Politik oder was jeder darunter versteht!

Diskutiere Politik oder was jeder darunter versteht! im Smalltalk und Offtopic Forum im Bereich Community; Schmeckt. Nach dem Willen von Lars Klingbeil soll die viel besprochene 1000-Euro-Zulage nicht nur Erwerbstätigen, sondern ebenso...
fralind

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Schmeckt.
Nach dem Willen von Lars Klingbeil soll die viel besprochene 1000-Euro-Zulage nicht nur Erwerbstätigen, sondern ebenso Transferempfängern zugutekommen. Da zahlt sie dann aber nicht der Arbeitgeber, sondern der Steuerzahler.
 
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Thomas211

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Nach dem Willen von Lars Klingbeil soll die viel besprochene 1000-Euro-Zulage nicht nur Erwerbstätigen, sondern ebenso Transferempfängern zugutekommen soll. Da zahlt sie dann aber nicht der Arbeitgeber, sondern der Steuerzahler.
Is doch super die haben auch mehr Zeit zum konsumieren,das landet doch sonst nur im Tank😂
 
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der_brauni

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Ruinöses Festhalten bzw. Beschleunigung auf dem Irrweg der Energiewende:
IMG_20260424_081216_287.jpg


Ein anderer Kommentar dazu:

ÖLKRISE ALS TURBO FÜR DIE ENERGIEWENDE?

Der aktuelle Konflikt rund um den Iran – und die damit verbundene Ölkrise – liefert den Anhängern der Energiewende neuen Auftrieb.

Ihr zentrales Argument:
Dieser Krieg zeige, dass Deutschland sich so schnell wie möglich von fossilen Energieträgern lösen müsse.

Auf den ersten Blick klingt das plausibel.
Das Problem: Es ignoriert die physikalische Realität unseres Energiesystems.

Die breite Bevölkerung kennt diese Zusammenhänge oft nicht im Detail. Und genau darauf baut dieses Narrativ auf.

Fakt ist:
Strom aus Wind- und Solaranlagen ist nicht grundlastfähig.

Das bedeutet konkret:
Für jedes Kilowatt, das aus Photovoltaik oder Wind kommt, braucht es ein Backup-System für Zeiten ohne Sonne und ohne Wind.

Dieses Backup kann nur kommen aus:

  • fossilen Kraftwerken
  • Kernenergie
  • oder (theoretisch) Speicherlösungen, die jedoch niemals im erforderlichen Maßstab existieren werden.

Konsequenz:
Ein vollständiger Verzicht auf fossile Energieträger ist unter heutigen Bedingungen nicht möglich, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden.

Und genau hier liegt der politische Sprengstoff:

Wenn die aktuelle Krise dazu genutzt wird, den Ausbau der Energiewende weiter zu beschleunigen, ohne diese Grundprobleme zu lösen, dann führt das zwangsläufig zu:

  • weiter steigenden Strompreisen
  • wachsender Instabilität im Netz
  • massiven Belastungen für Industrie und Mittelstand und dadurch Deindustrialisierung

Ergebnis:
Ein beschleunigter wirtschaftlicher Abstieg.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht:
„Wie schnell steigen wir aus fossilen Energien aus?“

Sondern:
„Womit ersetzen wir sie realistisch?“

Mögliche Optionen, die aktuell politisch ausgeblendet werden:

  • Wiedereinstieg in die Kernenergie
  • Nutzung eigener Gasreserven ("Biofracking")
  • Fortführung bzw. Ausbau heimischer Kohleverstromung

Deutschland verfügt insbesondere bei Braunkohle über erhebliche eigene Ressourcen – ein Faktor, der in der aktuellen Debatte kaum noch eine Rolle spielt.

Fazit:
Die Energiepolitik entscheidet über den industriellen Kern dieses Landes. Die kommenden Jahre entscheiden über den Absturz oder die Rettung des Industriestandorts Deutschland.


