Gs und das ewige Batterieproblem

Diskutiere Gs und das ewige Batterieproblem im R 1250 GS und R 1250 GS Adventure Forum im Bereich Motorrad Modelle; Ja dann geht die wohl zurück .
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Tom_Bo

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Ja hab ich . Naja die wird für kfz bereich angepriesen ...
Ja, um z.B. Anlasserströme sinnvoll messen zu können.
So kleine Ströme kann man nur mit auftrennen des Stromkreises und direkter Strommessung genau messen.
 
K

kuhtreiber1967

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Allein die Tatsache das eine Exite nach nur 2 Jahren für die Tonne sein soll, ist schon inakzeptabel und deutet auf ein elektr. Fehler hin.
 
Eckart

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Naja die wird für kfz bereich angepriesen
Was es damit auf sich hat, hat Dir @Tom_Bo ja schon beschrieben. Für jedes Problem das richtige Messgerät und auh der Kfz-Bereich kommt da nicht mit einem Universalgerät aus. Besonders erstaunt bin ich aber über Dein Vorgehen, nachdem Dir als Threadersteller bereits vor fast einem Jahr in diesem Beitrag #7:
Gs und das ewige Batterieproblem
das Messen in einem Video im Detail erläutert wurde - auch da wurde der Anwendungsbereich der Stromzange für die hohen Strome im Anlasserbereich dem Anwendungsbereich eines Multimeters für Spanungen und kleine Ströme gegenübergestellt und für entsprechend vielgestaltige Aufgaben braucht man halt beides ... und ggf. jemanden, der damit umgehen kann.

Mit dem neuen Teil könntest Du jetzt die Frage beantworten, ob der Anlasser zuviel zieht oder die Batterie zu wenig liefert, während das Multimeter einen zu großen Ruhestrom entlarven könnte.
 
Richti

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Hab mir grad ein Multimeter besorgt . Das was ich mir ausgeliehen hatte waren leider beide sicherungen im Gerät defekt . Und ja Eckart du hast ja recht .
 
Eckart

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Hab mir grad ein Multimeter besorgt . Das was ich mir ausgeliehen hatte waren leider beide sicherungen im Gerät defekt
Während eine Stromzange nicht unbedingt zur Pflichtausstattung eines Selbstschraubers gehört - ein Multimeter gehört schon dazu und sollte nicht erst ausgeliehen werden müssen.

Die Sicherungen in den Multimetern sichern den Shunt in den Strompfaden ab und sollen Schäden in den Geräten durch einen zu hohen Strom verhindern. Deswegen sind die Sicherungen speziell bei Strommessungen gefährdet und könnten schon beim ersten unsachgemäßen Versuch einer Strommessung durchbrennen, wodurch der Eindruck entstehen kann, man habe sie mit bereits durchgebrannter Sicherung erhalten.

Das Video im Startbeitrag zeigt nämlich nicht alle Schwierigkeiten bei der Ruhestrommessung, wodurch man allzuleicht eine, vielleicht auch mehrere Sicherungen zerschießt, bevor man weiß, wie einem geschieht. Wie das laufen kann und wie man das verhindert, will ich hier beschreiben.

Um einen Ruhestrom im unteren einstelligen mA-Bereich messen zu können, muss das Messgerät auch in so einen unteren Bereich gestellt werden, z. B. 20 mA. Würde man die Zündung einschalten, während das Messgerät in die Verbindung zwischen Batterie und Motorrad geschaltet wurde, fließen aber gleich eine Ampere, was Größenordnungen über dem Messbereich liegt, was bedeutet, dass das Instrument nicht nur keinen Wert anzeigen wird, sondern seine Sicherung brennt sofort durch. Soweit, so offensichtlich. Problem: Die Sicherung kann auch durchbrennen, ohne dass man die Zündung einschaltet. Denn klemmt man das Instrument in die Verbidung zwischen Batterie und Motorrad, fließt bei den meisten Motorrädern von BMW selbst bei abgeschalteter Zündung nicht der Ruhestrom, sondern ein erhöhter Ruhestrom von möglicherweise mehreren Hundert mA, der die Sicherung ebenfalls durchbrennen lassen könnte, mindestens kann aber der hohe Spannungsabfall am Instrument dafür sorgen, dass die bei ausgeschalteter Zündung versorgte Elektronik nicht richtig initialisiert und auch später nicht mehr in Standby mit dem eigentlichen niedrigen Ruhestrom wechselt. Zur Ruhestrommessung kommt man dann gar nicht mehr.

Im Normalfall, den Du ja mit der Stromzange gesehen hattest, verringert die Elektronik ihre anfänglich nach dem Anklemmen der Batterie hohe Stromaufnahme durch den Wechsel in Standby in einen Zustand mit niedriger Stromaufnahme.

Wenn es gut läuft, gelingt es, das Motorrad in einem hohen Strommessbereich anzuklemmen und später, nach der Wartezeit in einen empfindlichen Messbereich zu wechseln. Allerdings erlauben nicht alle Messgeräte ein unterbrechungsfreies Umschalten und einige müssen auch umgesteckt werden.

