Theth-Griechenland-Croatien. Unser furchtbar schöner "Pleiten, Pech & Pannen" Urlaub!

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Theth-Griechenland-Croatien. Unser furchtbar schöner "Pleiten, Pech & Pannen" Urlaub!

Hallo Freunde ;).


Hier nun der 1. Abschnitt von unserer 3. Wöchigen Tour gen Griechenland. Es gibt viel zu erzählen, viel weniger Gutes und dennoch ließ uns Albanien und die letzte spontane Woche in Croatien alles wieder vergessen.

Wir möchten Euch mitnehmen und Euch ein bisschen berichten, was alles so geschah! Und das war nicht wenig…irgendwie sollte und wollte es ja schon bei den Vorbereitungen nicht „Rund“ laufen.

Auch wenn es ein ziemlich langer Bericht wird, entschuldigen wir uns schon jetzt! Aber, es gab einfach zuviel "Input". Sicherlich haben wir bestimmt auch schon wieder was Nennenwertes vergessen.


Wir schreiben den 13.05.2017. Morgens um 2:00 Uhr ging es los. Der Bus war Reisefertig und stand bereit. Eigentlich, wollten wir am Vortag früh zu Bett. Aber, wie es bei uns immer ist…wurde daraus schnell 23:00 Uhr. Das muss noch mit, dieses auch noch und der Wein musste ja auch noch leer gemacht werden.

Alles fing gut an, so wie ein schöner Urlaub eben beginnen sollte...


Abfahrt war dann schließlich 3:30 Uhr.
Wir hatten es ganz entspannt geplant. Die 1. Strecke sollte uns bis nach Croatien, genauer in das Örtchen Duga Resa führen. Hier hatten wir für eine Nacht eingecheckt.


Es lief optimal für uns. München ganz Staufrei passiert. An der Grenze zu Österreich, keine Wartezeit. Der Grenzübergang Slowenien / Croatien ließ uns dann das erstemal leichten Urlaubstau und Drängelei bei der Abfertigung verspüren.


Ganz gechillt unterweGS





Gegen 15:00 Uhr trafen wir nun im kleinen ruhigen croatischen Örtchen ein. Zum Einstand gab es einen Cappu und das erste leckere kühle Radler.




Nochmal eine kleine Wanderung...





...und dann ging es über, in die wohlverdiente Nachtruhe! Nachtruhe??? Was ist das??? Hatten wir doch mitbekommen, dass viele gutgekleidete Personen das Restaurant betraten. Gut gelaunt und mit viel getöse, bekamen wir mit, was abging. Eine Hochzeitsfeier!!! Naaaaa Super!!! Direkt neben unserem Hotelzimmer war der Gesellschaftsraum und die Party wurde von Minute zu Minute williger und ausgeglichener. Und wenn Croaten feiern, dann feiern sie richtig.


Die Party lief dann irgendwann mal gegen 2:00 Uhr Nachts aus. Gute Nacht und mit dicken Augen, fielen wir endlich in den Schlaf.


14.05.2017 – Nach 5. Stunden Schlaf, krabbeln wir wie kleine Kinder aus dem Bett. Der erste Schlaf fehlte irgendwie. Egal, dafür war die Vorfreude viel zu groß auf den beginnenden Urlaub! Um 8:00 Uhr standen wir im Frühstücksraum, wo die Bediensteten erstmal Aufräumarbeiten verrichteten.

Aber nach einem guten und reichhaltigen Frühstück, starteten wir um 9:30 Uhr durch nach Albanien / Shkodra.




Auch hier galt: Es lief perfekt für uns. Gut gelaunt, sangen wir im Radio mit, gönnten uns Biggi`s gut belegten Brötchen und machten richtig „Strecke“. Croatien wunderschön wie immer, hinter uns gelassen, kamen die ersten längeren Stop`s am Grenzübergang Bosnien / Montenegro. Papiere, Grüne Karte, Bus auf…neugierige Blicke auf unseren Kram und die Fragen…wohin!


Und der Zöllner aus Montenegro, war ein Scherzbold und gut drauf...



Und dann wurde es Zäh und teils echt Kinoreif. Über marode Bundesstraßen, ging es durch Montenegro nach Albanien. Dabei ist die Armut und der manchmal extreme Zerfall direkt vor unseren Augen. Häuser nicht fertiggestellt und bewohnt, umfunktionierte Mofa`s mit Transportkiste im Vorbau, Pferdewagen und echt heftig



- der Staßenverkehr und ihre Teilnehmer. Dort verweilen derart viele Michael Schuhmaker`s…das war der Brüller.

Durchgezogene Linie und Verkehr von vorne? Egal! Dem Hintermann langte es irgendwie immer, sich Kinoreif in der vorausfahrenden Bundesstrassenschlange mit Gewalt reinzuquetschen.

Geschwindigkeitsbeschränkungen von 30 Km/h? Für uns Deutsche ganz Sonnenklar! Für Einheimische, gab es dieses Gebot nicht! Da standen oft das bis zu 3-fache auf dem Tacho. Das war schon Abenteuer und irgendwie spannend. Wenn es draußen Hell ist, keine Frage. Alles machbar. Aber wehe, wenn es dunkel wird. Da kamen die Strassenrambo`s ins Spiel. Dazu aber später mehr…



Wir erreichten unser nächstes Ziel Shkodra unbeschadet gegen Abend. Unser Hotelherr war sehr freundlich und unser Bus bekam einen kleinen eigenen Stellplatz. Noch ein paar Formalitäten und das Zimmer inspiziert, den Bus ausgeladen, unternahmen wir noch ein kleinen Abendspaziergang. Das kleine Hotel kam uns schon irgendwie merkwürdig vor! Neonröhren in grellen Farben und Mucke wummerte aus den Bass übersteuerten Lautsprechern. Unser Zimmer? Da mussten wir schmunzeln, war in Rot mit vielen Herzen und ebenfalls vielen roten Röhren bespickt.

