Hitzewelle: Reifendruck

Diskutiere Hitzewelle: Reifendruck im Reifen Forum im Bereich Modellunabhängige Foren; Das hört sich so an, als hättest du das alles in den 90er mal gelernt. Und damals war das auch richtig. Technik und Technologie ändert sich. Und...
Maxell63

Maxell63

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Grundsätzlich ist es mir egal, wie du und andere Reifen aufwärmst und einfährst.
Verschiedene Reifenhersteller geben hierzu fast identische Expertisen ab, die sehr, sehr weit weg sind von deinem Bericht.
Allein schon einen Reifen aufwärmen braucht länger, als deine Einfahrzeit und Wegangabe.
Hier sprechen wir in einem GS-Forum, mit hauptsächlich Normalfahrern und nicht von Rennsport.
Selbst wenn es stimmen sollte, halte ich es für unredlich, hier zu Suggerieren, das die Expertisen der Hersteller stark übertrieben sind. Sicherheit geht vor.
Gruß Brauny
Das hört sich so an, als hättest du das alles in den 90er mal gelernt. Und damals war das auch richtig. Technik und Technologie ändert sich. Und ich finde, man sollte seine Meinung immer mal überprüfen - ob sie noch mit der aktuellen Faktenlage übereinstimmt.

Conti gibt z. bsp für einigen Reifen eine Fahrstrecke von ein paar Hundert Metern an, um auf Betriebstemperatur zu sein. Heutzutage kann man einen Hypersportreifen mit vollem Grip bei einstelligen Temperaturen fahren. All das war früher nicht möglich.

Und wenn dir der Reifenhändler sagt, du sollst den Reifen 100 km einfahren wenn er neu ist, dann geschieht das eher aus juristischen Gründen, denn aus technischen
 
arbalo

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Das hört sich so an, als hättest du das alles in den 90er mal gelernt. Und damals war das auch richtig. Technik und Technologie ändert sich. Und ich finde, man sollte seine Meinung immer mal überprüfen - ob sie noch mit der aktuellen Faktenlage übereinstimmt.

Conti gibt z. bsp für einigen Reifen eine Fahrstrecke von ein paar Hundert Metern an, um auf Betriebstemperatur zu sein. Heutzutage kann man einen Hypersportreifen mit vollem Grip bei einstelligen Temperaturen fahren. All das war früher nicht möglich.

Und wenn dir der Reifenhändler sagt, du sollst den Reifen 100 km einfahren wenn er neu ist, dann geschieht das eher aus juristischen Gründen, denn aus technischen
Stell doch mal bitte einen Link zu der Conti Aussage ein.
 
Brauny

Brauny

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Das hört sich so an, als hättest du das alles in den 90er mal gelernt. Und damals war das auch richtig. Technik und Technologie ändert sich. Und ich finde, man sollte seine Meinung immer mal überprüfen - ob sie noch mit der aktuellen Faktenlage übereinstimmt.

Conti gibt z. bsp für einigen Reifen eine Fahrstrecke von ein paar Hundert Metern an, um auf Betriebstemperatur zu sein. Heutzutage kann man einen Hypersportreifen mit vollem Grip bei einstelligen Temperaturen fahren. All das war früher nicht möglich.

Und wenn dir der Reifenhändler sagt, du sollst den Reifen 100 km einfahren wenn er neu ist, dann geschieht das eher aus juristischen Gründen, denn aus technischen
Keine Ahnung, wo du hier die 90er vermutest. Ist aber auch egal. Ich habe mir diverse Seiten der Hersteller hierzu angeschaut. Zu meinen Reifen mache ich das Grundsätzlich.
Ich Unterscheide hier, wie geschrieben, die Masse der Normalfahrer und den Rennsport, wo vieles anders ist. Auch mache ich darauf Aufmerksam, das man das nicht vermischen darf und das ist faktisch richtig.
Ein Reifenhändler sagt nicht, sondern gibt auf seiner Seite klare Empfehlungen, die selbstverständlich auch juristische Gründe haben.
Hier die schriftlich dazugehörige Aussage von Conti.
Nach wie vor geht es hier um Sicherheit und nicht um die Meinung einzelner.

Einfahren von neuen Motorradreifen | Continental Reifen

Gruß Brauny
 
GStreibling

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@Brauny: Was soll ein Hersteller denn auch anderes reinschreiben? Richtiger Weise wird er versuchen sich nach allen Seiten abzusichern.
Hier noch meine völlig unrelevante Erfahrung zu dem Thema. Mit der GSA mache ich so ca. 30.000km im Jahr. Davon die meisten mit Gepäck und Sozia. Wird es der Sozia zu langsam oder werden wir gar überholt, gibt es Ärger, also muss ich schon immer schön auf Zug fahren. Einen Rutscher nach einem Reifenwechsel, den ich auf den Neuzustand zurückführen könnte, hatte ich noch nie. Sind neue Reifen drauf, brauche ich ehr ein paar KM um mich an das andere Fahrverhalten zu gewöhnen. Danach denke ich da nicht mehr drüber nach und die Reifen haften nach 10 km wie Sau.
In diesem Jahr mussten wir im Urlaub in Frankreich einen neuen Hinterreifen aufziehen lassen. Ca. 7km nach der Werkstatt kam eine ewig lange Kurvenstrecke und hinter mir eine KTM. Den ziehen lassen war keine Option. Ich habe da nix gemerkt.
Daher meine Empfehlung: Gebt mal eurem Gefühl mehr Vertrauen.

