Neues Jahr, neues Glück - Da bin ich wieder :-(
Es waren letztes Jahr ja einige an der Orgie hier beteiligt und haben mir sehr geholfen. Das ursprüngliche Problem war aber leider nie weg.
Ich fasse mal alles zusammen und versuche mich kurz zu fassen.
Was ist passiert?
Seit 2024 hatte ich immer wieder das Gefühl, dass die Q manchmal so ein bisschen bockig ist. Nicht das typische Konstantfahrruckeln, wie ich es seit 2020 kenne, sondern ein richtiges Schaukeln oder Bocken. Auch nicht immer. Meistens ist es nach der Winterpause nicht vorhanden und kommt dann über den Sommer.
- 2022 hat die Werkstatt synchronisiert
- 2024 hab ich mit einem Kumpel Ventilspiel gemacht und synchronisiert (der war bisschen kurz angebunden, es ging sehr schnell) und das Ergebnis war wie hier im Thread beschrieben
Stärkeres Tickern nach Synchronisierung
Sie tickerte bzw. klickerte danach ganz schön, das Bocken war nicht weg und der Leerlauf schwankte und wir hatten Probleme die Leerlaufanhebung überhaupt auf Drehzahl zu bringen, weil das Gewinde zum Einstellen auf maximal mögliche Spannung war
Eingestellt haben wir nach Synchro-Uhr, Grundeinstellung hatten nach Uhr für okay befunden, Schrauben waren auch versiegelt
- Auf den Hinweis, dass die Bowdenzüge recht tief drin sind und diese im Alter gern mal länger und störrisch werden, habe ich dann aus Zeitgründen nochmal die Werkstatt beauftragt
Die haben mir für einen extrem hohen Tarif neue Züge eingezogen auf Basis der Aussage "bitte prüft mal" wurde einfach montiert und die Synchro wurde mit den Worten "Du wirst einen Unterschied merken" übergeben. Fun Fact: Trotz nagelneuer Züge war links die Einstellschraube auch beinahe vollständig drin
- Ende 2024 / Anfang 2025: Kein Unterschied, die Dame bockte gern mal und der Leerlauf schwankte bzw. sprang auch tw. zwischen 1150 und 900 Touren ... die Maschine schüttelte sich richtig auf, wenn sie von 900 wieder über 1000 sprang
- 2025 diesen langen Thread gestartet mit folgenden Aktivitäten / Ausschlüssen:
- Zündkabel neu
- Hallgeber neu
- Zündkerzen neu
- Benzinfilter neu
- Benzinpumpe tut es
- Einspritzdüsen sind nicht die Ursache
- Synchro habe ich immer ausgeschlossen, weil das Problem ja nicht immer auftrat, sondern immer nur gelegentlich
- Mein Gedanke: Temperaturen? Widerlegt, weil es im Herbst auch auftrat
- Hab ich was vergessen?
- Das Ergebnis: Der Leerlauf tanzte nicht mehr so, sondern tänzelt unruhig, aber dauerhaft um 900 U/min; Bockig blieb sie aber
- 2026: Erste kurze Fahrten okay
- Erste längere Fahrt: Ach du Scheiße, das Problem ist noch da und schlimmer ... bisher war es so zwischen 2400 und 2800 U/min -> jetzt von 2100 bis 3200 U/min wo sie schön schaukelt und hobelt
Und hier setzen wir fort. Ich bin dann zähneknirschend doch an die Synchro.
Am Wochenende Ventilspiel gemacht und synchronisiert. Diesmal mit so einer Öl- bzw. Schlauchwaage.
Grundeinstellung - mein größtes Kopfzerbrechen. Siehe angehängter Bilder, ist sie da je nach Messmethode außer Kurs.
Ich hab mit 1,9mm Scheibchen (ergibt etwa 2500 U/min) und 2,3mm Scheibchen (ergibt knapp 3500 U/min) geprüft. Beide Scheiben auch umlaufend nachgemessen, dass hier keine Fehler bzw. Abweichungen sind. Mit der Uhr sieht man kleine Abweichungen, wobei das mit den irgendwie immer zittrigen Zeigern und dem ständigen hin und her Vergleichen schwierig ist.
Mit der Schlauchwaage sieht man es deutlicher, vor allem bei der höheren Drehzahl.
Die Große Frage: Ist hier was im Argen? Was macht man, wenn die Grundeinstellung außer Kurs ist?
Powerboxer ignoriert scheinbar die Versiegelung und stellt daran herum. Überall heißt es aber: Machet nich! Die Schlauchdinger sollen aber auch extrem feinfühliger sein, als die Uhren.
Bevor Fragen kommen: Leerlaufanhebung und Gaszug waren vollkommen entlastet/reingedreht, beide Einstellschrauben waren entlastet, maximal reingedreht, die Bypassschrauben habe ich rausgenommen, 26 Jahre Kohle entfernt und zart auf Block eingedreht.
Danach habe ich die Grundeinstellung geprüft, mit jeweils beiden Scheibchen und ich habe auch nicht gemischt bzw. diese verwechselt.
Nach der Erkenntnis zur Grundeinstellung habe ich nach Schlauchwaage weiter gemacht. Geht wesentlich besser als mit den blöden Uhren (die wären dann zu verkaufen

) Leerlauf bei 1100 U/min

Leerlauf eingestellt. Bei der linken Einstellschraube lief ich wieder in das alte Problem, dass die fast komplett drin landetet bis ich meinte Spiel zu haben. Das hatte zur Folge, dass der Choke wieder keine Drehzahl erreichtet, weil das Gewinde am Ende war.
Also nochmal alles auf Anfang, länger Zeit gelassen und siehe da, jetzt ging es. Vielleicht war ich beim ersten Mal mit dem Spiel zu großzügig. Dafür habe ich jetzt ohne Probleme 2000 U/min Kaltstart.
Wie fährt sie sich? Hui: Meine Probleme bleiben. Die Leerlaufdrehzahl ist unruhig, aber eiert so plus minus 25 U/min um die 1100 Touren. Das würde ich bei dem Alter der Dame als okay ansehen.
Das Bocken bleibt. Wie gehabt
Ich hab das Gefühl, dass meine Ventile wieder mehr tickern. War ich hier zu großzügig? "Saugend schmatzend" ist ja so wunderbar subjektiv.
Frage: Im Zweifelsfalle eher zu viel oder zu wenig Spiel Mein Bauch sagt, lieber zu viel Spiel.
Ich werde, irgendwann nochmal bei gehen. Da ist sicher noch was zu holen und so schwer ist es nicht, wenn man sich da eingegroovt hat.
Vorher wären die Fragen halt wichtig. Und mein Kerzenbild finde ich immer noch befremdlich. Das hatte ich 2024 schonmal gefragt, aber da wurde mir versichert, dass das klassische Rehbraun wie beim Zweitakter nicht sooo extrem eng betrachtet werden muss. Auch hier Bilder.
Das war viel Text. Ich hoffe, dass schreckt nicht ab, aber ich bin der Meinung, wer detaillierte Hilfe haben will, sollte auch alle bekannten Details liefern. (und ich hab sicher was vergessen)
DANKE!