Kettenkasten oder Zahnriemen für F 700 GS?

Diskutiere Kettenkasten oder Zahnriemen für F 700 GS? im F 650 GS, F 700 GS und F 800 GS Forum im Bereich Motorrad Modelle; Moin zusammen! In "grauer Vorzeit" hatte ich die Frage nach einem Kettenkasten schon mal ins Forum geworfen, aber leider ohne Ergebnis. Deshalb...
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moto-schrauber

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Moin zusammen!
In "grauer Vorzeit" hatte ich die Frage nach einem Kettenkasten schon mal ins Forum geworfen, aber leider ohne Ergebnis.
Deshalb jetzt nochmal: Gibt es inzwischen im Zubehör einen Kettenkasten für die F 700 GS?
Oder zumindest eine gescheite Abdeckung, die die Kette auch unten zum Rad hin abdeckt? Der originale Kettenschutz und alle, die ich im Zubehörangebot gefunden habe, sind schlicht ein Witz und völlig unzureichend.
Ein Eigenbau scheidet eher aus, da die Schwinge einen Querschnitt hat, der es nahezu unmöglich macht, irgendwas zu befestigen, ohne Löcher reinzubohren..........
Die offen laufende Kette der 700/800er GS ist etwas, das mich wirklich massiv stört.
Eine Alternative wäre auch der Umbau auf Zahnriemen wie bei der F 800 ST. Gibt es das oder hat das schon mal jemand gemacht? Geländefahrten -außer mal ein paar hundert Meter unbefestigter Feldweg- sind nicht geplant, und damit hatte auch meine Harley (mit Zahnriemen) nie ein Problem.

Grüße,
Jochen
 
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Helm42

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Hi Jochen,
vor Jahrzehnten habe ich mir so einen Kettenschutz aus Alublech, der auch das untere Kettentrum schützt, an eine Yamaha RD 350 gebastelt, aber da war/ist die die Schwinge rund und mit passenden Rohrschellen war das kein Problem.
In den letzten 30 Jahren ist mir aber ein Vollkettenschutz nicht mehr begegnet (außer an MZs). Es gibt lediglich Styling-Varianten, die eher noch weniger Schutz bieten.
Die F 700 GS ist jetzt meine dritte Maschine mit Kette nach 4 mal Kardan vorher. Inzwischen habe ich mich damit abgefunden, dass die Kette relativ ungeschützt läuft. Ich bin nun Schönwetterfahrer, wenn ich doch mal in einen Regen gerate, stelle ich den Kettenöler etwas höher und hoffe, dass das genügt. Immerhin war die Kette an meiner CB 1300 nach 40t km noch top. An der F 650 GS musste ich schon nach 10t km die Kette wechseln, aber das war wohl mehr an minderer Qualität der verbauten Kette gelegen.
Wenn sogar Moto-Cross mit ungeschützten Ketten gefahren wird, so müssen moderne O- oder X-Ring-Ketten doch relativ viel Dreck wegstecken können.

Tut mir leid, dass ich dir nicht weiterhelfen kann. Solltest du da aber mal was hören/finden, bitte hier veröffentlichen.

Gruß
Helmut
 
Benno

Benno

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Etwas ernüchternd und schonungslos: Gibt es beides nicht von der Stange.
 
Wolfgang.A

Wolfgang.A

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Nun, die Teile der F800ST könnten eventuell passen.
 
mmo-bassman

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Entweder Du besorgst Dir sowas hier von MZ:
MZ Kettenkasten Kettenschutz TS ES ETS 125 150 Abdeckung Kette Kettenschlauch | eBay

und bastelst ein wenig über den Winter,
oder den hier, fahr ich auch:
Kettenöler Set - K-ö-S Motorrad Kettenöler Systeme - DE 35418 Buseck

Eigentlich der Hammer, dass die "Ossis" sowas schon vor 40 Jahren erfunden haben, und kein aktuelles Kettenmoped sowas hat. Bin 25 Jahre Simson gefahren, mit komplett gwschlossenem Kettenkasten, einmal massenhaft Fett reingeschmiert, und dann 15 Jahre (ehrlich) gefahren, ohne einmal nachzugucken. Gab nie Probleme!
 
