Man muß hier aber durchaus auch die Zeit einrechnen, die da der MA fehlt. In der Zeit könnte er ja auch Umsatz machen.
Inhouse heißt dann aber auch 2-5 Tage zumachen, was wiederum Umsatzverlust heißt.
Das viel größere Problem dabei ist ja, dass man zusätzliche Werkzeuge anschaffen muß, den Arbeitsplatz entsprechend absperren können muß, und am Ende ohne Unterstützung des Herstellerwerks eh nicht weiter kommt. Viele Probleme bei E-Autos werden ja auch bei den Vertragswerkstätten zuallererst mit einem Software-Update begonnen, um nicht einen Bug in der Elektronik ausgeliefert zu sein, bevor man wirklich ans Eingemachte geht. Da kostet dann die Arbeitsstunde aber eher 200-350€ (z.B. Mercedes, Porsche).
Die freie Werkstatt müßte dann ja auch sämtliche E-Auto-Hersteller abdecken, was ganz schwer sein wird.
Das mußt dann schon wollen, so im gesamten gesehen...
Ja, man muss das wollen.
Dummerweise fragt danach aber keiner ;-)
Und ein bisschen sachlicher:
In Mitarbeiter investieren ist heutzutage wichtiger denn je:
- der Mitarbeiter ist zufriedener, weil er nicht auf der Stelle tritt
- idealerweise kann der sein wissen auch verteilen ("Multiplikator"), was zum Einen sein eigenes Wissen und Fähigkeiten persistiert, zum anderen auch das "Gesamtvermögen" des Teams stärkt und erweitert, was dann wiederum
- die Gesamtqualität der geleisteten Arbeit verbessern und festigen kann, womit wiederum
- Kunden zufriedener sind, und das
- stärkt und stabilisiert den Umsatz.
Abgesehen davon braucht man für einen Computer auf Rädern heute schon mehr, als einen Hammer, einen dicken Schraubendreher und eine Wasserpumpenzange, mit der ich einen Grossteil der Reparaturen an meinem Renault 4 (mit Sidepipe!) vor 30 Jahren noch selbst machen konnte - egal, ob Benziner, Hybrid oder Elektro.
Und dass Stromunfälle Mist sind, das weiss jeder, der nach einem "bzzzzt" schonmal 24h überwacht werden musste. (Frag mich, woher ich das so genau weiss :-D ). 400 oder 800 Volt machen das nicht besser, plus die Gefahren , die sich für Sachwerte noch so ergeben...
Ach ja: Inhouse bedeutet ja nicht automatisch "Tür zu": je nach Anbieter sind die Gruppen überschaubar, 6-8 Teilnehmer sind da meist das (sinnvolle) Maximum, wenn die Leute wirklich was lernen und nicht nur eine Teilnehmerurkunde wie bei den Bundesjugendspielen bekommen sollen... Das teilt sich also eh zwangsweise auf.
(Von den weiteren Vorteilen neben der potentiellen Kostenersparnis wegen Hotel etc. will ich gar nicht anfangen)