-




Gruß Thomas
 
KAlaus

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Ruinöses Festhalten bzw. Beschleunigung auf dem Irrweg der Energiewende:

Gruß Thomas
Aber ergibt es langfristig nicht perfekten Sinn, die Abhängigkeit von importiertem Öl und Erdgas so weit zu reduzieren, dass diese in den unkritischen Bereich sinkt, der wirklich nur in wenigen Ausnahmesituationen (Winter, kein Wind, Speicherkraftwerke bald leer) zum Einsatz kommen muss?
(In der Zwischenzeit kann man die Öl- und Gasspeicher wieder mit günstigstmöglich eingekauften Rohstoffen nachfüllen).

Der positive Nebeneffekt wäre, dass dadurch ein Vielfaches weniger an CO2 produziert würde.
Langfristig wär das nicht nur umweltschonender, sondern auch kostengünstiger - und vor allem auch sicherer, als wieder mit Atomkraft anzufangen (was wirtschaftlich eh eine Vollkatastrophe wäre...)

Das Stichwort ist langfristig: bei der Grundlast und bei der grundsätzlichen Energieversorgung amortisiert sich NIX in einem Jahrzehnt (wenn man alle Faktoren so ehrlich wie möglich mit einrechnet!)

Und Braunkohle... naja, so richtig schick ist die ja nicht, auch wenn wir davon reichlich haben - ökologisch ist das eher eine Herausforderung, oder siehst Du das anders?
 
Thomas211

Thomas211

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Aber ergibt es langfristig nicht perfekten Sinn, die Abhängigkeit von importiertem Öl und Erdgas so weit zu reduzieren, dass diese in den unkritischen Bereich sinkt, der wirklich nur in wenigen Ausnahmesituationen (Winter, kein Wind, Speicherkraftwerke bald leer) zum Einsatz kommen muss?
Ja brauchen wir Öl und Gas nur für Strom und fahren?

Oder brauchen wir das Zeug als Grundstoff für unsere Industrie?glaub die meisten denken da viel zu kurz

Mal einer kleiner Ausschnitt

Hauptprodukte und Verwendungsbereiche:
  • Chemische Industrie (größter Abnehmer):
    • Kunststoffe: Verpackungen, Gehäuse, PVC-Rohre, Folien.
    • Grundchemikalien: Ethylen, Propylen, Benzol für die Herstellung von Kunstfasern, Lacken, Farben, Klebstoffen.
    • Düngemittel: Ammoniak und Wasserstoff, hergestellt aus Erdgas.
    • Medikamente & Kosmetik: Waschmittel, Reinigungsmittel, Vaseline, Inhaltsstoffe für Salben, Mascara, Make-up.
  • Energieintensive Industrien (Prozesswärme):
    • Glasindustrie: Zum Schmelzen von Glas wird Erdgas verwendet (z. B. für Flakons, Flaschen).
    • Stahlindustrie: Erdgas wird für Wärmebehandlungsprozesse genutzt.
    • Papier- und Lebensmittelindustrie: Prozesswärme für Trocknung, Garen oder Kühlen.
  • Petrochemie & Weitere Produkte:
    • Autoreifen & Synthesekautschuk: Aus Öl- und Gasderivaten (Dien).
    • Bitumen/Asphalt: Für den Straßenbau.
    • Textilien: Nylon und andere synthetische Fasern.
    • Spezialprodukte: Kerzen, Grillanzünder, Kaugummi.
Ziel trotz Globalisierung sollte es sein doch ein zu einem gewissen Maß als Land autark funktionieren zu können.


Diesen Energiewende Schwachsinn sollten wir so schnell wie möglich überwinden
 
KAlaus

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Ja brauchen wir Öl und Gas nur für Strom und fahren?