Wie schafft man es nun, trotz dieses Verhalten der Motorradelektrik kleine Ruheströme zu messen ?
Mit diesem "Trick": Man schafft eine trennbare Stelle Verbidung zwischen Batterie und Motorrad, an deren beiden Seiten man das Messinstrument anklemmen kann. Während die trennbare Stelle noch nicht getrennt ist, kann man das Messgerät gleich in den empfindlichen Bereich gestellt beidseits der Trennstelle anschließen. Das Motorrad wird zunächst noch über die nicht getrennte Trennstelle aus der Batterie versorgt, sodass sich einerseits die Elektronik unbeeinträchtigt durch den Spannungsabfall am Instrument initialisieren kann und andererseits das Messinstrument oder seine Sicherung nicht durch Überströme beschädigt wird, weil der Strom ja größtenteils noch durch die Verbindung an der Trennstelle fließt. Nach der Zeit, nach der das Motorrad in Standby wechselt, löst man die Verbindung an der Trennstelle, sodass der Strom nun durch das Messinstrument fließen kann und nun kann man den Ruhestrom ablesen !

Ein Bild sagt mehr als 1001 Worte:

 
gsnorbert

gsnorbert

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HP2 Megamoto (verkauft) 1200 GS Triple Black (2011), Mash Fifty (verkauft)
Hallo in die Runde,
die Messung von Spannung und irgendwelche Messaufbauten können helfen.
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit den neuen Messgeräten gemacht, die über den Innenwiderstand den SOH messen.
Einfach richtigen Typ auswählen und diese Impedanz Messung lässt sehr gute Rückschlüsse über den Batterien Zustand zu.
Grüße
Norbert
 
Eckart

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die Messung von Spannung und irgendwelche Messaufbauten können helfen
????
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit den neuen Messgeräten gemacht, die über den Innenwiderstand den SOH messen.
Neu sind die nicht, fast jede Autowerkstatt hatte das, aber mit dem technischen Fortschritt änderte sich auch die Technik in den Geräten. Über den Innenwiderstand bestimmen sie den Kurzschlusstrom als für den Zustand der Batterie entscheidendes Kriterium und sind damit eines von mehreren verschiedenen Messgeräten in einer Werkstatt.
 
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kuhtreiber1967

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Ist der Ruhestrom hoch, hält die Batterie natürlich nicht so lange wie es sonst bekannt ist. Die neue Motorrad- Generation braucht zur Aufrechterhaltung der Funktion der elektronischen Systeme im ausgeschalteten Zustand mehr Strom, als ältere Motorräder, die diese nicht besitzen. Also entweder häufiger die Batterie austauschen, oder die Motorräder immer an Erhaltungs- Geräten angeschlossen lassen. Eine gute Möglichkeit ist auch mehr fahren. Da bringt die ganze Messerei mit neuen Mess- Geräten nur die Feststellung des Ruhestrom- Verbrauchs, die aber nicht zu ändern ist. Es wurde nicht nur ein Motorrad gekauft, sondern noch ein Computer mit einem komplexen System verschiedener elektronischer Komponenten, dazu. You want high- tech, you have high- tech ! :nicken:
 
Peti

Peti

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Die neue Motorrad- Generation braucht zur Aufrechterhaltung der Funktion der elektronischen Systeme im ausgeschalteten Zustand mehr Strom, als ältere Motorräder, die diese nicht besitzen. Also entweder häufiger die Batterie austauschen, oder die Motorräder immer an Erhaltungs- Geräten angeschlossen lassen.
Nein falsch!
Die sollen gefälligst die Batteriekapazität und damit einhergehend die Größe und das Volumen der Batterie an den erhöhten Stromverbrauch im Gegensatz zu den 80er Jahren anpassen!

Ach nee... die darf ja nicht zu schwer werden...

Die Motorräder dauernd am Erhaltungsladegerät angeschlossen zu lassen nur weil man immer mehr elektronischen Mist einbaut, der dann saugt, ist ist doch lächerlich.
Das System muss als Ganzes funktionieren.
Je mehr Strom, desto dickere Batterie.
Wenn die immer mehr Kram konstruieren, müssen sie auch dafür sorgen, dass dieser funktioniert und er nicht zum Problem der Konsumenten wird.
Das muss ganz einfach eine Aufgabe der Konstrukteure sein, dass darf nicht auf den Kunden mittels Bemerkungen im Bordbuch abgewälzt werden.
Wo die die Batterie lassen, darf dem Verbraucher echt egal sein.
Hauptsache das Fahrzeug funktioniert zuverlässig und wird nicht zum Tamagotchi.
Meine Meinung.
 
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kuhtreiber1967

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Natürlich hast damit recht :nicken: , nur die Fahrzeuge sind nicht auf dem von dir erwähnten Stand :poop:, so das zur Zeit, nur die von mir geschilderten Möglichkeiten in frage kommen :pattpatt:. Größere Batterie- Kapazität= Stärkere Lichtmaschine, stärkere Lichtmaschine= Mehr Gewicht, mehr Gewicht= mehr Verbrauch :eekek:. Hier werden nicht die Mehrkosten und die langen Gesichter:mund: der Kundschaft erwähnt. Also in Kauf nehmen und Klappe halten :verwirrt_2:, oder gar nicht erst kaufen. :lalala:
 
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