Getriebeölwechsel

Diskutiere Getriebeölwechsel im R 1150 GS und R 1150 GS Adventure Forum im Bereich Motorrad Modelle; Hallo Leute Ich habe heute eine Frage an unsere Technikexperten. Während bei vielen PKW-Getriebe eine Ölfüllung das ganze Autoleben durchhält...
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Juergey

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Hallo Leute
Ich habe heute eine Frage an unsere Technikexperten.
Während bei vielen PKW-Getriebe eine Ölfüllung das ganze Autoleben durchhält, wird bei unseren BMW-GS-Mopeds alle 20000 das Getriebeöl gewechselt.
Warum eigentlich??
Klar, das Öl wird durch Scherkräfte beansprucht, reichert sich mit Abrieb an, es sammelt sich auch etwas Kondenswasser darin. Doch dies alles passiert auch im Autogetriebe.
Bin auf eure Antworten sehr gespannt.
Gruß
Jürgen
 
palmstrollo

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Hi Jürgen.

Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt, konnte mir aber nicht antworten. :D
Meine Vermutung: es liegt an der Getriebeölmenge.
 
gerd_

gerd_

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Hi
Nö, kann nicht sein. Im Auto ist auch nicht wesentlich mehr drin. Zumindest nicht bei Getrieben mit vergleichbarer "Leistung" (Drehzahl & Drehmoment).

Ich vermute es liegt an der "Nichtsynchronisierung" und/oder der sequenziellen Schaltung.
Im HAG der 1200 hat es BMW bereits mit einer "Lifetime-Füllung" versucht. Hat auch geklappt. Nur die "Lifetime" war nicht zufriedenstellend :-(. Seither wird es wieder gewechselt :-)
gerd
 
Machtien

Machtien

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Also, mir hat mal ein BMW-Schrauber gesagt, die Getriebeöl-Wechselei sei Quatsch. Das habe ich dann geglaubt und mich ca. 100.000 Km nicht mehr um's Öl gekümmert. Jetzt wechsele ich wieder ein Mal im Jahr nur zur Beruhigung. Die Kiste (1150GS, '02) ist mittlerweile 224.000 gelaufen mit erstem Getriebe und erster Kupplung. Und alles funktioniert noch wunderbar. (Bis auf die Endantriebe, aber das ist ein anderes Thema...)

So, wie's aussieht, hatte der Schrauber nicht ganz unrecht.

Schöne Grüße vom Machtien
 
J

Juergey

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Danke Jungs für die Rückmeldungen.:confused:
Es sieht doch so aus, als gäbe es für diesen häufigen Ölwechsel in erheblichen Maße wirtschaftliche Interessen.
Genauso verhält es sich, meines Erachtens, wohl auch bei dem 2-jährigen Intervall der Bremsflüssigkeit.
Ich kann mich noch daran erinnern, daß man bereits in den 70ern die Bremsflüssigkeit auch alle 2 Jahre gewechselt hat.
Damals war die Qualität des Öls, sowie das Matreal der Bremsleitungen
schlechter als heute.
Vielleicht ist es auch hier nicht wirklich notwendig so häufig zu Wechseln. Aber wer wagt es schon bei der Sicherheit alte Gepflogenheiten in Frage zu stellen?
Gruß
Jürgen
 
gerd_

gerd_

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Hi
Hier die Info von einem der es weiss(!) aber aus beruflichen Gründen nicht namentlich genannt werden möchte:

<<<<<
Die großen Unterschiede liegen im Fahrzeugtyp/Fahrzeugeinsatz, in der verwendeten Ölsorte und dem Schaltungsprinzip:

1.) Moppeds sind in der überwiegenden Anzahl "Saisonfahrzeuge" und werden quasi über jeweils längere Zeit nicht bewegt (Wintermonate). Die Stillstandszeit belastet jedoch über Kondenswasserbildung u.ä. das Öl da das Getriebe über die Entlüftung ja zur Umgebung hin offen ist.
Da nicht alle diese Zustände in Kundenhand ausreichend berücksichtigbar sind wird zur Absicherung grundsätzlich Ölwechsel vorgeschrieben.