Oder brauchen wir das Zeug als Grundstoff für unsere Industrie?glaub die meisten denken da viel zu kurz

Mal einer kleiner Ausschnitt

Hauptprodukte und Verwendungsbereiche:
  • Chemische Industrie (größter Abnehmer):
    • Kunststoffe: Verpackungen, Gehäuse, PVC-Rohre, Folien.
    • Grundchemikalien: Ethylen, Propylen, Benzol für die Herstellung von Kunstfasern, Lacken, Farben, Klebstoffen.
    • Düngemittel: Ammoniak und Wasserstoff, hergestellt aus Erdgas.
    • Medikamente & Kosmetik: Waschmittel, Reinigungsmittel, Vaseline, Inhaltsstoffe für Salben, Mascara, Make-up.
  • Energieintensive Industrien (Prozesswärme):
    • Glasindustrie: Zum Schmelzen von Glas wird Erdgas verwendet (z. B. für Flakons, Flaschen).
    • Stahlindustrie: Erdgas wird für Wärmebehandlungsprozesse genutzt.
    • Papier- und Lebensmittelindustrie: Prozesswärme für Trocknung, Garen oder Kühlen.
  • Petrochemie & Weitere Produkte:
    • Autoreifen & Synthesekautschuk: Aus Öl- und Gasderivaten (Dien).
    • Bitumen/Asphalt: Für den Straßenbau.
    • Textilien: Nylon und andere synthetische Fasern.
    • Spezialprodukte: Kerzen, Grillanzünder, Kaugummi.
Ziel trotz Globalisierung sollte es sein doch ein zu einem gewissen Maß als Land autark funktionieren zu können.


Diesen Energiewende Schwachsinn sollten wir so schnell wie möglich überwinden
Aber umso wichtiger isses doch, dass alles, was ANDERS versorgt werden kann, auch anders versorgt und damit der Industrie nicht die Rohstoffe wegnimmt, oder?
Es ist doch dämlich, Öl einfach zu verheizen, statt daraus wertvolle Produkte herzustellen, die anders nicht herstellbar sind.
Heizung? Wärmepumpe, mit PV und Speicher quasi autark (frag meinen Bruder!)
Strom? Verbrauch optimieren (sollte eh immer der erste Schritt sein!) und dann s.o.: PV mit Speicher, ausserdem hat der inzwischen einen 2kW-Windgenerator im Garten stehen (erstmal ein Test, sieht aber vielversprechend aus und soll erweitert/vergrössert werden)

"Autark funktionieren" geht halt nicht mit Abhängigkeiten (egal von wem!) - deswegen: je kleiner die Abhängigkeit, desto höher der Grad der Autarkie.
Also ist Energiewende kein Schwachsinn, sondern schlicht Notwendigkeit - und damit logische Konsequenz!
 
Thomas211

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Aber umso wichtiger isses doch, dass alles, was ANDERS versorgt werden kann, auch anders versorgt und damit der Industrie nicht die Rohstoffe wegnimmt, oder?
Es ist doch dämlich, Öl einfach zu verheizen, statt daraus wertvolle Produkte herzustellen, die anders nicht herstellbar sind.
Heizung? Wärmepumpe, mit PV und Speicher quasi autark (frag meinen Bruder!)
Strom? Verbrauch optimieren (sollte eh immer der erste Schritt sein!) und dann s.o.: PV mit Speicher, ausserdem hat der inzwischen einen 2kW-Windgenerator im Garten stehen (erstmal ein Test, sieht aber vielversprechend aus und soll erweitert/vergrössert werden)
Hat dein Bruder das ganze als Inselanlage gebaut oder speist er ungeregelt einfach ein was er nicht braucht?

Das Thema redispatch kosten hat ich ja schonmal angesprochen. Die gehen jedes Jahr mehr durch die Decke


"Autark funktionieren" geht halt nicht mit Abhängigkeiten (egal von wem!) - deswegen: je kleiner die Abhängigkeit, desto höher der Grad der Autarkie.
Wir als Deutsche werden was Ressourcen angeht immer von irgendeinem abhängig sein, unser wirtschaftlicherberfolg gründet sich nicht auf billige Ressourcen im Land und mir persönlich ist völlig egal von wem wir was kaufen müssen .
Wir müssen es halt so oder so.
Also ist Energiewende kein Schwachsinn, sondern schlicht Notwendigkeit - und damit logische Konsequenz!
Doch und zwar komplett ,eeg,merit Order dieser ganze Subventionen müll muss sofort beendet werden.schau die die Energie kosten Entwicklung in Europa oder nur Deutschland an, das läuft komplett vor die Wand.