Auch Wurscht. Wir wollten nur dort schlafen und brauchten für die 2. Tagestour über Theth einen sicheren Stellplatz. Und…das Zimmer war echt sauber. Da gab es nicht`s zum motzen.



Gegen 22:00 Uhr ging das Licht aus und wir waren Heiß auf Theth und seine Strecken, seine Umbebung und das kleine schnuckelige Hotel im kleinen Ort, umgeben von Bergen und Natur.
GUTE NACHT…es wird ein spannender Urlaub. Aber irgendwie, hatte ich schon im Vorfeld immer ein komisches Gefühl, was nach Albanien kommt. Ich wollte es Biggi aber nicht spüren lassen und verdrängte diesen Gedanken immer wieder.






15.05.2017 – THETH…we started ! Mein Wunschziel wurde wahr.



Früh am Morgen, lud unser Hotelherr zum traditionellen Albanien Frühstück ein. Ziegenkäse, Ziegenröllchen und Spiegelei. Dazu Kaffee in Massen.


Wir unterhielten uns über den albanischen Gott und die Welt. Dabei beobachteten wir Droschkenkutscher, die aus dem Hinterland kamen um ihr Gemüse auf den Markt verkaufen zu können.

Fahrräder, Mofa`s…natürlich bis ins letzte frisiert und alte 124er Mercedes zieren hier noch die Straßen. In Bosnien und Montenegro hingegen Golf I +II.



Ich will nicht wieder abweichen. Aber doch immer wieder beeindruckend, die einfache Welt!


Start- Nach dem Frühstück gegen 9:00 Uhr lassen wir unsere KTM´s an und bollern los. Vorher noch tanken. Und hier ist dann auch schon Vorsicht geboten gewesen! Die Umrechnungstabelle vergessen, hat uns der gute Tankwart um schnell mal 8 Euro „erleichtert“. Im nachhinein nachgerechnet und zum Entschluß gekommen….in Zukunft „Vorsicht“.



Wir ließen es also an der wunderschönen Brücke, mit dem türkisfarbenen Wasser gen KIRR Pass, krachen. Entgegen gesetzt der Masse, nahmen wir die Fährte gen Theth auf.





In Formation, fahre ich genüsslich hinter Biggi her, die es teilweise ganz schön krachen ließ auf der Strecke. Ich musste sie öfter`s mal ermahnen…! Aber, dieses Naturwunder mit seinen in Grün überzogenen Bergen, den Wasserfällen, reißenden Bächen, den extremen Steigungen, auf und ab, mal chillig zu fahren, dann wieder Wetterbedingt…alles loser Geröll, Bäche durchqueren und der unerwartete Gegenverkehr…Transporter, vollgestopft mit Einheimischen die es sich leisten können, mit dem Bus aus dem Hinterland in die Stadt zu fahren. Gott, wie lange die für eine Tour unterweg`s sind??? Teilweise, sind die Schotterstrecken massiv ausgewaschen und mit derben Schlaglöchern gezeichnet.



Teils ruppelig ging es zu Werke...








Und wir??? Haben jeden Fahrmeter mit unseren Eintöpfen ohne KAMPF und endloser (Fahr)Freude bestritten. Es schraubte sich teilweise steil über sogenannte Treppen mit Absätzen hinauf. Dazu kam noch die Nässe, bedingt vom Regen in der Nacht.






Die Stufen wurden teils extrem rutschig...
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Alte Brücken...





Wir hielten oft an, um irgend etwas zu bewundern. Mal war es die Bergformation, mal die reissenden Bäche. Hier konnte man auf keinen Fall vorbei rasen. Viel zu schön, diese unberührte Natur.
Die Bachdurchfahrten...


...ging es immer wieder in die Höhe!






ABER…dann fing es wieder an zu regnen, was unser Vorhaben nicht einfacher machte. Da hieß es teilweise an bestimmten Steigungen, Gas Gas Gas…ansonsten hätten wir ein Problem gehabt. Auf der ganzen Strecke, kam uns ein einziger Motorradfahrer mit einer XT 600 entgegen. Der arme Kerl war alleine unterweg`s und war schon ziemlich mitgenommen.


Ein noch geschlossenes Refugio...


...ging es über Berg & Tal zur zweiten Hälfte Offroad der Strecke.






Weiter durch viele Bäche...






Verschnaufpause. Kleine leckere Spannferkel auf dem Weg...


...ging es auch schon wieder Flott zur Sache.








Nach über der Hälfte der Strecke dann, kam der Schock! Meine Karre fing das saften an. Am Ölfilterdeckel-Gehäuse machte sich gen Motorschutzschale und Boden bei Halt sofort eine Pfütze bemerkbar. ....!!! Mit jedem Meter, wurde es mehr. Wir waren am letzten Viertel angelangt. Bei einem kurzen Stopp, „pisste“ es schon förmlich aus der Seite raus. Jetzt hatten wir irgenwie kein Auge und keine Zeit mehr, diese schöne Gegend aufzunehmen. Und gerade da, bei dem letzten Rest der Strecke, wären noch einige Streckenabschnitte zu bewundern gewesen. Wir hatten nur noch den Gedanken, möglichst schnell zum Hotel zu kommen, nicht das der Motor wegen Ölmangel noch heiß lief.
Deswegen, auch mal leicht verwackelte Bilder :-)...






Biggi checkte stets die Richtung an ihrem Montana...

Das Lachen verlernen wir nie...


Und somit, ging es nochmal durch aufgeweichte Weichsandstellen...







Und aufgeweichte Furchen erschwerten die Fuhre...


In Theth (zum Glück!) angekommen, riß der regenverdeckte Himmel wieder auf!


Ein schönes Hotel am Rand.


Hier gab es erstmal ein erfrischendes Bierchen für alle...


Neugierige Kinderchen beim erkunden...



