ABS Lampe leuchtet

Diskutiere ABS Lampe leuchtet im R 1200 GS und R 1200 GS Adventure Forum im Bereich Motorrad Modelle; Servus Leute. Seit ein paar Tagen leuchtet die ABS Lampe in Rot. zusätzlich spinnt der Tacho hin und wieder ( fällt auf 0 ), mein GPS lädt nicht...
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cinemarx70

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Servus Leute.

Seit ein paar Tagen leuchtet die ABS Lampe in Rot. zusätzlich spinnt der Tacho hin und wieder ( fällt auf 0 ), mein GPS lädt nicht mehr ( steckt unter dem Zündschloss ) und die autom. Blinker Rückstellung geht nicht.

Hat jemand eine Idee?

BMW hat einen Fehler ausgelesen ( Spannung der Pumpe fehlerhaft )
Die wollen jetzt das Steuergerät tauschen! Das wird teuer.

Hat jemand schon mal das gleiche Problem gehabt?

VG
Michael

R1200 GS Adv. BJ 2007 ohne BKV 53.000km Scheckheft gepflegt
 
A

Andreasmc

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Bei meinem Schwiegervater war das ABS-Problem eine defekte Batterie. Zu geringe Bordspannung war die Ursache.
Nur eine Idee.....

Gruß Andreas
 
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cinemarx70

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Das wäre ja recht günstig. Ich habe auch die lichtmaschiene unter verdacht. Bin heute nach garmisch gefahren und das problem besteht noch immer. Bei der langen strecke sollte die Batterie ja geladen sein. Es sei denn eine zelle ist defekt. Ich werde morgen mal messen.
 
schuppi

schuppi

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spinnt der Tacho hin und wieder +
die autom. Blinker Rückstellung geht nicht. =
Drehzahlsensor Hinterrad

mein GPS lädt nicht mehr=
Fehler in der Verkabelung / Stecker oder z.B. Kurzschluß=
ZFE hat abgeschaltet.

Fehler ausgelesen Spannung der Pumpe fehlerhaft=
Kohlen im Pumpenmotor verklemmt =
Ersatz des Hydraulikblocks.
Reparatur durch RH electronics

Oder auf eine Kulanzregelung deines Händlers hoffen.
 
Heizgriff

Heizgriff

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Worst case:
Hinterachsgetriebe, hatte meine 06er bei ca. 50tkm.
Leider auch nicht billig

:poop:
 
boxerdriver

boxerdriver

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Wenn der Tacho nicht funktioniert, so wars bei mir, ABS Sensor Hinterrad defekt.

Boxerdriver
 
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cinemarx70

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Der Endantrieb wurde bei mir schon gewechselt (auf Kulanz). Der war heftig ausgeschlagen.
 
Q...rious

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War bei mir auch schon zweimal so...
Wie bereits geschrieben wurde, es war der ABS Sensor hinten zu tauschen .
 
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Bluebeduin

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wie bereits angekündigt nachfolgend noch ein paar Fotos von der Eigenreparatur

Mittels 3mm Bohrungen die Verkeilung ausgebohrt
IMG_0525.JPG

Der Hydraulikteil mit Ekzenterpumpe und Nadellager
IMG_0526.JPG


Der Motor vor dem Öffnen: 12V an die Pole und kein Mucks
IMG_0529.JPG

Löcher ins Gehäuse gebohrt. Bügel zum zeitgleichen Eindrücken der darunter liegenden Kunststoffschnapper
IMG_0536.JPG

Das Übel. Eine davon saß fest. Mit Bremsenreiniger gereinigt und mit einer Spritze Silikonöl in die Schächte gegeben. Das Lager ist aus Sintermetall
IMG_0534.JPG

Mit Kältespray den Anker vom Sintermetalllager abgezogen
IMG_0537.JPG

Der Anker frisch gereinigt. Zwischen den Polen mit einem plan geschliffenen Sägeblatt den verharzten Kohlenstaub entfernt
IMG_0533.JPG


