Nein, keinesfalls - aber warum meint man bei solchen Themen durch Euphemismen und Relativierungen die Statistik zu entkräften.
Dieses Vorgehen, hat genau das Gegenteil bewirkt - ein Typi der mit dem Auto über den Weihnachtsmarkt oder durch eine Fußgängerzone mäht, ist nicht psychisch krank und hat das deshalb gemacht - egal welcher Pass und Geburtsort.
Wobei das glauben an einen unsichtbaren großen Bruder der alles regelt schon ziemlich bekloppt ist.
Ein Mensch der einem Polizisten 6x ins Gesicht schießt ist nicht krank und es wird auch nicht besser weil er 18 ist.
Wenn aus einer Personengruppe mit einem bestimmten kulturellen, religiösen, Partei, Geburtsland,... Hintergrund besonders viele kommen welche z.B. die Frauen einsperren, dann ist das nicht weil die Gruppe im Schnitt jüger, älter, oder sonstwas ist.
Dann müsste die Vergleichsgruppe nämlich den gleichen Prozentsatz aufweisen - macht sie aber nicht.
Für viele Menschen / Wähler sind das Ausreden um offensichtlichen Versäumnissen und daraus zu ziehenden Konsequenzen aus dem Weg zu gehen.
Das negieren von offensichtlichen Problemen (siehe z.B. die Bas) führt genau dazu das sich die Kollegen von der AfD ins Fäustchen lachen - die müssen einfach niGS machen.
Frag' die Aussies, etc., denen ihr Begriff
Ich glaube eigentlich, wir sehen vieles ähnlich. Ich leugne nicht, dass es in einigen Bevölkerungsgruppen vermehrt problematische Auffassungen gibt - u.a. in Bezug auf die Sicht von Frauen, Homosexuellen, Juden. Und dass eine Geringschätzung von Frauen, Homosexuellen und jüdischen Menschen zu Hass und Übergriffen führen kann.
Vermehrt heißt aber nicht, dass ALLE in einer Gruppe so denken oder handeln (wie du ganz richtig anmerkst) - noch nicht einmal der überwiegende Teil. Das geht hier aber unter - wir haben hier etliche Teilnehmer, die meinen, alle Moslems seien per se böse - die täten nur nett, bis sie einmal in der Überzahl seien. Und das geht mir auf den Sack, wenn jemand die Probleme derart aufbläht und alle Migranten/Moslems diffamiert aufgrund von Dingen, die eine kleine Minderheit anstellt.
Ich habe hier noch keinen gesehen, der behauptet, die Migration sei vollkommen problemlos - ich habe schon bestimmt 10 Mal geschrieben, dass ich die Abschiebung schwer Krimineller befürworte und es für wichtig halte, dass auch neue Bürger*innen unsere liberalen Werte teilen. Andererseits gibt es aber viele, die an Migranten (und deren deutschen Nachkommen) überhaupt nichts Gutes erkennen und von "Araberpack" und "Menschenmüll" reden - und das ist einfach nicht in Ordnung.
Interessant ist übrigens, dass es dieselben problematischen Ansichten zu Frauen, Homosexuellen, jüdischen Menschen teilweise auch hier bei unseren rechten Debatteuren finden - die stimmen mit den Islamisten in so manchem überein.
Bez. psychiatrischer Diagnosen von Kriminellen: Der Typ, der neulich in der Fußgängerzone von Leipzig mit seinem Auto Menschen ermordet hat, kam einfach in die Klappse und gut ist. Hier hat den nicht einer erwähnt - hätte der einen migrantischen Hintergrund gehabt, wäre hier 100%-ig die Post abgegangen.