Servus zusammen,
nach der Hellas Rally geht es jetzt an das, was nach jeder echten Belastungsprobe dazugehört: Kontrolle, Wartung und Verbesserung.


Als Erstes habe ich nach rund 2.700 km das Motoröl abgelassen.
Dabei war bereits etwas Abrieb zu sehen. Ich vermute, dass die Kupplung bei der Rally doch ordentlich arbeiten musste und dabei etwas gelitten hat. Jetzt heiĂt es beobachten und analysieren. Mal sehen, was sich bei der weiteren Zerlegung noch zeigt â und vor allem, wann ich eine passende Kupplung bekomme.
Ein Bauteil hat mich dafĂŒr besonders positiv ĂŒberrascht: der selbst entwickelte Unterfahrschutz aus Carbon.
Er hat die gesamte Rally ohne Probleme ĂŒberstanden und seinen Job hervorragend gemacht. NatĂŒrlich war diese erste Version noch nicht perfekt â dafĂŒr war sie schlieĂlich ein Prototyp. Umso mehr freut es mich, wie gut sie sich in der Praxis bewĂ€hrt hat.
Ich werde ihn weiter testen und optimieren. Sollte sich das Konzept weiterhin bewĂ€hren, könnte ich mir gut vorstellen, eine kleine Serie fertigen zu lassen. (Der passt auf die GS und auf die RR) Die Produktion wĂŒrde dann ein Profi ĂŒbernehmen, fĂŒr den ich bereits einen ersten, vorsichtigen Kostenvoranschlag erhalten habe.
Die nĂ€chste Version wird ĂŒbrigens keine Serviceöffnung zum Ălablassen mehr besitzen. Der Mehraufwand beim Abnehmen des Unterfahrschutzes ist minimal, dafĂŒr entfĂ€llt eine potenzielle Schwachstelle. AuĂerdem liegt der Unterfahrschutz auf Gummipuffern auf, wodurch sich SchlĂ€ge und Belastungen deutlich besser verteilen, wenn es im GelĂ€nde einmal hĂ€rter zur Sache geht.
NatĂŒrlich bleibt es nicht nur beim Ălwechsel. Die komplette R1300RR bekommt jetzt eine grĂŒndliche Durchsicht:

Kontrolle aller Lager

Speichen prĂŒfen und nachspannen

BremsflĂŒssigkeit kontrollieren

Ăl im Endantrieb wechseln

Kardanwelle ausbauen, prĂŒfen und neu schmieren

Lenkkopflager kontrollieren

Neue Windschild-Lösung entwickeln und die Halterung anpassen, damit die Front endlich genau so aussieht, wie ich sie mir vorgestellt habe.
Genau diese Phase gehört fĂŒr mich genauso zum Projekt wie das Fahren selbst. Jede Rally, jeder Kilometer und jede Schraube liefern neue Erkenntnisse. Das Ziel ist nicht nur, die R1300RR zu bauen â sondern sie Schritt fĂŒr Schritt zu einer zuverlĂ€ssigen und konkurrenzfĂ€higen Rally-Maschine weiterzuentwickeln.