Motor geschlossen. 12V an die Pole und er schnurrt wie ein Kätzchen
Bohrungen in die Höcker. Die Bohrung im Gehäuse mit einer PC Schraube und Loctite verschlossen.
IMG_0538.JPG


Zwei Bleche zurecht gebogen und verschraubt. Sollte das Problem in Jahren nochmals auftreten, was ich dank des Silikonöles nicht glaube, so ist das Öffnen ein Kinderspiel.
IMG_0540.JPG
IMG_0542.JPG
 
Zuletzt bearbeitet:
B

Bluebeduin

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Wie man sieht: der hydraulische und der elektronische Teil des ABS bleibt völlig unberührt.

Das Schwierigste bei der ganzen Aktion war eher der Wiedereinbau des ABS Blocks ins Motorrad, ohne dabei die Bremsleitungen zu verbiegen. Einmal verbogen nimmt die Teflonbeschichtung Schaden und Korrosion ist die Folge.

Ebenso diese sch.... Torxschrauben. Es fehlt an Stecktiefe für den Schlüssel und mangels Platz sind die mit einem normalen Schlüssel fast nicht wieder einzubauen. Ich habe den Murks mit ordentlichen Sechskant Schrauben ersetzt.


Nach der Rep hatte ich von der Dauerhaftigkeit von BMW Produkten so meine Zweifel. Insbesondere bei dem Wort liftime Befüllung.
Also spontan noch die Vitamol Kupplungsflüssigkeit gewechselt:
Was da zu Tage trat war mehr ein schwarzer Brei als wie ein flüssiges Hydraulikmedium. Offensichtlich gelangt hier mächtig viel Dreck über den Nehmerzylinder ins System. Ein Defekt am Nehmerzylinder halte ich für vorprogrammiert, von der Leichtgängigkeit der Kupplung ganz zu schweigen. Ich hab es mit DOT4 ersetzt und fahre gut damit.
 
C

cinemarx70

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Da kommen ja schon sehr gut tips zum Vorschein. Super! Danke schon mal Dafür.

Habe gerade versucht den hinteren ABS Sensor ohmisch zu messen - open Loop! Sollte das nicht eine ganz normale spule sein bei der ich einen Widerstand messen kann?
 
B

Bahnburner

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Ich hab es mit DOT4 ersetzt und fahre gut damit.
Hallo "Bluebeduin",
das dürfte keine nachhaltig gute Idee gewesen sein: Der komplette Kupplungskreis ist auf das "Vitamol" (zur Not kannste ATF nehmen) ausgelegt. Mittelfristig wird es mit DOT4 undicht werden oder festgehen. Die Dichtungen sind für Bremsflüssigkeit nicht gemacht.

Grüße
"Bahnburner"
Matthias

P.S. ich find TORXe gut. Bessere Kraftübertragung als Inbus. Aber das ist Geschmackssache... :p
 
B

Bluebeduin

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Hallo "Bluebeduin",
das dürfte keine nachhaltig gute Idee gewesen sein: Der komplette Kupplungskreis ist auf das "Vitamol" (zur Not kannste ATF nehmen) ausgelegt. Mittelfristig wird es mit DOT4 undicht werden oder festgehen. Die Dichtungen sind für Bremsflüssigkeit nicht gemacht.

Grüße
"Bahnburner"
Matthias

P.S. ich find TORXe gut. Bessere Kraftübertragung als Inbus. Aber das ist Geschmackssache... :p
Meine Infos die ich bzgl. der Dichtungen erhalten hatte, lauten anders.
und: Vitamol nehmen die nur weil es kein Wasser zieht.
 
S

Schlonz

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Meine Infos die ich bzgl. der Dichtungen erhalten hatte, lauten anders.
und: Vitamol nehmen die nur weil es kein Wasser zieht.
DOT statt Vitamol ist wohl zumindest kurzfristig unkritisch, keine Ahnung, ob es länger zu Problemen kommen könnte. http://www.gs-forum.eu/r-1200-gs-und-r-1200-gs-adventure-94/dot4-nachgefuellt-problem-100616/ Umgekehrt kommt es wohl zum Aufquellen von Dichtungen etc.