Aber eigentlich ging es hier doch um Luft oder so?
 
Serpel

Serpel

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Hatte mit meiner schönen Speed Triple 1200 RR bei der Erstausfahrt im März 2023 einen peinlichen Sturz gleich an der ersten Kreuzung im Dorf. Weil ich vergessen hatte, dass ich noch im Herbst nach der letzten Ausfahrt frische Reifen aufgezogen hatte (S22). Anhalten, Losfahren wie sonst auch und wisch und weg (so ähnlich wie in dem bekannten YT-Video, wo einer seine nagelneue Suzi beim Händler abholt ;-). Hätte so leicht vermieden werden können, wenn ich dran gedacht hätte!

Also nie mehr wieder nach der letzten Fahrt im Herbst frische Reifen aufziehen, wird mir eine Lehre sein ...

Gruß
Serpel
 
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Joerg1952

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ein einfacher Zettel am Motorrad im Herbst angebracht hätte auch gereicht.
 
GStreibling

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Hatte mit meiner schönen Speed Triple 1200 RR bei der Erstausfahrt im März 2023 einen peinlichen Sturz gleich an der ersten Kreuzung im Dorf. Weil ich vergessen hatte, dass ich noch im Herbst nach der letzten Ausfahrt frische Reifen aufgezogen hatte (S22). Anhalten, Losfahren wie sonst auch und wisch und weg (so ähnlich wie in dem bekannten YT-Video, wo einer seiner nagelneue Suzi beim Händler abholt ;-). Hätte so leicht vermieden werden können, wenn ich dran gedacht hätte!

Also nie mehr wieder nach der letzten Fahrt im Herbst frische Reifen aufziehen, wird mir eine Lehre sein ...

Gruß
Serpel
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Da gehören ja auch Decken drauf vor der Fahrt
 
Andi#87

Andi#87

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Also 4-5 Kilometer sind für den CTA3 schon in Ordnung, danach gehen schon mächtig viel Schräglage.
Ich glaube auch nicht, dass Michael hier einen Blödsinn erzählt. Dafür ist er viel zu lange seriös unterwegs.
(Merke: Geschwurbel von Reifenherstellern und eigene Erfahrungen müssen sich nicht immer decken)
 
Tiefblau

Tiefblau

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noch mal zum Thema "mehr Grip" bei weniger Luftdruck:

Die Aufstandsfläche wird bei zu (deutlich) wenig Druck zwar theoretisch breiter, (und auch nur theoretisch) verformt sich aber ungünstig. Da der Reifen in der Mitte ohne den nötigen Gegendruck leicht nach innen nachgibt, verlagert sich der Druck auf die Außenkanten des Latsches. Die Verteilung des Drucks auf den Asphalt ist nicht mehr gleichmäßig. Weniger gleichmäßiger Druck bedeutet schlechteren Grip

Der Reifen hat bei 2.5/2.9 genau den gleichen Grip wie bei 2.3/2.7 (oder 2.7/3.1)

Zu diesem Thema Geistern ziemliche Märchen durch die Foren und durch die Motorrad Gruppen. Vor allen Dingen sind unsere Touren Reifen oder Enduroreifen überhaupt nicht dazu geeignet, mit niedrigem Drücken zu fahren. Man macht das auf der Rennstrecke mit entsprechenden Reifen, weil durch die enorme Belastung eine große Hitze im Reifen entsteht.

Das nächste Feature, was man sich einkauft, wenn man mit sehr niedrigen Drücken fährt: der Reifen hält einfach viel kürzer. Was ja einige schon beschrieben haben, dass sie den Druck ein paar Zehntel senken, wenn der Reifen zu hart ist, das ist ja okay
Ist alles richtig aber der Druck 2.5/2.9 gilt für voll beladen + Sozia(us). BMW gibt laut eigener Aussage immer nur den Druck unter maximaler Beladung an (leider). Hab das mal mit einem Mitarbeiter auf der Messer in Köln besprochen.

D.h wenn du alleine ohne Beladung fährst und vlt. 80kg wiegst müsstest du den Druck reduzieren.
 
No-GS

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Das habe ich seit bald 20 Jahren GS noch nie dauerhaft gemacht und sämtliche Experimente (senke mal auf 2,2/2,5 ab) mit weniger Druck haben außer einem trägerem Handling und teigigen Lenkgefühl nix gebracht.
 