Sehr positiv zu bewerten ist, der Hotelbetreiber hat sich alle Mühe gemacht, um helfen zu wollen. Er wollte einen Kumpel von Shkodra kommen lassen, der das Moped aufläd und runter zur Reparatur fährt oder er schnitzte eine Papierdichtung aus Pappe zusammen, womit ich allerdings nicht zufrieden war.
Der Kollege war auch immer sehr bemüht und wenn er auch nur alles beobachtet hat. Was die Albaner sehr gut können.


FEIERABEND! Nicht`s ging mehr.


Ich entschied mich, am folgenden Tag mit Biggis KTM runter nach Shkodra zu fahren, um meine Motordichtmasse zu holen, die ich noch im Bus hatte. Ein Kumpel hatte mir diese vor Abreise ans Herz gelegt. Ein Glück!
Wir haben die abendliche Zeit genutzt, um abzuschalten. Duschen, Essen und früh zu Bett. Der nächste Tag wird hart.



16.05.2017- Nach dem Frühstück, legte ich gleich los. Ich kannte diesesn Weg nach Shodra noch nicht. Das sollte ja eigentlich der Rückweg unserer Umrundung sein. Wir schätzten mal, es sind ungefähr 50 Kilometer bis in die Stadt. Ich zapfte von meiner KTM nochmal 1,5 Liter ab um sicher zu gehen, nicht liegen zu bleiben, da der Hinweg…Biggi`s kleines Spritfass schon gut gebeutelt hat.




Nach gut 30 Kilometer Schotterfahrweg, welcher wunderschön zu fahren ist… Grob und dann wieder sulzig, steinig und mit kleinen Bächen bestückt,




Und der obligatorische "...irgenwas fällt immer ab, an der KTM"...hatte auch hier seine Bedeutung. Der Seitenständer war bei unserer Tour oft das Hauptthema. Bei beiden Maschinen. Fortsetzung folgt...


mit Aussichten der Güteklasse 1…ging es auf den schon viel im Internet beschriebenen asphaltierten Pass, die SH21 gen Shkodra. Klasse, aber immer mit Vorsicht zu befahren. Geröll und Dreck auf der Straße. Die Kehren sind eng und schmal. Dazu immer im Hinterkopf behalten…die Transportbusse mit dem langen Radständen, brauchen die ganze Spur um ums Eck zu kommen.



Geschwindigkeitsbeschränkungen bis teilweise 20 km/h runter, welche auch angebracht erscheinen, ging es dann Richtung Stadt. Jetzt wurde mich mal richtig mulmig! Die gefahrenen Kilometer wurden immer mehr und mein Gefühl rechnete immer mit. Ich hielt immer öfter an, schaute auf`s GPS und es waren noch ein Haufen Kilometer bis zur nächsten Kleinstadt. Keine Tanke! Nächste auch keine Tanke. Dann Reserve!
Ich gab nur noch ganz zaghaft Gas, um jeden Tropfen auszunutzen.
„Das wird nicht`s mehr“. Ich rechnete schon fest damit, hier in der Pampa stehen zu bleiben. F*ck!!!
Dann, ein kleiner Ort vor Shkodra. Ich rollte und schwebte schon förmlich den kleinen Berg hinunter…machte es dann wie vermutet….Blubb, Spotz, Blubb, Blubb und aus. Ich rollte hinunter und sah in der Morgensonne, ein kleines verrostetes Dach. EINE MINITANKE mit einer Säule. Ich rollte direkt davor ein. Der Tankstellenmann, schaute mich an und wunderte sich über meine überschwengliche Freude. „Full Please -FULL“ !
Schaut euch mein Gesicht an! Wie ein kleines Kind zu Weihnachten, hab ich mich gefreut!




Vor lauter Freude, gab ich ein spendables Trinkgeld (Welches er erst nicht annehmen wollte). UND- Er hat auf den Cent genau umgerechnet! Ganz ehrlich und genau. Das sind mal Gegensätze!
Ich musste los und die Zeit drückte. Dichtmasse und Werkzeug eingepackt, noch etwas getrunken, startete ich wieder 80 Kilometer Hoch nach Theth.
Gegen Mittag errreichte ich Theth und machte mich gleich ans Werk. Den Kürbis auf die Seite gelegt, alles abgebaut, Deckel runter…alles schön mit Dichtmasse ums Gehäuse geschmiert und zusammen gebaut.





Nochmal eine Stunde gewartet und dann ging es mit Biggi die 80 Kilometer wieder Retoure gen Shkodra. Sie hat es so genossen und war von dem ruhigen Vormittag ausgehungert, dass sie derart am Kabel zog…und ich auch hier wieder ermahnen musste. Das waren alleine an dem Tag für mich 90 Kilometer Offroad. Die Strecke allerdings, entschädigte ebenfalls für alles. Nicht so Spektakulär wie über den KIRR PASS bergauf, dennoch ein paar sehr leckere Passagen mit Bergformationen zum niederknien.














Herrlichstes fahren...









Dennoch, auch hier: Pleiten, Pech & Pannen: Eine CAM, montiert am Motorradrahmen, hat sich heimlich verabschiedet und liegt irgendwo in den Albanischen Bergen. Also, wer eine Orangene Rollei finden sollte, wisst ihr wo sie hingehört.

Jetzt ging es auf der berühmt berüchtigten SH21 runter nach SHKODRA. Die Lichtfluten und das Spiel zwischen Sonne und schweren Regenwolken + Berge...ist ein Schauspiel.











Dennoch, auch hier: Pleiten, Pech & Pannen: Eine CAM, montiert am Motorradrahmen, hat sich heimlich verabschiedet und liegt irgendwo in den Albanischen Bergen. Also, wer eine Orangene Rollei finden sollte, wisst ihr wo sie hingehört.
Am Abend angekommen, war dann auch gut. Die letzten Tage haben schon gut geschlaucht. Wenig geschlafen und gut Kilometer gefahren, entschieden wir uns, hier noch ein Tag dranzuhängen um wieder ein wenig Kraft zu tanken und um die Stadt zu erkunden.

