Wenn das Motorrad ansonsten scheckheftgepflegt ist und niemand anderes daran gearbeitet hat, würde ich hier alle Geschütze auffahren, die es gibt. So etwas ist keine normale Materialermüdung. Ein so brachialer Abriss mit einem lauten Knall passiert entweder durch eine enorme Hebelwirkung oder eine Blockade. Da das Auge komplett aus dem Guss herausgebrochen ist, ist das Gehäuse an dieser Stelle irreparabel beschädigt.
Genau so etwas passiert meistens nach Wartungen, bei denen Mechatroniker nur schnell ihren täglichen Plan abarbeiten, der zum Schluss vom Meister abgenommen wird. Steht das Motorrad danach ein bis zwei Monate herum und es fallen erst beim Fahren Probleme auf, zieht sich die Werkstatt zurück und kommt mit Standard-Ausreden! Wie gesagt: Falls die Maschine werkstattgepflegt ist, hätte ich schon längst meine Anwälte informiert. Und meine sind gut, richtig gut!
Wenn die Maschine zudem lückenlos beim BMW-Partner scheckheftgepflegt ist, hast du zumindest eine solide Ausgangsbasis. Allerdings musst du strategisch vorgehen, denn Werkstätten und deren Versicherungen schalten bei solchen Summen und Vorwürfen sofort auf stur. Ein Gutachter kann unter dem Mikroskop genau erkennen, ob das Material durch ein zu hohes Drehmoment (Überdehnung) vorgeschädigt war oder ob sich die Schraube gelöst hat, weil zum Beispiel die Schraubensicherung (Loctite) vergessen wurde.
Ich würde an deiner Stelle nichts anfassen, weder schrauben noch säubern, bis sich jemand, der Ahnung hat, zu der Angelegenheit geäußert hat. Und manchmal wirken Briefe von Anwälten Wunder.
Du weißt schon, dass das lebensgefährlich ist.
Du hättest sterben können..!