2.) Die Boxergetriebe fahren ab Werk mit mineralischem SAE 90 -> dies hat hauptsächlich seinen Grund in der höheren Dämpfung von Schaltungsgeräuschen (Schaltklack) seine Ursache. Dieses Öl ist aber von der Grundkonsistenz nicht für "Lifetimefüllung" geeignet.

3.) Durch die Klauenschaltung findet beim Motorradgetriebe im Gegensatz zum synchronisierten PKW-Getriebe zwangsläufig ein Materialabtrag statt (-> die Späne, die sich am Magnet nach gewisser Laufzeit befinden).
Bei in den Motor integrierten Getrieben landen diese in der Regel im Ölfilter bzw. wird das Motoröl ja auch im Turnus gewechselt.
Aber die unvermeidlichen Abtragspartikel von den Klauenkanten belasten eben auch "klein gemahlen" das Getriebeöl und verschlechtern dadurch die Öleigenschaften.


Bei den Moped-HA'en ist es ähnlich. Bedingt durch das kleine Volumen (geringer Bauraum ist beim Moped aus Design und funktionalen Gründen wie z.B. Abstand Gelenkwelle zu Hinterrad zwingend) ist auch nur ein relativ kleines Ölvolumen von 0,25 ltr. machbar.
=> Konsequenz = Ölwechsel vorzunehmen da Lifetimefüllung so nicht funktioniert.

Bei PKW-HA'en ist Lifetime bei vielen OEM's üblich, wenn jedoch Sperren oder aktive Elemente mit drin sind bzw. sehr hohe Leistungen wie z.B. bei einem M5 oder ähnlichen Fzg.'en drübergehen wird das Öl auch dort noch gewechselt.
>>>>

gerd
 
peter-k

peter-k

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Ausserdem ist Bremsflüssigkeit nicht mit Getriebeöl vergleichbar. Als bei meiner nach 2 Jahren gewechselt wurde spang mir der knackigere Druckpunkt ins Gesicht. Nun gut das hat auch etwas mit den hiesigen Verhältnissen zu tun.

Wieso Leute an so'ner Kleinigkeit sparen wollen und gleichzeitig eiskalt 700 Euro fuer'ne Brülltüte auf die Theke knallen? Weiss niemand.
 
J

Juergey

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Hallo Gerd
Danke für die super Erklärung. Ist einleuchtend.


Hallo Peter
Prinzipiell gebe ich Dir recht.
Man wird aber doch auch mal etwas in Frage stellen dürfen.

Gruß
Jürgen
 
elfer-schwob

elfer-schwob

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Hallo miteinander,

ich hab an meiner 2002er GS letzte Woche bei 80000 km u. a. mal wieder das Getriebe- und HAG-Öl gewechselt.
Obwohl mein Getriebe bestimmt zu den superleisen und präzisen Getrieben gehört (war mal in den Händen von Getriebe-Guru Kayser aus dem Remstal) , ist nach dem Ölwechsel ein noch präziseres, knackigeres Schalten als zuvor festzustellen. (Ich hab schon immer das sündteure Castrol MTX 75W140 drin).

Offensichtlich läßt das Getriebeöl doch mit der Zeit/mit der Fahrleistung nach, was ja oben auch Gerds Öl-Fuzzi bestätigt hat.

Also an den 20 Euronen pro 20000 km würd ich net sparen, der Wechsel ist ja sowieso ein Klacks...


Grüße vom elfer-schwob
 
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enduro43

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Hallo miteinander,

ich hab an meiner 2002er GS letzte Woche bei 80000 km u. a. mal wieder das Getriebe- und HAG-Öl gewechselt.
Obwohl mein Getriebe bestimmt zu den superleisen und präzisen Getrieben gehört (war mal in den Händen von Getriebe-Guru Kayser aus dem Remstal) , ist nach dem Ölwechsel ein noch präziseres, knackigeres Schalten als zuvor festzustellen. (Ich hab schon immer das sündteure Castrol MTX 75W140 drin).

Offensichtlich läßt das Getriebeöl doch mit der Zeit/mit der Fahrleistung nach, was ja oben auch Gerds Öl-Fuzzi bestätigt hat.