Wir sind dann Essen gegangen. Neben einem guten Einheimischen-Bier gab es ein halbes Schwein auf Toast. Es gab Salat, Schweinekotlett satt, mindestens 6. Stück für jeden und Kartoffelecken samt Ein ganzes Brot geschnitten und das für gerade mal schlappe 25 Euro. Der Kessel war prall gefüllt.

Müde, aber auch zufrieden fielen wir gegen 23 Uhr zu Bett. Welch eine Wohltat!


16.05.2017- Nach einer wohlverdienten Nacht und einem guten Frühstück, machten wir eine kleine Fahrzeugwartung.
Kette reinigen und einstellen, Gabelsimmerringe reinigen und Gabel entlüften, Kerzenbild anschauen, Luftfilter usw…! Alles wieder Paletti.




Dann war Shkodra Bummelling angesagt. Geduscht und luftig bekleidet, schwangen wir uns auf die Kürbisse und fuhren entspannt ins Stadtinnere. Erstmal Tabletten holen. Die anhaltene Grippe & Erkältung wollte einfach nicht weichen. Es wurde wieder mehr. Die Nasen liefen und der Hals kratzte nun auch noch und war entzündet. Kurz vor der Stadt hielt Biggi an und mir schwante nicht`s gutes! Jetzt fing auch ihre KTM an zu saften. Und wie! Bei Kalli hatte sich wohl der Gummiring vom Schauglas zersetzt. Genau an dieser Stelle drückte das Öl da raus.

Die Stimmung? Sch**ße! Neben der starken Erkältung kam auch noch das dazu. Also zurück und überlegt. Mein Kumpel angeschrieben und gefragt, ob ich dieses blöde überflüssige Schauglas auch mit der Dichtmasse, überbrückungsweise dichtschmieren kann. „Mach, hau es zu, es müsste bis nach dem Urlaub halten“ !

Sein Wort, in Gottes Ohr! Wir haben es dicht gemacht und den Bus geladen. Jetzt hatte die Dichtmasse 2. Tage Zeit um ordentlich auszuhärten .
Mit Schal, Tempo und Tabletten bewaffnet…hauten wir uns auf`s Ohr und versuchten uns wieder Fit zu schlafen, bevor es über Girokastra…nach Griechenland ging.

17.05.2017- Weiterfahrt nach Girokastra. Wir haben noch ein bisschen Spielraum eingebaut, für alle Fälle und die Tagesetappe nicht direkt bis Nafpaktos in Griechenland gelegt.
War auch gut so! Beide ziemlich verschnupft und mit dicken Hals, wollten es nun langsam angehen lassen. 360 Kilometer bis zur nächsten Streckenetappe.
Wir sind dann losgerumpelt, durch alte...sehr alte Dörfer, Städte und Landwege. Die Straßen ohne Autobahn, zieen sich in die Länge. Dazu musst Du Topfit ans Werk gehen. Die Albaner verstehen bei einhaltung der eingehaltenen Geschwindigkeitsbeschränkungen keinen Spass und zischen mit dem alten 124er Daimler kriminellst an Dir vorbei.
Dazu, wurden wir 3 x von der Rennleitung angehalten. Alle 5 Kilometer stehen dort am Straßenrand die Uniformierten und lasern, kontrollieren und schwingen hinter verspiegelten Sonnenbrillen coole Sprüche :-) !

Auch hier, die Landschaft ist ein Genuss. Leider ist die Infastruktur hier noch nicht angekommen. Man könnte soviel aus diesem schönen Land machen, aber wie erzählte uns ein Einheimischer? Die Polizei arbeitet für die Regierung. Und die Regierung äußerst korrupt, wirtschaftet alles in die eigenen Taschen. Leider!

GIROKASTRA- Eine schöne kleine Stadt, die sich in einer wunderschönen Bergwelt eingeschmiegt hat. Das könnte hier ein Skigebiet der allerfeinsten Sorte geben.
Unser Hotel war, im Gegensatz zum Hotel in Shkodra...gehobene Klasse:


Na gut...Spass beiseite. Es war dann doch dieses:

Alles Blitzblank Sauber! Das Personal besonders Freundlich, was in Albanien nicht zur Tagesordnung gehört.
Wir hatten ein schönes Zimmer, mit Blick auf die Stadt...


Dann gingen wir noch in die Stadt. Mit Medikamente eindecken, um wieder Fit zu sein. Dann noch nett Essen und in einem Cafe, dem bunten Treiben auf der Straße zuschauen.


Wir haben uns teilweise nicht mehr eingekriegt. Der COP...und seine Stadt. Wie in dem alten Rambo Film. Mit verspiegelter Sonnenbrille, Handschellen und sonstiges Geraffel am Gürtelband, hielt er seine Straße "Sauber"! Auffallend: Er hielt nur die nette jungen Hühner an, um extrem einen auf dicke Hose zu machen. Brille leicht auf die Nase gestellt, eine Hand im Gürtel eingehängt, lehnte er lässig wie einst James Dean am Wagen und bremste die Hühner ein :-) !





Das war der 1. Teil unserer Griechenland Tour. Wie es weiter ging…ist hier bald zu lesen. Und dann geht es richtig ab, mit der Pleiten, Pech & Pannen Tour.

Wir hoffen, es hat Euch ein wenig unterhalten und würden uns über ein Feedback freuen.


[FONT=&quot]LG Alex und Biggi
[/FONT]




Hier noch ein kleiner Ausblick, auf kommende Filme...
 
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Danke Klaus!

Ja, bei der Hütte waren die Dosen weg und es waren ein paar Leute vor Ort, die dort Aufgeräumt haben. Die kommen wohl jetzt erst in Schwung :cool:.
 
Befigs

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Ähem….. wann geht's endlich weiter… will ja nicht drängen… DOCH!
Klasse wie immer, bis jetzt…. danke!

Gruss Bernd
 
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Ruuuuuhig BLUT, Brauner :cool:....Lieben Dank! Jetzt steht erstmal (leider) wieder die Arbeit im Vordergrund. Aber, wir versichern Dir, es wird noch einiges schönes und weniger schönes geben.