Ich weiss echt nicht wie groß der schmerz noch werden muss bis da mal einer Stop sagt.

Wenn ich diesen "wir müssen doch nur Speicher bauen "Schwachsinn nur höre,Speicher im Terrawatt Bereich innerhalb von 4stunden (solarpeak) laden?Physik is nicht so euer Ding?Stell dir so ein Ding in deine Nachbarschaft bitte.
 
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der_brauni

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Aber ergibt es langfristig nicht perfekten Sinn, die Abhängigkeit von importiertem Öl und Erdgas so weit zu reduzieren, dass diese in den unkritischen Bereich sinkt, der wirklich nur in wenigen Ausnahmesituationen (Winter, kein Wind, Speicherkraftwerke bald leer) zum Einsatz kommen muss?
Ja, langfristig macht das sicher Sinn.
Aber der komplette bzw. weiterer Umbau benötigt Zeit, Geld umd vorallem wirtschaftluche Resourcen welche nur eine florierende Volkswirtschaft bereitstellen kann und wenn wir diese abwürgen, wenn wir immer mehr wertschöpfende Industriebetriebe durch hohe Energiepreise, hohe bürokrstische Auflagen und ihohe Besteuerung ins Ausland oder in die Insolvenz treiben, dann wird das nigs.
Und wenn du Energieexperten befragtst, werden die dir sagen, dass auch außerhalb des Winters eine gewisse Grundlastversorgung durch konventionelle Kraftwerke technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, zumindest bis eine bezahlbare Speichertechnologie installiert ist (sofern wir Indudtriestandort bkeiben wollen).


Gruß Thomas
 
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der_brauni

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Und Braunkohle... naja, so richtig schick ist die ja nicht, auch wenn wir davon reichlich haben - ökologisch ist das eher eine Herausforderung, oder siehst Du das anders?
So richtig schick sind mit Windrädern verspargelte Landschaften und mit Solarpanele zugedeckte Felder und Auen ja auch nicht. Und geflutete aufgelassene Reviere des Braunkohletagebaus können Naherholungsgebiete und Nischen für div. bedrohte Tierarten werden.

Gruß Thomas
 
KAlaus

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Hat dein Bruder das ganze als Inselanlage gebaut oder speist er ungeregelt einfach ein was er nicht braucht?
Sowohl als auch, ich hab aber keinen kompletten Schaltplan.
Er puffert Überschüsse aber grundsätzlich erst systemintern, bevor er was einspeist.
Bei 2 E-Autos (ein oller Renault Zoe, der wird halt nur geladen) geht da schon einiges weg... Der MG 5 kann offiziell kein V2G, nur V2L (also beschränkt auf 2,2kW oder so) - da gibt es aber Workarounds ;-)
Wir als Deutsche werden was Ressourcen angeht immer von irgendeinem abhängig sein, unser wirtschaftlicherberfolg gründet sich nicht auf billige Ressourcen im Land und mir persönlich ist völlig egal von wem wir was kaufen müssen .
Wir müssen es halt so oder so.
Naja, je mehr ich mir aussuchen kann, von wem ich kaufe, desto freier bin ich, und desto besser ist meine Verhandlungsposition, falls einer meiner Lieferanten mal blöd wird...
Doch und zwar komplett ,eeg,merit Order dieser ganze Subventionen müll muss sofort beendet werden.schau die die Energie kosten Entwicklung in Europa oder nur Deutschland an, das läuft komplett vor die Wand.
Subventionen sind fast immer Mist und bieten Fehlanreize, die zu komischen Marktverschiebungen führen. Und sie sind grundsätzlich erstmal teuer - das Thema ist aber auch extrem komplex...
Wenn ich diesen "wir müssen doch nur Speicher bauen "Schwachsinn nur höre,Speicher im Terrawatt Bereich innerhalb von 4stunden (solarpeak) laden?Physik is nicht so euer Ding?Stell dir so ein Ding in deine Nachbarschaft bitte.
Stand heute können in D mit Pumpspeicherkraftwerken etwa 10-12% der Grundlast für 6-7 Stunden abgedeckt werden. Geographisch wären maximal 15-20% drin, quasi alle geeigneten Orte sind schon genutzt.
Stauseen würden an wenigen zusätzlichen Orten überhaupt funktionieren und wären dort dann auch nur extrem schwer durchzusetzen.
Mittel- und langfristig würden eigentlich hauptsächlich Wasserstoff-Speicher am meisten Sinn machen, weil damit quasi unbegrenzt (räumlich und zeitlich) Energie weggepuffert werden kann.
Ineffizienter als Batteriespeicher, aber langfristig deutlich günstiger und vor allem eben mit mehr Kapazität.

