Kreuzgelenk beim Zerlegen von der Kardanwelle gerutscht...

Diskutiere Kreuzgelenk beim Zerlegen von der Kardanwelle gerutscht... im R 1150 GS und R 1150 GS Adventure Forum im Bereich Motorrad Modelle; Habe mein HAG ausgebaut, weil ich es nun von einem hochgelobten Forenmitglied auf 37/11 umbauen und überholen lassen möchte. Soweit so gut. Habe...
Jungfux

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Habe mein HAG ausgebaut, weil ich es nun von einem hochgelobten Forenmitglied auf 37/11 umbauen und überholen lassen möchte.
Soweit so gut. Habe den Ausbau ja auch schon einmal vollzogen und dachte mir nun ich habe Routine (bzw. ist ja alles nicht mehr so neu) und schwupps rutscht mir das HAG aus der Hand, als ich die beiden seitlichen Zapfen rausgedreht habe. Die Strebenverschraubung hatte ich ja nur gelöst gehabt... Jetzt bin ich mir nicht mehr sicher in welcher Stellung die Gelenkwelle in die Kardanwelle gehört...
Habe hier gelesen, dass die Kardanwelle sogar gewuchtet wurde und es somit also nicht egal sein kann, wie man die Teile wieder zusammensteckt.
Dass ich auf die gleiche Stellung der Kreuzgelenke achten muss und ich dazu in den Schwingenschacht leuchten muss, ist klar.
Und nun die eigentliche Frage:
Macht es was aus, wenn ich sie dabei um 90 ° verdreht wieder zusammen einbaue - oder ist dadurch ein späterer Schaden durch Unwucht vorprogrammiert???
Bitte um ernstzunehmende Tips. Danke im Voraus.
 
abdiepost

abdiepost

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...keine praktische Erfahrung. Sorry. Aber ganz sicher ist, dass eine 'Verdrehung' um 90° falsch wäre. Wenn denn, dann 180°.
 
Jungfux

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Danke Klaus,
der Link hilft weiter... Das ist genau das Bild, das ich gesucht habe.

@ abdiepost: Hast Recht, aber nur Versuch macht kluch.

Denke das bekomme ich wieder hin.
 
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bswoolf

bswoolf

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Viele, nur keine GS
Moin, wenn Du eine gleiche Stellung der Kreuzgelenke haben willst, mußt bei 0° oder 180° fügen. 90° ist ganz schlecht. Bei 180° scheiden sich die Geister. Da käme das Thema "Wuchtung" ins Spiel.
 
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Truckie

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Da käme das Thema "Wuchtung" ins Spiel.
Wobei es da auch schon Diskussionen gab. Ich bin der Meinung dass alle schnell drehenden Kardanwellen, auch die mit dem Elastomer der GS, gewuchtet sind. Wobei ich mir vorstellen kann, dass der hintere kurze Teil der GS Welle den geringsten Teil einer potentiellen Unwucht verursacht. Daher denke ich dass es hier nicht überlebenswichtig ist ob man die Welle um 180 Grad verdreht einbaut....

Grüße Volker
 
Jungfux

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Vielen Dank für all die Tips und Anteilnahme. Ich denke, dass ich die Sache wieder richtig zusammen gesteckt habe. Beim ersten Zerlegen vor ein paar Wochen habe ich mir ja einen Körnerpunkt auf das Kreuzgelenk (HAG-seitig) gemacht. Und mit dem Bild auf der PB-Seite habe ich es dann wieder rückverfolgen können, wie es war.
Danke Euch.
 
elfer-schwob

elfer-schwob

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hallihallo,
zur geometrie und den folgen falscher ausrichtung der beiden kreuzgelenke hast du ja inzw. ausreichend infos.

sollten die einheiten tatsächl. gewuchtet sein, dann hätte natürlich der zusammenbau bei 180 grad verheerende auswirkungen i. vgl. zu 0 grad.
zum wuchten wird ja allgemein gewicht entweder zusätzl. aufgebracht - wie bei den rädern - oder abgetragen - wie zb. bei der kurbelwelle.
einen abtrag in form von bohr- oder schleifmarken gibts aber an den k-wellen nicht.
außerdem würde ich den konstrukteuren durchaus zutrauen, daß im falle einer stattgefundenen wuchtung die beiden teile der wellen entsprechend dauerhaft markiert werden würden, z. b. mit farbe - wie die komponenten der kupplung - oder mit einem körnerpunkt.
zumal die monteure die wellen beim einbau auf der montagestraße ja wieder trennen müssen.

die k-wellen der ADV sind zwar verdrehsicher konstruiert, aber spuren einer wuchtung gibts auch hier nicht.

grüße vom elfer-schwob
 
BigJay

BigJay

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Hallihallo Rainer!

Du meinst, dass die KW nicht gewuchtet sind!?