Bis bald...es grüßen Dich A & B!
 
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Moooooooment! Einen hab ich noch:



...als Vorgeschmäckle! ;):cool::p

War eine geile Zeit in Theth!
 
Stefus

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Sehr cool! Bin grad erst gestern Abend heimgekehrt, nachdem ich zwei Nächte zuvor noch in Theta übernachtet hatte. Ja, mit so leichten Maschinen fährt sich die Strecke bestimmt nochmal ganz anders wie mit meinem Eisenschwein. Aber geil war´s trotzdem:springen:
 
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Servus Biggi und Alex,

toller Bericht, schöne Fotos. Weiter so.
Wie schauts aus, wenn man diese Strecke in Albanien mit der GS fährt?
Bin ein normaler GS-Fahrer. Ab und zu Schotter.
Was würdet ihr mir empfehlen?


Gruß
Peter
 
Stefus

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Servus Biggi und Alex,

toller Bericht, schöne Fotos. Weiter so.
Wie schauts aus, wenn man diese Strecke in Albanien mit der GS fährt?
Bin ein normaler GS-Fahrer. Ab und zu Schotter.
Was würdet ihr mir empfehlen?


Gruß
Peter
Am besten mit wenig Gepäck fahren! Ich habe dieses Jahr den Großteil meiner Klamotten in ´nem Hotel geparkt und am nächsten Tag dann wieder abgeholt.
Mit Gepäck kann´s dann so aussehen;)

Wenn Du Schotter kennst, geht der Großteil der Strecke recht unproblematisch. Allerdings gibt es einige Stellen, die es bergauf wie bergab in sich haben, sprich ausgewaschene Spurrinnen und Felsen, die aus dem Boden ragen.
Einfach mal die kurze Strecke über Koplik reinfahren und anschauen.

Gruß;
Stefan.
 
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Guten Morgen...liebe Albanien Gemeinde!

Erstmal, vielen Dank für eure Kommentare! Hat uns sehr gefreut!!!

@Stefus- Ja, mit den Eintöpfen ist das jederzeit ein Genuss ohne Kampf. Obwohl wir das auch gerne mal mit den GSen fahren wollen. Das ist doch eine andere Herausforderung.

Hallo Peter!

Dem ist nicht`s hinzuzufügen, was Stefus zur Wegstrecke gesagt hat. Wir sind ja die Strecke gleich entgegen der Masse gefahren. Auch hier, mit den Eintöpfen, manchmal ein wenig gefordert...ist das mit dem Boxer eher KAMPF! Abstehende Steinplatten, Stufen und aufgeweichtes Geröll...machen Dir da das Leben schwer und muss einfach nicht sein!

Ich verlinke jetzt mal die beiden Filmteile THETH 1+2 hier rein. Vorallem, der 2.Teil wird für Dich interessant sein. Dieser Weg ist sehr gut fahrbar, mit der GS! Aber!!!! Es kommt immer aus der Sicht des Betrachters an.

Viel Spass und berichte bitte!

THETH 1.Teil (Der schwierige Teil, für eine GS)


THETH 2.Teil (Der sehr gut zu fahrende Teil für eine GS, über den Straßenpass rauf nach Theth.)


Viel Spass beim schauen und gebt eventuell mal ein Feedääääck ;)...wenn ihr Lust habt!

Bald geht es weiter...mit dem nächsten PPP-Berichten über Griechenland und Kroatien.

LG Alex & Biggi
 
Stefus

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Nettes Filmchen, Alex! Danke dafür:cool:
Bei 13:40min fahrt ihr links an ´ner Kneipe vorbei. Eigentlich geht´s ja nach rechts:zunge2: Ich bin dem Weg in 2014 auch gefahren. Nach 40min. traf ich einen Albaner, der meinte, Theth ginge nur in die andere Richtung:mund: Da wurde mir klar, warum die Jungs am Erfrischungsstand so wild gestikulierend hinter mir her gerufen hatten:rofl:
Also wieder zurück, an der Kneipe noch ein Wasser reichen lassen und weiter.
Seid ihr den (vermeintlich falschen) Weg auch gefahren:confused: Kommt man da vielleicht doch zum Ziel? Auf der Karte finden sich nämlich mehrere kleinere Schleifen. Könnte eine davon sein:Augenzwinkern_2:

Ach, noch was zu den verwendeten Tracks! Ich hab grad mal etwas auf den Websites der Musikanbieter rumgestöbert. Hartwigmedia kenne ich bereits und hab da auch schon Sachen verwendet. Bei den anderen beiden wird nicht ersichtlich, was die Lizenz für ein Stück in einem YouTube-Clip ohne vorgeschaltete Werbung kosten würde. Oder habt ihr alles kostenlos verwendet? Falls ja, gab es da irgendwelche Probleme seitens YouTube wegen Fremdmonetarisierung?

Gruß;
Stefan.
 
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Hallo Stefan!

Gut aufgepasst. Der Weg führt ins NICHT`S. Da sind nur noch ein paar Einheimische angesiedelt. Der kleine Bengel hat uns aufgeklärt und auch bei uns war die kleine Bude besetzt, in der ein paar Halblebige ...wild fuchtelnd uns den Weg weisen wollten. Nette Geste ;)

Zu den Tracks: Alles kostenlos, für solch kleine Hobbyfilmer wie uns! Sie bestehen nur darauf, mit www-Adresse und Titel vermerkt zu werden, was man auch gerne macht, wenn man diese tolle Musik für Umme bekommt. Da unterstützt man gerne!!!

VG Alex
 
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petermmuc

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Hallo,
ich warte immer noch auf den Bericht über den noch fehlenden Teil der Reise.
Kommt da noch was, oder habe ich da was übersehen?
Gruß,
Peter
 
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Vielen Dank, Peter & Freunde!

In der Vergangenheit, war sehr viel zu tun. Ich hatte wenig Zeit, mich um die Berichte zu kümmern. Aber jetzt kommt der Herbst und somit auch wieder die Zeit, die fehlenden Berichte nachzureichen.

