Faktenfreie Wasserpanik durch den neuen Grünen OB in München:
Offener Brief an den Oberbürgermeister der Stadt München:
"Wer den Menschen unbegründet Angst macht, der betreibt das Geschäft des Teufels.“
Das sagte einst das bayerische Urgestein Franz Josef Strauß.
Grüß Gott Herr Oberbürgermeister Krause,
Ihre Allgemeinverfügung zur Wassernutzung vom 14.Juli 2026 und die abgesperrten Brunnen machen vielen Menschen Angst.
Die Angst vor dem Ersticken
und Verdursten gehören bekanntlich zu den tiefsten existenziellen Urängsten des Menschen, da beide direkt das unmittelbare Überleben des Organismus bedrohen. Die medial angetriggerte Angst vor dem Ersticken knisterte während Corona spürbar in der Luft. Jetzt also die Angst davor, dass das Wasser knapp wird? Muss das sein?
München bezieht circa 75-80% des Trinkwassers aus dem Mangfalltal. Den Rest aus dem Loisachtal sowie der Schotterebene. Das Voralpenland gehört zu den wasserreichsten Gebieten Europas. Die objektive Faktenlage mit den aktuellen Zahlen (
Wasserstand: Gesamtzeitraum Valley / Mangfall) ergibt also keinen Grund, die Pferde scheu zu machen.
Ich bin unpolitisch, aber ein Freund des gesunden Hausverstandes und der Menschlichkeit. Und da fällt auf:
1. Innerhalb des Stadtgebietes werden Verstöße gegen Ihre Allgemeinverfügung zur Wassernutzung mit bis zu 50000 € geahndet. Direkt hinter der Stadtgrenze, z.B. in Grünwald, Unter- oder Oberhaching..., da wo die privaten Gärten größer und viel mehr Pools vorhanden sind, darf Wasser verwendet werden, so viel man will. Wasserspiele aller Art in vollem Umfang gestartet. Auch da kommt das Wasser aus dem Mangfalltal und von der Loisach. Das klingt unlogisch und ungerecht.
2. Wenn es um Wasserknappheit geht, weshalb ist die zwischen 9 und 19 Uhr größer als zwischen 20 Uhr und 8 Uhr morgens? Das klingt für mich unlogisch.
3. Wasser auf Omas Gemüsebeet, mit dem die ganze Familie ernährt wird, ist verboten. Eine größere Menge auf einen Tennis- oder Fußballplatz, das ist okay. Auch für die gewerblichen Rechenzentren und vieles mehr... ist alles Wasser in Hülle und Fülle vorhanden.
4. Was ist das für eine Botschaft, wenn die "Weltstadt mit Herz" den Brunnen vor dem Rathaus abdeckt? Klimawandel zum Anfassen? Das Wasser wird knapp? Schaut her, wir tun was? Wir setzen ein politisches Symbol?
Der Fischbrunnen, ein beliebter Münchner Treffpunkt, braucht laut Google täglich circa 130.000 Liter Wasser. Die Landeshauptstadt München verbraucht täglich circa 300 bis 400 Millionen Liter Wasser pro Tag. Mit diesen 0,000036% soll die Trinkwasserversorgung stabilisiert werden?
Fakt ist: Sie verwirren und ängstigen mit solchen Maßnahmen viele Menschen. Solche, die hier leben, und jene die zu Besuch hier sind.
Und mal ganz ehrlich: Hätten wir wirklich eine Wassermangellage, dann müsste man die Menschen beruhigen, aber ganz sicher keine Angst verbreiten!
Damit keine Missverständnisse entstehen, diese Zeilen sind als freundlicher Gedankenanstoß und Weckruf gedacht. Nicht als Beleidigung!
Ich habe mein Leben lang den unterschiedlichsten Menschen zugehört und auch schon am Krisentelefon gesessen... Ich habe erlebt, was induzierte Ängste mit und aus Menschen machen können. Und das wollte ich hier zum Ausdruck bringen. Damit es später nicht heißt, keiner hat was gesagt.
Mit friedlichen Grüßen
Gabriele Löppert
Bürgerin der Landeshauptstadt München
Gruß Thomas