Glaube ich auch nicht, denn auch ich habe solche
Wuchtmarkierungen noch nicht gesehen. Auch
nicht bei den Paralever-2Vs, deren Kardanwelle
ebenso konstruiert ist. Auch keine Schleifspuren, Bohrungen, oder angeschweißte Gewichte.

Während meiner ersten Ausbildung haben wir große
und schwere Luftschaufelräder gefertigt und danach
gewuchtet. Meist wurden dann Ausgleichsgewichte
verschweißt. Ebenso an Kardanwellen, die zwischen
den E-Motoren und diesen Luftschaufelrädern agierten.

Das ganze wurde dann über Markierungen idioten-
sicher gekennzeichnet, damit im Servicefall ein falscher
Verbau ausgeschlossen werden konnte.

Zum Verdrehen um 90° / 180°: 90° sind ganz schlecht
wg. Längenunterschieden während der Rotation. 180°
würde auch ich zusammenbauen. Weil der geringe Anteil
des hinteren Kardangelenks ggü. dem Gesamtgewicht
sehr gering ist. Was hierbei noch u.U. wichtig wäre, ist
eine eventuelle "Aussermittigkeit" des hinteren Gelenks.
Daran kann ich aber aufgrund der heutigen Fertigungs-
methoden und der daraus resultierenden erzielbaren
Genauigkeit kaum glauben...
 
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Klausmong

Klausmong

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Frage:

Woran erkennt man, das man die Kardanwelle mit 0° und nicht mit 180° zusammenbaut?

Ich wüßte nicht wie.
Und ich meine nicht die Kardanwelle der GSA
 
BigJay

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Antwort:

Gar nicht. Es sei denn, man weiß wie sie
zusammengesteckt wurde.

Ansonsten ist die Chance 50%... :)

Aber ich teile des Elfen Meinung: Keine Markierungen
= keine definierte Lage der Gelenke zueinander, ausser
dass die Gelenke gleichläufig sein müssen.

Was sollte der Monteur bei der Erstmontage machen,
wenn ihm die Welle "auseinanderfällt"? Oder mal ne
Palette mit Kardanwellen umfällt und alle Einzelteile
in der Halle liegen? Alles wegwerfen?

Solche Dinge passieren nahezu täglich in einer Groß-
produktion...
 
Jungfux

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Ich hatte Glück, dass das Kreuzgelenk ja schon mal mit nem Körnerpunkt makiert ist. Habe natürlich gleich geschaut, wo sich die Makierung befindet. Somit kann ich die 180°Grad-Verdrehung ausschließen.
 
hoechst

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Ich finde, dass Kardanwellenkomponenten so gewuchtet werden, dass sie keine Unwucht aufweisen. Jede Einzelne ohne Unwucht. Da sind dann 0° oder 180° piepegal und ausserdem habe ich davon sowieso seit 30 Jahren BMW K und R noch nichts davon gelesen oder gehört. Gleichlauf der Gelenke ist klar.
 
Jungfux

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Moin GS-Freunde,
abschließend sei noch erwähnt, dass ich das Teil gestern wieder zusammengebaut habe und ne Runde probegefahren bin. Das Einfädeln der Vielzahlwelle ist zwar ein wenig knifflig, aber auch kein Hexenwerk.
Bin froh, dass ich es selber gemacht habe, da weiß man was man getan hat.
Für mich ist die 37/11 Untersetzung echt angenehm zu fahren - genau so wollte ich das.
Sie fährt immer noch 190 km/h, allerdings dann bei 7000 U/min.
Aber so schnell bin ich eh nicht unterwegs.
Vielen Dank für Eure Tipps.
 
G

gualtero

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Interessantes Video zum Thema Gelenkwellen, besonders der

Gruß
Helmut
Hi, kann es denn sein das das Konstantfahrruckeln durch eine falsch eingebaute Welle entsteht? oder wie macht sich das sonst bemerkbar?
Gruß Walter
 
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Truckie

Truckie

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Konstantfahrruckeln durch eine falsch eingebaute Welle entsteht?
Ganz sicher nicht.
KFR kommt ausschließlich vom Motor und nicht vom Antriebsstrang.
Falsch zusammengesteckte Wellen führen zu Vibrationen die sich völlig anders anfühlen als KFR.
Natürlich auch zu viel höherem Verschleiß der Komponenten.

Grüße Volker
 
D

Dreirad

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Wenn man dem Video glauben schenkt müsste so ein Motorrad dann gehen wie ein Rodeopferd.
Gruß
Helmut
 
G

gualtero

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Oh je,
ich habe das hintere Kreuzgelenk aufgebaut ohne eine Markierung zusetzen.
(Lager tauschen war kein Problem und nötig)
Um den Gleichlauf der Gelenke wieder hinzubekommen muss ich wahrscheinlich auch das
Kreuzgelenk am Schwingenlage freilegen, oder habt Ihr ev. einen anderen Trick?
Gruß
Walter
 
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