Fangen wir an, mit dem zweiten Teil Griechenland-Croatien.

Danke, für eure Interesse ;)
 
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PLEITEN, PECH & PANNEN 2.0

Fortsetzung Pleiten, Pech und Pannen-Urlaub!

Girokastra am Morgen. Der Hals kratzt, die Nase läuft aber es geht weiter und wir haben eigentlich gar nicht mal deswegen so schlechte Laune! Wahrscheinlich, schon abgehärtet durch die lange Zeit der Erkältung und den Tabletten [FONT=&quot][/FONT] !
In unserem Nobelhotel, steht das Frühstück an. Wenn das auch noch so Klasse ist, wie alles in diesem Haus, ist es ein Gewinn.




Wir wollten nicht allzu spät los, um den Tag und die Stimmung in Nafpaktos noch genießen zu können.

Gegen 9:00 Uhr schwingen wir unsere geduschten Hintern, in unseren kleinen weißen Bus, der wie ein Büffel zieht und Kilometer machen will [FONT=&quot][/FONT] !


Na ja, zurück zum Thema: Noch einen Grenzübergang und wir sind fast da! Blaues Meer, die weißen Häuser mit den blauen Dächern, kleine Fischerdörfer und tolles Wetter. Die Stimmung stieg an…!
So ungefähr 100 Kilometer hinter der Grenze, stellte sich aber irgendwie nicht das Gefühl ein in Griechenland zu sein. Überall Müll, kaputte Häuser, Hund Katze Maus. Die Umgebung erinnerte eher an Albanien, als unsere Bilder im Kopf.


Irgendwann später gegen frühen Mittag, kommen wir in Nafpaktos an. Biggi, hatte die Videos genau studiert und fand sich gleich bestens zurecht, als ob sie schon mal hier war [FONT=&quot][/FONT] ! Und hier soll eine Rallye stattfinden? Ein kleiner Banner zeigte die Erinnerung auf :

HELLAS RALLYE! Ah ja! Dann sind wir hier wohl richtig.



Wir hatten etwas weiter außerhalb eine kleine nette Wohnung gebucht, waren gespannt, ob es auch den Beschreibungen entsprach.
Das Wetter war nicht zu verachten, der kleine Fischerhafen im Dorf war schnuggelig, doch wollte sich die gewohnte Urlaubstimmung bei Ankunft einfach nicht einstellen. Warum? Später!
Wir tranken vor Ort erstmal einen original griechischen Cafe mit ordentlich Bodensatz und warteten auf unseren Herbergsvater.
Die falsche Wohnung bezogen ( …unsere Ferienwohnung war an Amis vermietet), erwies sich schlichtweg als „Loch“. Bei uns würde man dazu „Sperrmüll“ in der Wohnung sagen. Aber egal. Wir sind ja eigentlich nur zum schlafen hier.



Die Tage vergingen, wir besuchten den Platz der Rallye-Stars, schauten uns Nafpaktos an und wollten uns so langsam auf die Rallye einstimmen.






Unsere 1. Tour stand an. Eigentlich sollte es an einen See bei Doriko gehen. Wir hatten etwas darüber gelesen und er sollte wunderschön sein.
Am Morgen, frühstückten wir auf dem Balkon und freuten uns schon auf diesen Tag. Es ging dann aus Nafpaktos raus und ab ins Gebirge. Es war schon recht warm an diesem Morgen und die Strecke??? Ein Genuss. Im Zickzack-Kurs ging es durch kleine Dörfer, weiter durch Wälder. Wir kamen dem See ordentlich nah. Bei Thio drifteten wir aber irgendwie ab. In den Wald! Dann durch ganze Waldabschnitte, ging es mit Tempo immer tiefer rein. Die Strecke? Einfach der Hammer. Der See??? Egal! Hier war es kühl und es machte Fun! Stunden später, schauten wir auf den GPS Peiler und stellten fest, dass wir vor lauter Freude, alles andere vergaßen. Der See war nicht mehr Spruchreif, sondern die riesigen Windräder, oben auf den Bergen. Dort wollten wir hin.












Es schraubte sich förmlich die Bergwände rauf, es ging über Buckelpisten und Geröllfeldern zu den weißen Riesen. Die Bergwelt nannte sich Tpikoprfa. Patras und die strahlend weiße Verbindungsbrücke mit dem türkis farbenden Wasser ist schon was Geiles.
Oben angekommen, windete es ordentlich, wir suchten an einer kleinen Berghütte Schutz und wir holten erstmal Essen & Trinken raus um die Aussicht zu genießen. Das hat was! Sehen die Windräder von unten doch relativ klein aus, rotierten die Blätter im Takt. Sehr beeindruckend!







Die Tour endete am Abend mit einem guten Essen, direkt am Meer…mit vielen kleinen Freunden, die auch den ein oder anderen Happen abstaubten. Sie ließen keine Tricks aus, um auf sich aufmerksam zu machen.


Zum Feierabend noch mal am Strand vorbei schauen...






Der Tag war richtig schön und ließ uns ins Bett fallen! Ach so, trotz „Loch“, dass Bett war so herrlich gemütlich…wir fielen sofort in die Tiefschlafphase.


Hellas Rallye- Am Abend zuvor, ging es zum Technik Check. War eine lustige Sache. Anmeldung und Abnahme waren Cool. Beide Maschinen waren durch!




Aber, meine KTM machte ordentlich ärger und siffte diesmal aus dem kleinen vorderen Ritzel. Super!!!


Letzte Hilfe war dann schließlich Dirk von Zitzewitz. Ein Teamkollege, versuchte zu helfen und wollte noch eine O-Ring Dichtung und einen Simmering besorgen. Jedoch leider ohne Erfolg. Wir reinigten die Leckage erneut und hofften einfach darauf, dass dieses Übel noch ein paar Tage durchhalten würde.