Terrawatt? Naja, die verbraucht man über mehrere Tage gerechnet, und vor allem dezentral...
Die Grundlast beträgt je nach Tageszeit zwischen 40 und 80GW, im Schnitt also irgendwas um 60GW.
Im Jahresschnitt (!) werden davon etwa 50% durch erneuerbare Energie bereitgestellt. Worst case ("Dunkelflaute") nur 10%, d.h. uns fehlen dann etwa 54GW zum Durchschnitt.
Pro Tag (24h) sind das etwa 1,3TWh, das wären dann etwa 110.000 Tonnen Wasserstoff... mit 10-20 Kavernen würde das schon klappen, plus ggf. noch klassische, dezentrale unterirdische und oberirdische "Tanks"
Mit Pumpspeichern kann man schonmal einen Teil der Spitzen puffern, dazu dann die o.g. "kleinen" Wasserstoffkraftwerke: kann klappen, muss man wollen.
Wir sind ja leider nicht Norwegen, wo 90-95% aus Wasserkraft stammen, oder Island, wo 70-75% Wasserkraft und die restlichen 25-30% aus Geothermie stammen...
Österreich hätte rein mit Wasserkraft noch ein Potential von 5-10 TWh zusätzlich, die wir zu einem Teil mitnutzen könnten (Strom aus deutscher PV und Windkraft nach Ö / Strom aus Pumpspeicher bei Dunkelflaute zurück nach D) - aber auch das ist nicht mal eben zu machen (plus die Konkurrenz aus CH und IT)

Ja, trivial ist das sicher nicht - aber es gibt viele Varianten, und eine schlaue Kombination daraus kann schonmal viel verbessern.
Kostet Geld, viel Geld - aber was ist die Alternative?
Weiter auf das sterbende Öl-Pferd setzen ist langfristig jedenfalls keine funktionierende Lösung (und ich fang gar nicht mit CO2 und Klimawandel an ;-) )
 
Thomas211

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Naja, je mehr ich mir aussuchen kann, von wem ich kaufe, desto freier bin ich, und desto besser ist meine Verhandlungsposition, falls einer meiner Lieferanten mal blöd wird...
Da hast meine Position gerade komplett bestätigt,also du meinst jeder is als Lieferant akzeptabel solange er liefert.umso mehr mögliche Lieferanten man hat um so weniger ist man von einem abhängig 👍🤷
Terrawatt? Naja, die verbraucht man über mehrere Tage gerechnet, und vor allem dezentral...
Die Grundlast beträgt je nach Tageszeit zwischen 40 und 80GW, im Schnitt also irgendwas um 60GW.
Im Jahresschnitt (!) werden davon etwa 50% durch erneuerbare Energie bereitgestellt. Worst case ("Dunkelflaute") nur 10%, d.h. uns fehlen dann etwa 54GW zum Durchschnitt.
Pro Tag (24h) sind das etwa 1,3TWh, das wären dann etwa 110.000 Tonnen Wasserstoff... mit 10-20 Kavernen würde das schon klappen, plus ggf. noch klassische, dezentrale unterirdische und oberirdische "Tanks"
Mit Pumpspeichern kann man schonmal einen Teil der Spitzen puffern, dazu dann die o.g. "kleinen" Wasserstoffkraftwerke: kann klappen, muss man wollen.
Wir sind ja leider nicht Norwegen, wo 90-95% aus Wasserkraft stammen, oder Island, wo 70-75% Wasserkraft und die restlichen 25-30% aus Geothermie stammen...
Österreich hätte rein mit Wasserkraft noch ein Potential von 5-10 TWh zusätzlich, die wir zu einem Teil mitnutzen könnten (Strom aus deutscher PV und Windkraft nach Ö / Strom aus Pumpspeicher bei Dunkelflaute zurück nach D) - aber auch das ist nicht mal eben zu machen (plus die Konkurrenz aus CH und IT)
Um es kurz zu machen ,Energie Infrastruktur baut man nicht für jetzt sondern für die Zukunft und der Bedarf steigt drastisch,wirst Case Szenarien sollten da stabil eingeplant sein.schon das "erneuerbare"(Schwachsinnige Wortkreationen) 50% übers jahr im Durchschnitt bla bla,nein Strom muss dann produziert werden wenn er gebraucht wird.wenn man alles mit solar oder Sonne machen will muss man immer eine parallele Struktur betreiben in unserem Fall ist ja Gas geplant mit 40kraftwerken(ist die teuerste Art der Stromproduktion) wird die Kosten jetz nicht wirklich mindern. Es ist auch quasi völlig egal was anderes Länder wie auch immer machen.die werden uns irgendwann die Leitung kappen wenn wir deren Strompreise wegen unserer ideologischen Verblödung verdreifachen.
Weiter auf das sterbende Öl-Pferd setzen ist langfristig jedenfalls keine funktionierende Lösung
Wird nicht alles durcheinander😉😂
 
