicherheit so eine Telelever vermittelt.
Aber gerade das wird von den Vetretern der anderen Marken mit Telegabel heftig abgestritten. Die Telegabel ist transparent, die Telegabel federt gut ,die Telegabel führt gut heißt es immer.

Soweit alles richtig, doch keine Telegabel kann die Kinematik des Telelevers aufweisen, trotz Vollbremsung das Vorderrad sowohl bei schlechten Pisten (die gibts eh immer häufiger mangels Geld für den Strassenbau) als auch in Kurven mit entsprechender Kompression so sauber am Boden zu halten. Natürlich fühlt sich das unspektakulär an, wenns vorne nicht trampelt (nicht transparent mangels rütteln in den Handgelenken :cool:) aber es macht schnell und sicher.
Das kann keine Telegabel der Welt mit jedwedem elektronischen Zirkus bieten, mehr als die Druckstufe zumachen (dann verhärtet es vorne und trampelt auch) kann keine davon und das ist halt suboptimal, wenn die Fahrwerksbalance vorne soweit unten ist, der Federweg aufgebraucht bzw. die Druckstufe knüppelthart, so dass das Vorderrd den Verwerfungen nicht mehr sauber folgen kann = Gripverlust. Ich habs mit meine tollen Sportlern jahrzehntelang mitgemacht und als gottgegeben empfunden, auf der Bremse konnte ich einer GS nicht folgen. Mit der Einzylindersumo ist es ganz lustig, so zu fahren, weil dann gleich der A...rumkommt und man das Fliegengewicht spektakulär einlenken kann.

Bei einem 240 kg Brocken sieht das schon anders aus. :)

Aber das wird halt gerne ignoriert oder bestritten, wenn man sich mal für eine andere Marke entschieden hat und diese dann entsprechend loben muss. (toller Motor, Fahrwerk alles paletti :))
 
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