1.Rallye Tag: Der Tag fing chaotisch, seitens der Rallye Organisation an (…möchte ich nicht näher drauf eingehen!) und endete noch chaotischer, von meiner Seite her! Ein böser Sturz, bedingt durch einen mechanischen Defekt, beendete gleichzeitig unsere Zeit, hier in Nafpaktos.
Unter Schmerzen fuhr ich noch den ganzen Tag weiter, mit Prellung + Bruch. Mich haute es nochmals hin, an einer Geröllstelle, welche so grob war, dass ich den Schmerz beim eintauchen der Gabelrohre direkt stechend an den Rippen spürte und vor Schmerzen die Maschine nicht mehr halten konnte.



Unser Glück war, dass 2. Mädels sich ebenfalls durch die Strecke „wühlten“ und uns halfen, die Maschine wieder aufzurichten. Sie gaben mir zwei Hammertabletten und wartete eine Zeit ab, ob es noch weitergehen konnte.


















Es ging weiter! Die Hämmner schlugen an. Wenn die Tracks wenigstens ordentlich gearbeitet hätten. Teilweise, wurden wir auch noch im Kreis umher geleitet. Dann kam auch noch ein Temperatursturz dazu und zuletzt, auch noch massiver Regen.
Die Fahrwege wurden extrem rutschig, teilweise gab es Sturzregen und wir waren froh, als wir nach gut 184 Trackpunkten am Abend, einen Ausgang aus diesem Labyrinth fanden.












Ein griechisches Paar, zeigte uns den Weg zurück in die Zivilisation gen Patras. Puuuh, dass war so übel . Wir fuhren zurück zur Rallye Basis. Ich sprach mit Biggi, dass sie die Rallye fortsetzen soll. Sie hatte sich doch so sehr darauf gefreut. Ich hatte ja nun mit Arzt & Co, die nächsten Tage genug zu tun. Aber, ein Vorfall an der Basis, vermieste ihr die Laune, „ihre“ Rallye noch weiter zu fahren.
Das war`s!


DER HELLAS FILM:





Die 3. Tage danach waren eigentlich nur Horror! Schmerzen, kein Schlaf und dann ab zum Doc. Sah übel aus. Diagnose: Vorderrippe und Hinterrippe gebrochen + extremer Bluterguß am Unterleib. Es gab gute Tabletten, Stützband und Ruhe.




Freitags dann, beschlossen wir ganz spontan, alles zu packen und Griechenland zu verlassen. Da waren wir uns sofort einig! Klasse, meine Frau. Ich sagte nur ein Wort zu ihr und sie hatte sofort die Packtasche in der Hand. Sie ist so Klasse. Wir spürten Beide, dass das die richtige Entscheidung war. Welche? Kroatien!!! Das war das Zauberwort.
Irgendwie schafften wir das Zeug alles zu laden. Ich versuchte dann den Bus zu fahren. Und wie ich ihn fuhr. Ein Kissen in den Steiss und Gas! Was soll ich Euch sagen? Ich glaube, dass war für mich die Medizin! Mit jedem Kilometer hatte ich weniger Schmerzen…Zentral gesehen und die Stimmung stieg mit jedem Kilometer gen Kroatien.
Wir fuhren in einem Zug durch bis nach Shkodra. Kinder, sobald es dunkel wird, meidet Albanien. Sie drängeln, blenden auf und starten halsbrecherische Überholmanöver, sobald Du Dich an die Geschwindigkeit hälst. Das war Wild West Life [FONT=&quot][/FONT] !



Spätabends im 5.Sterne Hotel angekommen, ließen wir uns es seit Tagen mal richtig gut gehen. Schön geduscht und gegessen machten wir um Mitternacht das Licht aus.
Am Morgen, ging es in einem Rutsch rauf nach Kroatien. Mehrere Grenzen später und auf Höhe von Sveti Rok, die Sonne brannte auf den Bus, war unsere Stimmung nicht mehr zu bändigen. Urlaub! Wir spürten, rochen und sahen…URLAUB! Die Gebirgswelt um Sveti Rok, dazu die Mischung aus Sonne und Wolken, angenehme 27° Grad und die ersten Meerblitzer, hatten uns sofort die letzten Tage vergessen lassen. Wir genossen jeden erhaschten Augenblick, machten unsere alten Schotterpässe am Hang aus, welche wir schon in dieser Region besucht haben…es war ein wahnsinnig schöner Moment.
Paar Kilometer weiter, kamen wir in Crikvinica an. Ziel! Noch unsere Ferienwohnung suchen und für Heute abschalten!
Unsere Vermieterin, war eine Perle! Bei der Ankunft, gab es direkt erstmal ein kaltes Bier und einen Slipovi. Wir führten gute Gespräche und haben die Dame sofort in unser Herz geschlossen.
Dann gab es noch einen direkten Stellplatz vor der Haustür und die Wohnung? Die war so schön, sofort stellte sich ein heimisches Gefühl ein. Pudelwohl war uns! Die eine Woche wird Klasse und kaum zu toppen, da waren wir uns sicher. Komisch, dass wir manchmal so eine Vorahnung haben. Ist aber so! Wie letztes Jahr, als wir in die Westalpen fuhren. Und danach? War es der geilste Urlaub überhaupt.
So ließen wir den Abend, unter Beobachtung eines Sonnenuntergangs am Meer, direkt von unserer Terasse aus enden. Perfekter, konnte er nun wirklich nicht sein, der Pleiten, Pech & Pannenurlaub!
GUTE NACHT!



Fortsetzung Pleiten, Pech und Pannen! Ziel: Traumland Croatien.

