Im Grunde bin ich bei Dir.
Wenn es aber Untersuchungen gibt, das knapp die Hälfte der Muslime da eben nicht ganz so demokratiesattelfest sind und bei entsprechendem Anschub dann doch die Scharia und die ultraorthodoxe Auslegung des Islams oben anstellt, gibt es ein Problem.
Wie kann es sonst sein, das so viele islamische Staaten, wo es mal Frauenrechte gab (der Iran z.B.) völlig abdrehen und den Gottesstaat ausrufen, sicher nicht wegen paar ganz wenigen Extremisten, die die Macht an sich reißen. Es ist zu vielen Millionen doch zu bequem oder zu gefährlich, sich dagegen aufzulehnen. und der Rest (die Hälfte reicht da sicher dicke) macht da halt mit bei der Islamisierung!
Wir hahen da nun Millionen Einwanderer die sich eben in der europäischen Kultur nicht wiederfinden, in den Ditib-Moscheen dagegen "Halt" finden und da radikalisiert werden. Das tragen sie in ihre riesigen Netzwerke und dann haben wir den Salat.
Das wird sicher nicht den arabischen Chefarzt in einer deutschen Klinik betreffen, aber das muslimische Prekariat ist über die letzten 10 Jahre riesig gewachsen und die bekannten Probleme damit sogar überproportional.
Wenn endlich mal abgeschoben würde (die syrischen Clans in Leipzig wären ein Anfang) würde das Zeichen setzen, so triumphieren diese Menschen aber über unsere schwache Gesellschaft und nutzen sie nach Strich und Faden aus.
Es zeigt ja auch jedem Muslim, wie dysfunktional Deutschland ist und das nur der Islam die Lösung ist.
Danke für deinen sachlichen Beitrag.
Dass es ein Problem unter einigen Moslems gibt, will ich gar nicht in Abrede stellen. Aber ich glaube nicht, dass der Prozentsatz so hoch ist. Hast du vielleicht eine Quelle dafür, die wir uns mal anschauen können?
In Bezug auf den Iran: Das ist nun einmal eine Diktatur, die gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit regiert, unter Zuhilfenahme krasser Unterdrückung. Die Iraner, die ich kenne, sind recht locker in religiösen Dingen - einige essen auch Schweinefleisch, trinken Wein usw. Ein iranischer Freund berichtet mir z.B. auch, dass seine Eltern, die noch im Iran leben (und die ich ebenfalls schon einmal kennenlernen durfte), dort Wein beziehen und diesen trinken.
Wie kamen die Mullahs also an die Macht? Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie viele in der Bevölkerung die damals bei der Revolution wirklich unterstützt haben, glaube aber, dass der Hass auf den Shah (der ja auch ein Diktator war) eine Rolle für den Lauf der Dinge gespielt hat.
Heute ist das iranische Regime mit der Wirtschaft verwoben, die verschiedenen Geheimdienste, die Revolutionswächter, das Militär usw. haben starke wirtschaftliche Interessen, die bei vielen mutmaßlich sogar stärker sind als die religiöse Überzeugung.
Lange Rede, kurzer Sinn: Es git Moslems mit absolut problematischen Einstellungen, lasst uns aber nicht darauf verfallen, alle Moslems zu verteufeln (was du, so weit ich das beurteilen kann, auch nicht tust).