Aber warum hast Du das denn nicht gem. Betriebsmittelvorschrift befüllt, kann doch eigentlich wurscht sein
 
V

Viskose

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Hallo Bluebeduin,

danke für deine Beschreibung, ich habe jetzt alles zerlegt und den Anker auf den Tisch liegen, aber wie bekomme ich das Lager ab?
Ich hab schon alles versucht und komme nicht weiter :-(.
Vielleicht kannst du mir weiter helfen.

Viele Grüße
Rainer
 
B

Bluebeduin

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Hallo Rainer

Mit Kaeltespray auf die Achse hat es bei mir funktioniert.
Wenn das nicht reicht auf 70° im Ofen aufwaermen und dann Kaeltespray auf die Achse.
Wenn das nicht funktioniert mit einem Abzieher eine WENIG Vorspannung geben, dann in den Ofen und dann den Spray.
Ob man mit einem Abzieher das Lager greifen kann weiss ich jetzt auch nicht mehr.
Mucha Suerte.
 
V

Viskose

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Super, hat geklappt. Bei mir war auch eine Kohle fest. Ich hab jetzt schon alles wieder nach Deiner Anleitung zusammen gebaut, morgen dann wieder einbauen und neue Bremsflüssigkeit einfüllen.

Danke für die tolle Anleitung!!!!

Viele Grüße
Rainer
 
S

stephanbasic

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Hallo zusammen,

wirklich ein super Tipp und ein astreine Anleiung. Habe das gleiche Problem an einer 2007er GS bei der der Druckmodulator bereits vom Vorbesitzer bei RH repariert wurde, nun aber wieder die gleichen Sympthome aufweist. weiss jemand von euch ob RH ähnlich verfährt wie in dieser Beschreibung dargestellt ...danke vorab für eure Hinweise ..

Gruss
Stephan
 
B

Bluebeduin

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weiss jemand von euch ob RH ähnlich verfährt wie in dieser Beschreibung dargestellt

Gruss
Stephan
Die (weltweiten) Erfahrungsberichte bzgl. der Schäden am 2007er ABS zeigen deutlich, dass in den allermeisten Fällen die Ursache in einem festsitzenden Schleifkontakt (Kohlebürste) zu suchen ist. Entsprechend wird RH ähnlich vorgehen, bis auf die rustikale Wiederbefestigung des Motors vielleicht. Aber nichts genaues weiss man nicht.
Um langfristig davor Ruhe zu haben, denke ich ist das Wichtigste die Kontakte mit einem nicht harzenden Öl zu schmieren. Zusätzlich kann man die Bürsten aus dem Schacht nehmen und minimal seitlich anschleifen.
 
S

stephanbasic

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Hallo zusammen,
danke für die schnelle Antwort bluebeduin, anbei mal ein Bild eines von RH instandgesetzten Druckmodulators mit Markierungen wie die Motor-Kappe befestigt ist und wie ehemaligen Fixierungen abgefräst werden. Mich wundert dass diese Fixierung bei der zweimaligen Umformung des Alus und nur 2 mm Materialüberstand solange gehalten hat (...und wie dies bei einer 2. notwendigen Reparatur halten soll...) ...die Schraubvariante halte ich da für wesentlich robuster (und bei erneuter Öffnung praktikabler) und hätte bei den sportlichen EURO 400,- von RH auch bei denen inkl. sein können/sollen. Zum "Glück" habe ich noch über 1 Jahr Garantie von den insgesamt 2 des Vorbesitzers.... mal schauen wie die sich nun verhalten werden wenn ich sie mit dem erneut defekten Modulator nach insgesamt 9 Monaten und 6.000 KM konfrontiere..ein anderer wie der Ursprungsfehler (klemmende Kohlebürsten) scheint ja ausgeschlossen ....hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen?Druckmodulator, RH, Fixierung Kappe Detail.JPG
 
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