So Freunde. Jetzt kommt unser „Lieblingskind“. Nach der heftigen Griechenland-Woche, kamen wir in Crikvenica an und sehnten uns noch nach ein paar Tage, schönes Wetter, Chillen und eventuell, nach ein paar netten Touren mit den Eintöpfen.
Es musste ja auch gar nicht die ganze Woche schön Wetter sein, so 2 bis 3 Tage einfach tolles Urlaubsfeeling einfahren…dann wären wir schon absolut zufrieden!
Es kam auch hier wieder alles anderst! Zum positiven. Endlich! Es waren 7. Tage, die alles wieder raus geholt haben. Wetter, Strecken & unsere Stimmung waren im Einklang. Die Abwechslung hat es hier gemacht.
Jetzt aber zum Ablauf:
Wie im letzten Bericht geschrieben, ließen wir den Abend bei einer Flasche Wein und einen herrlichen Sonnenuntergang ausklingen.
Irgendwann ging Biggi schonmal schlafen, ich musste noch „Wunden lecken“ und versuchen, irgendwie ins Bett zu krabbeln. War nicht einfach, dieses zu Bett gehen und wieder aufstehen. Sobald in der Biegung bewegung aufkam, meldeten sich die Rippen richtig übel zur Stelle!
Biggi zauberte ein schönes Frühstück am anderen Morgen, während ich immer noch irgendwelche Turnübungen veranstaltete, um aus dem Bett zu kommen. Die Nachtruhe bekam den Knochen anfangs nie gut.
Auf Balkonia gerobbt wie ein Fischotter, habe ich erstmal die Morgensonne inhaliert. Es war schon warm und eine fantastische reine Luft, wie immer hier. Das war Urlaub. Immer auf`s Meer schauend, verspeisten wir unsere Rühreier und freuten uns auf die nächsten Tage. Das Wetter versprach so genial zu bleiben.


Nun im Schnelldurchlauf!
Wir hatten:

Vier (aktive) Fahrtage und zwei Badetage.
Die vier Fahrtage haben wir voll ausgekostet. Mehr war echt nicht drin! Es waren dabei:
-Nördliches Velebitgebirge. Rauf und runter. Von Links nach Rechts!
-2. Tage Hitzebedingt, ging es hier überwiegend durch Waldregionen. Und das, war keine Spielerei. Da war Körpereinsatz gefragt…wenn auch bei mir nur bedingt möglich [FONT=&quot][/FONT] ! Wir lernten noch einen tollen Typen aus Slovenien kennen, tranken einen Kaffee zusammen und wollen uns die nächsten Jahre mal treffen. Hier in Kroatien. Offroad, bewegten wir uns KTM Like, ziemlich am Limit. Wir besichtigten alte Bunker, sahen im Hochgebirge einige Bären und Wildpferde. Letzteres endlos viele. Das waren Augenblicke, die man festhält und nicht vergisst.

Und der Glanzvolle Abschluß…Offroad auf der Insel KRK. Hätten wir nie gedacht, was da alles so möglich ist. Karges Hinterland und eine Weite. Zuletzt haben wir nicht mehr daran gedacht, auf einer Insel zu sein. Keine Menschenseele. Kein Auto, kein Hund, Katze, Maus! Einfach nur tolles Wetter und eine göttliche, wenn auch manchmal deftige Strecke mit unvorhersehbaren Verlauf. Wir haben mal vorab ein Video bei YouTube gesehen, wo zwei Kameraden ordentlich mit ihrer Affentwin und BMW zu tun hatten. Das hat uns irgendwie beeindruckt. Dazu kamen noch versteckte Badebuchten, die eigentlich nur Insider kennen. Jetzt kennen wir diese auch!





























Es war richtig HEISS...


Knuschperte Wege...




Siff Siff...




Weite...




Ferne...







Und nicht zu vergessen, die zwei wunderbaren Badetage am Strand. Hier hatten wir einen Vierbeiner als Dauergast zu Besuch. Ich denke mal, der war total angetan von meiner Biggi. Der schlawenzelte überall dort rum, wo sie auch war. Seine Besitzerin war zum Schluß richtig neidisch. Mich hat`s nicht gewundert [FONT=&quot][/FONT] !
Auch kamen die Auszeiten, zwischen den Touren nicht zu kurz. Hier mal ein frisches Radler, dort mal ein Cappu…also alles ohne Stress und viel Spass. Wir merkten jeden Tag, wie unser körperlicher Power-Tank aufgeladen wurde.


Schlawiner...


Und Abschluss...






Wir gingen gut Essen, die Croatien sind uns gegenüber immer Fair & Freundlich. Wir haben manches besichtigt und sind zu dem Fazit gekommen:
Griechenland- Schöne Offroadstrecken, aber eine Rallye dort, würden wir nicht wieder mitfahren! Niemals!!! ABER, dass ist nur unsere Meinung dazu!
Croatien ist unser Urlaubsland! Und natürlich auch, die Länder an den Randgebieten drum herum. So vielfältig, schön und zum Teil auch Atemberaubend, dass langt uns! Und wenn Du wirklich mal Ruhe suchst…brauchst Du stressfrei nicht lange zu suchen! Auf jeder Insel, an jeder Küstenstraße findest Du einen Flecken, der Dich begeistert.

Schönes Restwochenende, Gang!
 
gstreiberstgt

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BMW 1200 GS LC ADVENTURE- Yamaha Ténéré 700
Danke Richard :rolleyes:! Kann da echt nicht`s für, meine I-Net Leitung zickt ständig rum.

Gruss Alex
 
Milka

Milka

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R1200 ADV TB einer der letzten Luftkühler und ne Xchallenge fürs Grobe
Hach immer wieder schön mit euch mit zu fahren:D
Ich bin gespannt auf den Ligurienbericht und arbeite parallel auch an einem Bericht:cool:
Gruß Ralf:)
 
Befigs

Befigs

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Hallo Biggi und Alex,
nachdem ich ja auch lange auf den Bericht gewartet hatte... habe ich euch bei FB ausfindig gemacht und dort schon nachgelesen, wie es weiterging.... und heute (im Büro) gleich nochmal...:cool: und mit Kroatien habt ihr absolut recht, auch mein Lieblingsurlaubs-Land mittlerweile... Deine Berichte sind aber auch immer so herzerfrischend, man ist irgendwie dabei!

Gruss Bernd
 
Thema:

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