KAlaus

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So richtig schick sind mit Windrädern verspargelte Landschaften und mit Solarpanele zugedeckte Felder und Auen ja auch nicht. Und geflutete aufgelassene Reviere des Braunkohletagebaus können Naherholungsgebiete und Nischen für div. bedrohte Tierarten werden.

Gruß Thomas
Für PV gibt es genug Flächen, die noch nicht genutzt werden. Ich red gar nicht von maximal grossen Flächen (die Ossis kennen ja noch die LPGs), sondern von leicht nutzbaren Kleinflächen.
Wenn ich mir allein anschaue, was ich hier von der Dachterrasse aus an ungenutzten Dachflächen sehe - da kommt schon einiges zusammen. Alleine "mein" Haus hat Potential für etwa 30kWp., die grossen Dinger im Umkreis von vielleicht 100m kommen locker auf 100-150kWp, eher mehr.
Wenn davon ein Drittel genutzt würde, dann verbrauchte hier tagsüber keiner grossartig Strom aus dem Netz...

Der grösste Vorteil der dezentralen Stromgewinnung ist doch auch, dass dafür gar keine riesigen Überlandleitungen/Stromtrassen gebraucht werden, weil der Strom da verbraucht wird, wo er auch erzeugt wird: die vorhandene Infrastruktur reicht da weitestgehend aus bzw. kann mit überschaubarem Aufwand angepasst werden...

Würden da alle an einem Strang ziehen und nicht viele das Meiste für SICH rausholen wollen, dann würde das auch funktionieren...

Wasserkraft ist da schon schwieriger, weil da viele andere Faktoren eine Rolle spielen (Naturschutz ist da schon auch eine Bremse...) - ausserdem ist das Meiste da schon genutzt. Zusätzliches Potential könnte durch Modernisierung passieren, neue (Kleinst-)Anlagen würden nur etwa 1% des aktuellen Stromverbrauchs ausmachen... (0,2GW, 1-1,5TWh/Jahr)
 
Thomas211

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Für PV gibt es genug Flächen, die noch nicht genutzt werden. Ich red gar nicht von maximal grossen Flächen (die Ossis kennen ja noch die LPGs), sondern von leicht nutzbaren Kleinflächen.
Wenn ich mir allein anschaue, was ich hier von der Dachterrasse aus an ungenutzten Dachflächen sehe - da kommt schon einiges zusammen. Alleine "mein" Haus hat Potential für etwa 30kWp., die grossen Dinger im Umkreis von vielleicht 100m kommen locker auf 100-150kWp, eher mehr.
Wenn davon ein Drittel genutzt würde, dann verbrauchte hier tagsüber keiner grossartig Strom aus dem Netz...

