Moin Meles,
Du solltest Dir bei deinen Plänen darüber im Klaren sein, dass Fotos einer ActionCam ebenfalls durch die stark verzerrende Optik der "Video" Linse erfolgen. Die Linsenverzerrung kann man zwar rausrechnen, erfordert aber Zeit und passende (teure) Mittel. Geht's nur um "Knipsen", dann wäre das natürlich lässlich. Die Fotoqualität war mir für meine Zwecke zu schlecht.
Ich dokumentiere meine Touren gerne per Video. Im Vorjahr war ich mit einer ISAW A3 (identisch ActionPro X7, fast identisch GoPro Hero 3 Black) und meiner alten Nikon DSLR unterwegs (die noch kein Video konnte). Fahraufnahmen und Bewegtbilder (Landschaft, Menschen, Orte) aus der ActionCam, animierte Fotos aus der DSLR. Das Ergebnis ist so gut geraten, dass ich in diesem Jahr aufgerüstet habe, und jetzt mit 2 ActionCams (meine alte + Aldi), sowie einer videotauglichen DSLR reise. Dies schießt natürlich gewaltig über Dein Ziel hinaus.
Fernbedienungen lasse ich übrigens generell zu Hause. Verbrauchen stark Akkuleistung und sind unzuverlässig. Löse besser mit dem Finger aus, und achte auf eine Cam mit eindeutigen Tonsignalen pro Tastendruck. Mit Kamera am Helm und Helm auf'm Kopp kannst Du bestens eine Steadycam ersetzen. Der Kopf ist der ruhigste Pol des Menschen, und geeigneter Stativersatz. Gilt ebenfalls für Brustgurt.
Achte beim Kauf einer ActionCam unbedingt darauf, dass es einen Adapter für GoPro Zubehör gibt, Gibt es den nicht, so reduziert sich das Montageangebot dramatisch. Aldo/Medion (EUR 98,-) bietet wenig Zubehör, ist aber baugleich zu Praktika SC1 (für die es fehlendes Zubehör, wie z.B. das Open Frame Gehäuse, gibt. Kaufe keine Cam, die nur mit wasserdichtem Außengehäuse nutzbar ist. Die Bilder werden damit deutlich schlechter. Besser Open Frame, und nur dieses.
Grüße,
Thomas