Tiefblau

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Das habe ich seit bald 20 Jahren GS noch nie dauerhaft gemacht und sämtliche Experimente (senke mal auf 2,2/2,5 ab) mit weniger Druck haben außer einem trägerem Handling und teigigen Lenkgefühl nix gebracht.
Was fährst du denn bzw. was stellst du ein? 2,5 und 2,9 im kalten Reifen nehm ich an? Bei etwas weniger sollte die Eigendämpfung besser werden. Ich bild mir das zumindest ein ;)
 
GSWille

GSWille

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Ich habe jetzt auch schon immer 2.5 und 2.9 genommen. Ooohooooh ;)

So bekommt man sie aber auch vom Service zurück
 
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kuhtreiber1967

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Wer mit nem neuen, nicht eingefahrenen Reifen und viel zu viel Luftdruck bei hohen Außentemperaturen aus einer engen Kurve fliegt, ja mein Gott, wem oder was soll ich da als erstes als Schuldigen suchen ? Hat sich doch ganz schnell schon am Anfang des Satzes geklärt. Da muss doch nicht weiter gemacht werden. Immer alles Verkomplizieren. 🤷‍♂️
 
Maxell63

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Wer mit nem neuen, nicht eingefahrenen Reifen und viel zu viel Luftdruck bei hohen Außentemperaturen aus einer engen Kurve fliegt, ja mein Gott, wem oder was soll ich da als erstes als Schuldigen suchen ? Hat sich doch ganz schnell schon am Anfang des Satzes geklärt. Da muss doch nicht weiter gemacht werden. Immer alles Verkomplizieren. 🤷‍♂️
-... und wem ist das passiert?
 
Maxell63

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Was fährst du denn bzw. was stellst du ein? 2,5 und 2,9 im kalten Reifen nehm ich an? Bei etwas weniger sollte die Eigendämpfung besser werden. Ich bild mir das zumindest ein ;)
nichts kommt in der Physik ohne Preis: mehr Eigendämpfung durch weniger Druck ergibt weniger Agilität
 
Eckart

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Das ergibt für mich irgendwie keinen Sinn. Warum sollte eine Anzeige Temperaturkorrigiert sein. Welchen Vorteil hätte man davon?
In der Bedienungsanleitung steht zwar drin, dass das so gemacht wird, aber nicht, warum. Man kann sich's aber zusammenreimen:
Bei einer Empfehlung "Prüfen/ändern Sie den Luftdruck für den "Normalbetrieb" nur bei kalten Reifen", also der üblichen Vorgehensweise bei einer Reifendruckkontrolle an der Tankstelle z. B. vor einer Tour oder zu Hause im Stand wird eine Reifendruckkontrolle bei kalter Temperatur sein. Erhöht sich nun der Druck, ist das zwar normal blieb aber früher ohne RDC unbeachtet. Heute zeigt der Bordcomputer den Wert laufend an und irritiert den Fahrer, wenn nicht sogar ein Alarm den Fahrer beunruhigt.
Bei temperaturkompensierter Anzeige hat man diese Probleme nicht !

meine Frage bezieht sich ausschließlich auf die Temperatur
Der Fehler dürfte hier sein, sich ausschließlich auf den Aspekt des Einflusses der Temperatur auf den Reifendruck zu konzentrieren, der zwar da ist, aber vielleicht gar nicht so entscheidend.

Wäre diese Frage im Winter gestellt worden, wäre sofort die Frage aufgetaucht, ob der Reifen bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt eine ausreichende Haftung entwickelt. Auf die Sache mit den Reifendruck wäre kaum jemand gekommen. Dabei muss man die Frage umgekehrt genauso stellen !

https://www.driverreviews.de/advice/maintenance/tyre-temperatures-explained schrieb:
Während kalte Reifen vor allem im Winter problematisch sind, stellt Überhitzung im Sommer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko dar. Bei zu hohen Temperaturen wird die Gummimischung zu weich und verliert ihre Fähigkeit, Kräfte präzise zu übertragen – vergleichbar mit Kaugummi.
Und da sich der Thread ausdrücklich auf Hitzewellen bezieht:
Wenn sich ein Reifen beispielsweise um 20 Grad erwärmt, würde er sich bei normalen Temperaturen z. B. von 15 Grad auf 35 Grad erwärmen. Bei einer Hitzewelle mit 35 Grad aber auf 55 Grad, wahrscheinlich sogar noch mehr, weil sich der Asphalt in der Sonne überproportional erhitzt. Dann aber ist der Reifen zumindest nicht mehr bei seiner optimalen Betriebstemperatur und hat nicht seine optimale Haftung.

Mit dem Reifendruck hat das relativ wenig zu tun, vor allem wird man die Lage durch Ablasssen von Luft nicht verbessern können !
 
Thema:

Hitzewelle: Reifendruck

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