Der grösste Vorteil der dezentralen Stromgewinnung ist doch auch, dass dafür gar keine riesigen Überlandleitungen/Stromtrassen gebraucht werden, weil der Strom da verbraucht wird, wo er auch erzeugt wird: die vorhandene Infrastruktur reicht da weitestgehend aus bzw. kann mit überschaubarem Aufwand angepasst werden...

Würden da alle an einem Strang ziehen und nicht viele das Meiste für SICH rausholen wollen, dann würde das auch funktionieren...

Wasserkraft ist da schon schwieriger, weil da viele andere Faktoren eine Rolle spielen (Naturschutz ist da schon auch eine Bremse...) - ausserdem ist das Meiste da schon genutzt. Zusätzliches Potential könnte durch Modernisierung passieren, neue (Kleinst-)Anlagen würden nur etwa 1% des aktuellen Stromverbrauchs ausmachen... (0,2GW, 1-1,5TWh/Jahr)
Nein😂 willst die gelben peaks noch weiter erhöhen?

Jedesmal wenn der gelbe Peak über dem tatsächlichen Bedarf steht kostet das den Stromkunden Geld,mehr solar heißt nur mehr Kosten durch Überschuss Strom mittags

Es wird nicht richtiger wenn man mehr vom falschen macht🤷
 
KAlaus

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Da hast meine Position gerade komplett bestätigt,also du meinst jeder is als Lieferant akzeptabel solange er liefert.umso mehr mögliche Lieferanten man hat um so weniger ist man von einem abhängig 👍🤷
Nein, nicht "jeder ist akzeptabel". Mit Schurkenstaaten macht man keine Deals, wenn man nicht verzweifelt und drauf angewiesen ist, das verbietet die Moral ;-) Muss man sich im Zweifel leisten können: Erst kommt das Fressen, dann die Moral.
Um es kurz zu machen ,Energie Infrastruktur baut man nicht für jetzt sondern für die Zukunft und der Bedarf steigt drastisch,wirst Case Szenarien sollten da stabil eingeplant sein.schon das "erneuerbare"(Schwachsinnige Wortkreationen) 50% übers jahr im Durchschnitt bla bla,nein Strom muss dann produziert werden wenn er gebraucht wird.wenn man alles mit solar oder Sonne machen will muss man immer eine parallele Struktur betreiben in unserem Fall ist ja Gas geplant mit 40kraftwerken(ist die teuerste Art der Stromproduktion) wird die Kosten jetz nicht wirklich mindern. Es ist auch quasi völlig egal was anderes Länder wie auch immer machen.die werden uns irgendwann die Leitung kappen wenn wir deren Strompreise wegen unserer ideologischen Verblödung verdreifachen.
"Erneuerbar" müsste eigentlich "selbsterneuernd" heissen.
Und wenn man die 50% Jahresmittel nimmt, dann weiss man aber auch, dass es Zeiten des Überschusses gibt (reichlich!), in denen man aus dem überschüssigen Strom Wasserstoff produzieren kann, den man dann zu Strom macht, wenn die Sonne halt gerade mal nicht scheint.

Wenn man dann noch wie in meinem vorherigen Beitrag beschrieben auf dezentrale Stromerzeugung mit kleinen PV-Anlagen geht, dann lockert sich der ganze Kram auf und alles wird gut. Einfach so.
Wie von Zauberhand ;-)

Nein, von alleine passiert das nicht. Aber wenn die Arschkrampen der Energielobby mal die Macht entzogen bekommen, dann könnte das spannend werden.
Allein mit den insgesamt 2,4 Milliarden, die die AKW-Betreiber zum Ausstieg bekommen haben, hätte man grob etwa 3GigaWattPeak an PV-Anlagen errichten können, was der AKW-Leistung in 2022 entspricht (ja ich weiss, nachts isses dunkel, aber das macht mir gerade die Argumentation kaputt ;-) )
Was ne Kohlenstoff Kette ist weißt ja aus Chemie Unterricht, Wasserstoff 😂😂😂
Typo ;-)
Du weisst, dass ich weiss, was wir beide meinen ;-)
 
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