Also an den 20 Euronen pro 20000 km würd ich net sparen, der Wechsel ist ja sowieso ein Klacks...


Grüße vom elfer-schwob
Hallo
und was für Öl für den Hinterrad-Antieb? Hypoid 90 ?
Grüße Eugen
 
Frosch'n

Frosch'n

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Danke Jungs für die Rückmeldungen.:confused:

Genauso verhält es sich, meines Erachtens, wohl auch bei dem 2-jährigen Intervall der Bremsflüssigkeit.
Ich kann mich noch daran erinnern, daß man bereits in den 70ern die Bremsflüssigkeit auch alle 2 Jahre gewechselt hat.

Jürgen
da wär ich getz aber mal vorsichtig ...Bremsflüssigkeit ist Hygrostatisch..dh.. sie zieht Wasser...da würd ich schon die Wechselintervalle einhalten...nich das dir bei knackiger Passfahrt durch Dampfblasen die Bremse ausfällt...:D
 
moeli

moeli

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Hallo
und was für Öl für den Hinterrad-Antieb? Hypoid 90 ?
Grüße Eugen
.....der Achsantrieb wird noch stärker belastet als das Getriebe. Wenn du dem was gutes tun willst nimm ebenfalls 75W140 er Öl. Wenn man beabsichtigt die Karre länger zu fahren relativiert sich der Preis bei 5L Gebinden, damit würdest du ca 80Tsd Kilometer ausreichend versorgt sein. Ich kipp das Zeugs ebenso in die 11er wie in die 75/7 ins Getriebe sowie ins HAG.......
 
E

enduro43

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.....der Achsantrieb wird noch stärker belastet als das Getriebe. Wenn du dem was gutes tun willst nimm ebenfalls 75W140 er Öl. Wenn man beabsichtigt die Karre länger zu fahren relativiert sich der Preis bei 5L Gebinden, damit würdest du ca 80Tsd Kilometer ausreichend versorgt sein. Ich kipp das Zeugs ebenso in die 11er wie in die 75/7 ins Getriebe sowie ins HAG.......
Hallo
nein hat nichts mit dem Preis zu tun, wollte nur wissen was manche so für Öle im Getriebe und HAG verwenden. Meine bekommt im Regelfall auch im immer gutes Öl.
Grüße Eugen
 
Stollenschleifer

Stollenschleifer

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die meisten Hobbys kosten Geld, (ok,mache fahren ausschliesslich Mopped)
Benzin, Reifen, Bremsen etc. Dann hängt auch noch das eigene Leben von der perfekt funktionieren Technik ab.

Und dann wird tatsächlich darüber nachgedacht dass der Wechsel von Bremsflüssigkeit nicht so unbedingt alle zwei Jahre notwendig ist ?????????

Man, da hauts mir doch die Kolbenringe durch die Schädeldecke.

ok,ok ..... mir begegnen hin und wieder Biker bei denen pures Wasser als Bremsflüssigkeitsersatz locker reichen würde da sie das System nie auf 100 Grad erhitzt. Wenn Du aber nur ein klein wenig flotter unterwegs bist, bzw die Bremse hin und wieder kräftig nutzen musst dann sind da ganz schnell 200 bis 250 Grad an der Bremse, ganz zu schweigen von wirklich flotter Fahrweise .....

Man, mir wird ganz schlecht bei dem Gedanken.

Martin (der jährlich wechselt)
 
ellerbeker52

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Moin, moin, hat jemand Erfahrung mit PROCYCLE Getriebe- und Kardanöl SAE 75W-140 ?

Gruss Uli
 
Laure87

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Moin, moin, hat jemand Erfahrung mit PROCYCLE Getriebe- und Kardanöl SAE 75W-140 ?
Keine persönliche Erfahrung. Allerdings habe ich gehört, dass es zur leichten Schaumbildung neigen sollte, und daher nur für Mopeds etc. genommen werden sollte.

Kann man glauben oder auch nicht, aber sicher ist sicher und so groß ist die Preisdifferenz zum Castrol auch nicht.
 
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