AmperTiger

AmperTiger

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Nun, die Teile der F800ST könnten eventuell passen.
von welchen sprichst du? also schonmal Schwinge, Zahnriemen, Zahnscheibe und auch alles andere was nach hinten am Motor hängt paßt ganz sicher nicht ;)
800 ST.jpg

Eigentlich der Hammer, dass die "Ossis" sowas schon vor 40 Jahren erfunden haben, und kein aktuelles Kettenmoped sowas hat. Bin 25 Jahre Simson gefahren, mit komplett gwschlossenem Kettenkasten, einmal massenhaft Fett reingeschmiert, und dann 15 Jahre (ehrlich) gefahren, ohne einmal nachzugucken. Gab nie Probleme!
das war damals aber auch nötig, weil nur die Ketten noch schlechter waren als die Mopeds ;)
 
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kago

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... und Kettenkästen gab es auf der Welt schon vor "Ossiland"
Die Mängelverwalter haben es also schonmal nicht erfunden.

und eigentlich macht es heute auch keinen Sinn mehr. Die Ketten damals waren zwingend auf Schmierung angewiesen.
Die heutigen Ketten haben eine Dauerschmierung, abgedichtet mit O- oder X- Dichtringen.
Kettenöler bzw Kettenspray dienen eigentlich nur der Kosmetik, technisch notwendig ist das nicht.
Der ohne Pflege zu erhaltene Kettensatz (nicht der originale) meiner F800GS hielt knapp 40000km!

Da vor diesem Hintergrund niemand einen Kettenkasten herstellt - bleibt nur "selbst ist der Mann" :cool:

Gruß kai
 
AmperTiger

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... Die heutigen Ketten haben eine Dauerschmierung, abgedichtet mit O- oder X- Dichtringen.
Kettenöler bzw Kettenspray dienen eigentlich nur der Kosmetik, technisch notwendig ist das nicht.
das ist so nicht richtig.

Ketten haben heute zwischen Außenlasche und Innenlasche die sog. O-Ringe. Dort braucht man nicht mehr schmieren, jedoch die inneren Walzen der Kette zwischen den Innenlaschen sind ohne Dichtung ausgeführt und drehen sich auf dem Bolzen, der auch Außen- und Innenlasche befestigt. Hier muß Fett rein, um das gleiten der Hülse auf dem Bolzen ohne viel Reibung zu ermöglichen. Ein Kettenöler setzt den Tropfen im richtigen Fall auf das Kettenblatt und die Zentrifugalkraft trägt den Tropfen nach außen genau an den kleinen Spalt zwischen Innenlasche und Hülse. Durch die Kapillarwirkung wird nun das Kettenöl in diesen Spalt hineingezogen.

Kette.jpg
 
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Henryt

Henryt

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" Hygroskopisch wird nun das Kettenöl in diesen Spalt hineingezogen."
Ehe hier Mythen entstehen, dafür verantwortlich dürfte die Kapilarwirkung sein, hygroskopisch beim Motorrad ist allenfalls die Bremsflüssigkeit.
 
AmperTiger

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" Hygroskopisch wird nun das Kettenöl in diesen Spalt hineingezogen."
Ehe hier Mythen entstehen, dafür verantwortlich dürfte die Kapilarwirkung sein, hygroskopisch beim Motorrad ist allenfalls die Bremsflüssigkeit.
stimmt, tschuldige mein Fehler. ich wollte dir halt mal mit einem Fremdwort imprägnieren. ;)


danke Wolfgang, das Bild hab ich gesucht, aber nicht ergoogelt
 
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Helm42

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Ob jetzt das Öl mit hygroskop oder mit kapillar unter die Rollen kommt, dazu wil ich jetzt nix schreiben. Aber das Bild von Wolfgang.A finde ich klasse und habs mir mal abgespeichert.
Zwischen den Zähnen des Kettenblattes sowie des Ritzels und den Rollen wird es ja wohl auch noch ein wenig Reibung geben, oder? Denn mit der Zeit werden die Zähne ganz schön ausgefräst.

Aber moto-schrauber möchte zumindest das untere Kettentrum vor dem Bewurf mit Straßendreck und Wasser schützen. Meint ihr, man könnte in die Schwinge Gewindelöcher bohren. 2 - 3 x M4 oder auch nur M3-Gewinde müssten ein dezentes Blech eigentlich halten können und dürften die Stabilitität des Schwingenarms nicht beeinflussen?
 
