Aus einer Idee wird ein Motorrad – SWT 229
Servus zusammen,
heute möchte ich euch ein Motorradprojekt vorstellen, das mir persönlich besonders viel Spaß macht: die SWT 229.
Noch ist es kein fertiges Motorrad. Eigentlich sieht man im Moment genau das Gegenteil – einen Rahmen, jede Menge Einzelteile, angepasste Komponenten und ziemlich viel Arbeit.
Aber genau an diesem Punkt wird es interessant.
Denn wenn man morgens mit einem leeren Motorradrahmen anfängt und am Ende des Tages bereits Rahmen, Motor, Getriebe, Schwinge, Fahrwerk und Räder miteinander verbunden sind, bekommt man langsam eine Vorstellung davon, was daraus einmal werden soll.
Die SWT 229 basiert auf der Idee, eine klassische BMW Zweiventil-GS neu zu interpretieren.
Nicht größer, schwerer und elektronischer.
Sondern möglichst einfach.
Mechanisch.
Robust.
Und mit einem Fahrwerk, das deutlich mehr kann als das ursprüngliche Konzept.
Deshalb kombinieren wir die klassische Zweiventil-Technik mit einer 48er Upside-Down-Gabel und einer langen Schwinge aus dem Bereich der BMW R1100/R1150 GS.
Vorne kommt ein 21-Zoll-Rad zum Einsatz, hinten ein 17-Zoll-Rad.
Damit soll aus dem Motorrad kein schwerer Reise-Tourer werden, sondern ein richtig schöner Landstraßenräuber.
Die Idee dahinter ist ziemlich einfach: kurvige Straßen, wenig Elektronik, ein kräftiger Boxer und ein Fahrwerk, mit dem man richtig arbeiten kann.
Das Motorrad soll dorthin passen, wo es auch gefahren werden soll – auf kleinen Straßen, auf denen Kurven wichtiger sind als Höchstgeschwindigkeit.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Alltagstauglichkeit.
Das Motorrad soll nicht nur für den Fahrer funktionieren. Auch eine Mitfahrerin soll vernünftig Platz haben. Deshalb bekommt das Projekt ein Rahmenheck mit einer ordentlichen Sitzbank. Die Vorstellung ist ganz klar: Auch nach 100 Kilometern soll der zweite Platz noch Spaß machen.
Technisch gibt es ebenfalls einiges zu tun.
Der Motor verfügt über 1070 cm³. Die Kupplung wird mit einer Sintermetalllösung aufgebaut und entsprechend angepasst. Die Verbindung zwischen Antrieb und Fahrwerk wird ebenfalls nicht einfach aus dem BMW-Regal übernommen – unter anderem kommt ein spezieller Kardanwellenadapter zum Einsatz.
Und genau diese vielen kleinen Details machen den Aufbau spannend.
Manchmal sind es nur ein paar Millimeter, die darüber entscheiden, ob ein Bauteil passt oder eben nicht.
Manchmal muss ein Teil gekürzt werden.
Manchmal muss eine Schraube geändert werden.
Und manchmal steht man einfach davor und fragt sich: „Warum haben wir das eigentlich nicht vorher gemacht?“
Aber genau das gehört für mich zu solchen Projekten dazu.
Die SWT 229 soll am Ende kein Motorrad sein, das man einfach aus einem Katalog bestellt.
Sie soll ein individuelles Motorrad mit Charakter werden.
Eine Verbindung aus klassischer BMW Zweiventil-Technik, modernen Fahrwerkskomponenten und ganz viel eigener Handarbeit.
Aktuell ist das Rolling Chassis aufgebaut und die nächsten Schritte stehen bereits fest.
Das Projekt geht also weiter.
Und ich werde euch gerne mitnehmen.
Was meint ihr?
Kann eine klassische Zweiventil-BMW mit 48er USD-Gabel, langer 1100/1150er Schwinge und 21/17-Zoll-Rädern die perfekte Basis für einen modernen Landstraßenräuber sein?
Bin gespannt auf eure Meinung!
#SWT229 #BMWBoxer #BMWR100GS #ZweiventilGS