Wolfgang.A

Wolfgang.A

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Zwischen den Zähnen des Kettenblattes sowie des Ritzels und den Rollen wird es ja wohl auch noch ein wenig Reibung geben, oder? Denn mit der Zeit werden die Zähne ganz schön ausgefräst.
Wenn der gelb markierte Bereich gut geschmiert ist, dann sollte es zwischen Kette und Ritzel keine Reibung geben, weil sich die Rolle ja mit dem Ritzel mitdreht.
Erst wenn es dort mangels Schmierung steckt dreht sich die Rolle auf dem Ritzel.
 
Macfak

Macfak

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Ein Kettenkästen der nicht absulut dicht ist (wie bei Münch, MZ, usw.) ist absulut kontraproduktiv!
Er dient ansonsten als Dreck und Wasser Sammler. Einen dichten Kettenkasten an ein fertiges Motorrad zu konstruieren dürfte kaum möglich sein.
ein Zahrimen ist für den Geländeeinsatz aber auch nicht geeignet er mag nämlich überhaupt keine groben Verschmutzungen.

Die modernen O/X Ketten sind wohl der beste Kompromiss zur Zeit, sie sollten nur ab und an man einwenig Kettenfett bekommen.
 
Wolfgang.A

Wolfgang.A

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Das ist alles nur geklaut :o
 
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kago

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Ich befürchte das Du beim TÜV mit den Füssen nach oben aufgehängt wirst wenn Du Löcher in eine Schwinge bohrst...

Eine ausführliche "Kettenberatung" gibt es übrigens im aktuellen MO Heft 11/15

Gruß kai
 
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moto-schrauber

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Ich befürchte das Du beim TÜV mit den Füssen nach oben aufgehängt wirst wenn Du Löcher in eine Schwinge bohrst...
Mit Sicherheit!
Selbstverständlich ist es kein Problem, in die Schwinge z.B. vier M4er Gewinde reinzubohren, wenn man weiß, welche Stelle dafür die richtige ist. Genauso selbstverständlich ist das aber nicht zulässig, weil dadurch die Festigkeitseigenschaften der Schwinge verändert werden. Natürlich nur marginal, aber das ist in dem Fall kein Argument.

VG
Jochen
 
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moto-schrauber

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Ein Kettenkästen der nicht absulut dicht ist (wie bei Münch, MZ, usw.) ist absulut kontraproduktiv!
...Einen dichten Kettenkasten an ein fertiges Motorrad zu konstruieren dürfte kaum möglich sein.
ein Zahrimen ist für den Geländeeinsatz aber auch nicht geeignet ...
Die modernen O/X Ketten sind wohl der beste Kompromiss zur Zeit, sie sollten nur ab und an man einwenig Kettenfett bekommen.
Zu 1: Stimmt!
Zu 2: Widerspruch! Das hat es schon mal gegeben, bis in die 80er Jahre von der Fa. Becker. Das geht also.
Zu 3: Hatte oben schon geschrieben, dass Geländeeinsatz nicht vorkommt. Feldwegeinsatz ist für den Zahnriemen kein Problem.
Zu 4: "ab und an ein wenig Kettenfett"..... Das dann abgeschleudert wird und den ganzen Motorrad-Hinterbau einsaut. Genau das möchte ich vermeiden.

VG
Jochen
 
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moto-schrauber

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Moin zusammen!
Schon interessant zu lesen, wie die Meinungen sind.
Ich hatte mir schon gedacht, dass es so ein Zubehör, das ich höchst sinnvoll finde, nicht gibt. Irgendwie geht mir das dauernd so. Was ich suche, das gibt es entweder gar nicht oder nur ganz kurz und verschwindet dann wieder vom Markt :(.
Warum auch immer.......... :confused:
Ich finde die F 700 GS prinzipiell ziemlich optimal: Leicht, handlich, feiner Motor, gute Bremsen, gutes Fahrwerk.
In meinen Augen hat BMW leider zwei Böcke geschossen: erstens die schon erwähnte offen laufende Kette (was für mich in die technische Steinzeit gehört) und zweitens der völlig deplatzierte Auspuff.
Eine F 700 GS mit Zahnriemenantrieb oder Kettenkasten sowie unten angebrachtem Auspuff wäre für mich das optimale Allround-Motorrad. Schade, dass es sowas von keinem Hersteller gibt. Oder weiß ich nur nichts davon, dass es sowas gibt?

Grüße,
Jochen
 
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